26.09.2005

MEDIZINSupernase im OP

Wenn etwas faul ist im Operationssaal, schlägt die elektronische Nase Alarm. Diese Idee beschreibt eine Gruppe britischer Mediziner und Ingenieure um den Chirurgen David Morgan im Fachjournal "Sensors and Actuators". Elektronische Nasen gehören in der Lebensmittelindustrie längst zum Standard, um, zum Beispiel, faules Obst auszusortieren. Im Krankenhaus soll das ungefähr handygroße Gerät in Zukunft "Superbugs" erspüren, also lebensgefährliche Infektionen mit resistenten Bakterien wie etwa Staphylokokken. Der Geruchstest soll helfen, eine drohende Infektionswelle schneller einzudämmen, denn die Geruchsanalyse dauert nun nicht mehr Tage, sondern nur eine Viertelstunde. Auf die Idee mit der Roboternase kam Morgan, als er beim Operieren feststellte, dass unterschiedliche Wunden unterschiedlich riechen. Bei einem Test mit Proben von 150 Patienten lag der Geruchssensor nach einer "Trainingsphase" in mindestens 96 Prozent der Fälle richtig.

DER SPIEGEL 39/2005
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