24.12.1973

Kunst: Rückblick auf den Nullpunkt

"Zero: wir leben" und "Zero: wir sind für alles", verkündete 1961 die dritte, letzte Ausgabe einer Publikation, die aktuelle Kunstgeschichte markierte. Die Düsseldorfer Künstler Heinz Mack und Otto Piene. gleichsam von einem Nullpunkt aufgebrochen, um Licht und Bewegung in die erstarrte informelle Kunst zu bringen, artikulierten ihr Bestreben (zuerst 1958) in der Zeitschrift "Zero"; neben den Herausgebern kamen auch geistesverwandte Ausländer wie Lucio Fontana, Yves Klein und Jean Tinguely zu Wort und Bild. "Zero", unter anderem Manifest für Monochromie, Kinetik und Nouveau Réalisme. wurde so eine wesentliche. mittlerweile vielgesuchte Quellenschrift. Der Kölner DuMont-Verlag stillt nun die Nachfrage mit einer Neu-Edition in einem Band (332 Seiten; 39 Mark), Der schwer eingrenzbaren "Zero"-Künstlergruppe hat das Düsseldorfer Kunstmuseum unlängst eine Art Gedächtnisraum mit gleichformatigen Werken von 21 Aktiven (Leihgaben eines Privatsammlers) eingerichtet. Ein Spezialkatalog (120 Seiten; 15 Mark) setzt zur Geschichtsschreibung der Bewegung an.

DER SPIEGEL 52/1973
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 52/1973
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

Kunst: Rückblick auf den Nullpunkt

  • Atommüll-Endlager: Wie Morsleben stillgelegt werden soll
  • Anti-Brexit-Demo: "Ich mache das für meine Kinder"
  • Homosexualität in Uganda: Liebe unter Lebensgefahr
  • Schottische Insel: Der weltweit einzige Strand-Flughafen