09.04.1973

Manager-Auskehr

Im Kronberger Elektro-Rasierer-Konzern Braun AG werden Manager-Stühle frei. Vom derzeit achtköpfigen Vorstand sollen bis zum Jahresende fünf ausscheiden: Design-Chef Dr. Fritz Eichler zieht sich in den Aufsichtsrat zurück. Finanzchef Dr. Edmund Sawall möchte zum Hartmann & Braun-Konzern wechseln, Exportchef Alfred M. Zeien kehrt zur US-Muttergesellschaft Gillette zurück, Vorstandsvize Rudolf Gros emigriert ins Privatleben, und Vorstandsmitglied Hagen Gross erhält statt eines Manager- einen Beratervertrag. Braun-Vorstandsvorsitzer Dr. Hans-Wilhelm Herrmann dementierte: "Das kann ich so nicht bestätigen" Die neue Manager-Auskehr soll helfen, so wird aber vermutet, die Braun AG so umzustrukturieren, daß zumindest Teile von ihr verkauft werden können. Noch immer nämlich hängt der Muttergesellschaft Gillette die Auflage der US-Antitrust-Behörde an, den deutschen Konzern wieder zu verkaufen. Den Braun-Vorstand trifft es unverdient: Durch Produktumstellung hat er letztes Jahr wieder kräftige Gewinne erwirtschaftet.

DER SPIEGEL 15/1973
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