17.12.1973

Krach um den Kreisel

Mit einem überraschenden Plan gedenkt der Berliner Senat Deutschlands Star-Architektin Sigrid Kressmann-Zschach mattzusetzen, die sich beim Bau des 323-Millionen-Projekts Steglitzer Kreiser übernommen hatte (SPIEGEL 41/1973). Der Senat will die Kommandit-Einlagen der Kreisel-Geldgeber in der Bauträgergesellschaft Avalon-Bau GmbH & Co. KG von 80 Millionen auf acht Millionen Mark abwerten, mit 35 Millionen Mark in die KG einsteigen und für 50 000 Mark der Bauherrin Kressmann-Zschach den 500 000-Mark-Anteil an der Avalon-Bau GmbH abkaufen. Kressmann-Zschach, die 100 Beschäftigte entlassen muß, ist nun bemüht, ihr zweitgrößtes Bauobjekt, das Ku-Damm-Karree (Kosten: rund 190 Millionen Mark), zu retten. An Eigenmitteln für die Fertigstellung des Baus fehlen noch 15 Millionen Mark. Die Bauunternehmerin will daher einige Immobilien verkaufen, so des in diesem Jahr erworbene Grundstück der ehemaligen Berliner Sowjet-Handelsvertretung.

DER SPIEGEL 51/1973
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