„Die sind ja alle so mißtrauisch“

Inflation, Grundvertrag und heraufziehende wilde Streiks waren letzte Woche vergessen, als eine unbekannte CDU-Größe namens Julius Steiner ins Spiel kam. Der frühere Bundestags-Abgeordnete behauptet, er habe 1972 Kanzler Brandt vor der Abwahl bewahrt. Steiners Parteifreunde vermuteten Korruption. Der Verdächtige beteuerte, er sei Gesinnungstäter. Er behauptete freilich, seit Monaten für Nachrichtendienste zu arbeiten.

DER SPIEGEL 23/1973

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