26.11.1973

RR setzt auf Sowjets

Für das Rolls-Royce-Düsentriebwerk RB. 211 -- dessen riesige Entwicklungskosten 1971 zum Bankrott und zur anschließenden Verstaatlichung der Motoren- und Triebwerkabteilung des britischen Renommier-Unternehmens geführt hallen -- hoffen die RR-Manager nun die Sowjets als Käufer zu gewinnen. Eine sowjetische Delegation informierte sich jetzt bei Rolls-Royce über die technischen Einsatzmöglichkeiten der Düse. Bisher rüstet der US-Flugzeugkonzern Lockheed seine dreistrahlige Großraum-Passagiermaschine TriStar mit dem RR-Triebwerk aus. Die Sowjets denken daran, die RB.211-Düse möglicherweise für eine neue Generation eigener Flugzeugtypen zu kaufen, die derzeit entwickelt wird. Überdies zeigten die Sowjets auch bereits Interesse an Boeings 747 und würden es nach Expertenmeinung vorziehen, wenn in den Jumbo-Jet statt amerikanischer Triebwerke die RR-Düsen eingebaut würden. Rolls-Royce (1971) und Boeing prüfen daher schon seit einiger Zeit diese Möglichkeit. Die Sowjets wollen die RB.211-Düse womöglich auch als Antriebsaggregat für Kraftwerke und als Pumpe für Pipelines einsetzen.

DER SPIEGEL 48/1973
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