04.11.1959

NEU IN DEUTSCHLANDFrank Arnau: „Kunst der Fälscher - Fälscher der Kunst“.

Der 65jährige deutsche
Journalist, der ein Brasilien-Buch ("Der verchromte Urwald") und zahlreiche Kriminalromane schrieb, betrachtet nach dreißigjährigem Studium den internationalen Kunst- und Antiquitätenhandel als einen fragwürdigen Betrieb, dessen Moral sich mit dem Urteil umreißen lasse: "Wer auf Expertisen hin Bilder kauft und dafür ungeheure Preise zahlt, verdient hereinzufallen." Für das florierende Fälschergeschäft macht Arnau die Neureichen und ihre Sucht, sich mit
alten Kunstwerken - als "echter Kapitalsanlage" - zu umgeben, verantwortlich. Er untersucht aber auch die persönlichen Motive namhafter Fälscher, etwa Han van Meegerens, der als enttäuschter Künstler die Fachwelt düpierte und Gemälde Jan van der Meers (genannt Vermeer van Delft) so stilgerecht nachahmte, daß Experten sie für die größten des holländischen Meisters hielten. (Econ Verlag, Düsseldorf; 424 Seiten; 26 Mark.)

DER SPIEGEL 45/1959
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 45/1959
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

NEU IN DEUTSCHLAND:
Frank Arnau: „Kunst der Fälscher - Fälscher der Kunst“.

  • Toronto: Blitz schlägt in 550-Meter-Fernsehturm ein
  • Beinaheabsturz: Planespotter fotografiert Notlandung von Regierungsflieger
  • Nach Brandkatastrophe: Schätze aus Notre-Dame im Louvre untergebracht
  • Gesang als Waffe: Die "Singing Cops" von Buffalo