26.11.1958

NEU IN DEUTSCHLANDHeinz Günther Konsalik: „Sie fielen vom Himmel“.

Der Verfasser der ungenauen Filmstory "Der Arzt von Stalingrad" hat für seinen zweiten Kriegsroman die nicht minder attraktive Staffage der Monte Cassino-Schlacht im Frühjahr 1944 gewählt. Memoiren und Heeresberichte liefern den authentischen Rahmen, innerhalb dessen die von militärischem Sachverstand nicht angefochtene Phantasie des Autors unglaubliche Heldentaten geschehen läßt.
Pervitinsüchtige Truppenärzte spielen die Glanzrollen in diesem Roman, der trotz verwirrender Handlungsfülle gleichmäßig langweilig bleibt. Offiziere mit hohen Namen meditieren in sentimentalem Edelmannsdeutsch zu früh über Kriegs- und Kollektivschuld. Unteroffiziere und Mannschaften fechten wie Berserker und reden wie Neurotiker. Höhe- und Schlußpunkt der Kolportage: Fallschirmjäger springen in die zerbombte Benediktiner-Abtei auf dem Monte Cassino, unter ihnen eine in Leutnantsmontur steckende Krankenschwester, die es zum geliebten Stabsarzt zieht. (Franz Schneekluth Verlag, Darmstadt; 352 Seiten; 14,80 Mark.)
H. G. Konsolik

DER SPIEGEL 48/1958
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