17.12.1973

Künstlerbund: Von Brandt zu Kohl

Der "Deutsche Künstlerbund", nun 70jähriger Traditionsklub (294 Mitglieder), sucht nach Profil. Erstmals präsentiert der Verein dieses Jahr (in Berlin) nicht nur eine gemischte Leistungsschau seiner Angehörigen, sondern -- gegen Proteste aus den eigenen Reihen -- auch vier einigermaßen attraktive Themenausstellungen: "Synthetische Figuration", "Visuelle Ordnungen", "Aktionen" sowie "Realismus" mit einer Kreuzigungs-Parodie des Berliners Harro Jacob als Blickfang. Bundes-Vorsitzender Otto Herbert Hajek pflegt weiter die von seinem Vorgänger, Kanzlermaler Georg Meistermann, geknüpften Regierungskontakte und führte zur Eröffnung Willy Brandt durch die Ausstellung. Doch plant er keineswegs, den Künstlerbund in SPD-Gefolgschaft zu führen. Hajeks Alibi: "Helmut Kohl will unsere Jahresausstellung 1974 in Mainz unterstützen."

DER SPIEGEL 51/1973
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 51/1973
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

Künstlerbund: Von Brandt zu Kohl

  • Angriff auf saudische Raffinerie: "Es kann die gesamte Region anzünden"
  • Riskantes Projekt in Russland: Erstes schwimmendes AKW am Ziel
  • Zwischenfall in der NFL: Pyromaschine fängt Feuer
  • Portrait über Jürgen Grässlin: Warum deutsche Rüstungskonzerne einen Lehrer fürchten