24.12.1973

Auftrieb für Osthandel

Auf eine erfreuliche Nebenwirkung der unerfreulichen Konjunktursituation hofft Bundeswirtschaftsminister Hans Friderichs. Um den deutschen Unternehmern wieder Gelegenheit zu geben, sich international mit billigem Geld für ihre Investitionen zu versorgen, soll unter anderem das die Geldaufnahme erschwerende Bardepot-Gesetz gelockert werden. Das aber könnte. so rechnete sich Friderichs schon während seines jüngsten Besuches in Polen aus, auch dem außenpolitisch erwünschten Osthandel zugute kommen. Da der Minister nach wie vor Zinssubventionen für das Geschäft mit den östlichen Nachbarn ablehnt, die Staatshandelsländer aber nicht gewillt sind, die hohen deutschen Marktzinsen zu zahlen, waren vor allem Großgeschäfte -- wie sie etwa Moskau erwartet -- in jüngster Zeit nur noch schwer auszuhandeln. Mit der jetzt eingeleiteten Möglichkeit, sich etwa auf dem Eurodollar-Markt billig zu finanzieren, erledigt sich laut Friderichs das -- auch im Bonner Kabinett umstrittene -- Problem "Zinssubventionen" vcn selbst. Friderichs: "Den Rest kann man dann zur Not über den Preis machen

DER SPIEGEL 52/1973
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