04.04.1956

HOHLSPIEGEL

Im Anzeigenteil des "Calwer Tagblatts" veröffentlichte der Kreisverband Calw der Gesamtdeutschen Volkspartei die Abrechnung seiner Parteikasse für die Zeit des letzten baden-württembergischen Landtagswahlkampfes mit folgender Begründung: "Nach Artikel 21 des Grundgesetzes müssen die politischen Parteien über die Herkunft ihrer Mittel öffentlich Rechenschaft geben. Das Nähere soll ein Bundesgesetz regeln. Da dieses Gesetz auf sich warten läßt, wenden wir Artikel 21 freiwillig auf uns selbst an ..."
Schulkinder aus Braunlage im westdeutschen Teil des Harzes nahmen im sowjetzonalen Brockengebiet - sechs Kilometer von Braunlage entfernt - an einem Freundschafts-Skilauf teil, nachdem sie einen durch die Zonengrenze bedingten Umweg (über Braunschweig-Helmstedt-Magdeburg) von 250 Kilometern zurückgelegt hatten.
Die amerikanische Bundesarbeitsbehörde hat entschieden, daß es den Gewerkschaften nicht verwehrt werden kann, zum Zwecke der Mitgliederwerbung für Arbeiter Freibier auszugeben.
Nach fast zweijährigem Krankenlager verschied am Mittwoch, 14. März 1950, gegen 17 Uhr, im Rheinstadion zu Düsseldorf nach unsagbarem Leiden unsere liebe, teure National-Elf im blühenden Alter zwischen 20-35 Jahren
In sportlichem Trübsinn: Viele deutsche Fußballanhänger
Kaiserslautern, Stuttgart, Essen, Köln, Hamburg, den 15. März 1956
Die endgültige Beisetzung findet voraussichtlich im Mai im Olympia-Stadion in Berlin statt
Anzeige aus dem "Mindener Tageblatt" nach dem Düsseldorfer Fußballsieg (2:1) Hollands über die Bundesrepublik, deren nächster Gegner - am 26. Mai in Berlin - England ist.
Ein "Verein gegen das Begräbnis im Scheintod" wurde in München gegründet. Der Verein zweifelt die Unfehlbarkeit der gegenwärtig angewandten Methoden zur Feststellung des Todes beim Menschen an und will mit Hilfe von Ärzten und Wissenschaftlern zuverlässigere Methoden ausfindig machen, um den Mitgliedern "das Begräbnis mit absoluter Todesgewißheit" garantieren zu können.
Nachdem sich sämtliche Einwohner des Marktfleckens Rennertshofen bei Neuburg geweigert hatten, den von den bayrischen Tierzuchtbehörden vorgeschriebenen gemeindeeigenen Ziegenbock in Pflege zu nehmen, beschloß die Gemeindeverwaltung, beim zuständigen Tierzuchtamt in Donauwörth anzufragen, ob man zur Haltung eines Ziegenbocks auch dann verpflichtet sei, wenn ihn niemand haben wolle.

DER SPIEGEL 14/1956
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 14/1956
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

HOHLSPIEGEL