Das Paradies der Bürger steht abends leer

Immer mehr Kommunen sperren Teile ihrer Zentren für den Kraftfahrzeugverkehr und schaffen „Fußgängerzonen“, um die Innenstädte wieder freundlicher zu machen. Die Nachteile solcher City-Planung zeigen sich nun in Frankfurt, wo die „Zeil“, der Kaufhaus-Korso der Mainmetropole, gesperrt wurde: Das Konsum-Quartier ist abends wie ausgestorben, der abgedrängte Autoverkehr belastet bislang saubere und ruhige Wohnviertel, der öffentliche Nahverkehr wird behindert. Bürgerinitiativen protestieren und drohen der Stadt mit Klagen.

DER SPIEGEL 29/1973

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