26.09.2005

AKTIENTeurer M-Dax

Ausländische Investmentbanken setzen seit längerem voll auf Deutschland. "Ein günstiges Umstrukturierungsspiel" (Morgan Stanley) treibt das Geld der Investoren in den hiesigen Aktienmarkt. Das Frischgeld der ausländischen Anleger ist mitverantwortlich dafür, dass sich der Dax seit Jahresanfang um über 12 Prozent verbesserte. In der Liga der mittelgroßen Unternehmen, die im M-Dax vertreten sind, sorgt die Begeisterung der Investoren gar für eine Steigerung von über 26 Prozent - und inzwischen für entsprechende Absturzphantasien. Denn das Kurs-Gewinn-Verhältnis des M-Dax liegt mit 15 schon weit über dem Dax-Wert. Für Hedge-Fonds-Manager wie etwa Sy Schlüter von Copernicus ist die höhere Bewertung des ganzen M-Dax-Segments "gefährlich", sie sei höchstens bei einzelnen Titeln gerechtfertigt. Schlüter wettet darum schon heute auf sinkende Kurse. So hat er sich Papiere des Motorenbauers MTU und des Geldautomatenherstellers Wincor Nixdorf geliehen und verkauft. Schlüter hofft, dass er die Aktien bald billig zurückkaufen und die Kursdifferenz als Profit einstreichen kann.

DER SPIEGEL 39/2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 39/2005
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

AKTIEN:
Teurer M-Dax

  • Doku zu cholesterinreicher Ernährung: Fett for Fun
  • Freizeitpark im Schwarzwald: Karussell ähnelt Hakenkreuzen
  • "Uber Boat": In Cambridge kommt der Kahn per App
  • Archäologie: Jahrtausendealtes Wandrelief in Peru entdeckt