01.07.1959

NEU IN DEUTSCHLANDWolfgang Koeppen: „Amerikafahrt“

Der
in München wohnende Erfolgsautor, gesuchter Radio-Feuilletonist, fuhr im Auftrage einer westdeutschen Rundfunkanstalt zu Beginn dieses Jahres in die Vereinigten Staaten. Mit seinem Reisebericht möchte er den "gänzlich falschen Vorstellungen Europas von Amerika" entgegentreten, ein Vorhaben, dem er nur unvollkommen gerecht werden kann, da er sich meist in "luxuriösen Konservendosen" - den luftdichten Kabinen der Expreßzüge - aufhielt und nur in acht Großstädten Station machte. Koeppen belehrt mit treffenden Bemerkungen zum Beispiel über die jüngste literarische Moderichtung in den Vereinigten Staaten, die Siedlung der "beat generation" - deren Anhänger sich in hartem Protest gegen die Zivilisation zur Primitivität bekennen -, berichtet aber auch längst Bekanntes und bescheidet sich notfalls sogar mit Wortspielen, die mehr vom stilistischen Talent des Autors als von Amerika verraten. (Henry Goverts Verlag, Stuttgart; 288 Seiten; 15,80 Mark.)

DER SPIEGEL 27/1959
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