18.07.1956

Wilhelm Enders

Wilhelm Enders, 56, seit Jahrzehnten Hellseher in Betzdorf an der Sieg, wurde vom Oberstaatsanwalt in Koblenz schriftlich aufgefordert, sich die 3000 Mark zuverdienen, die die Westberliner Gesellschaft "Schutz vor Aberglauben" jedem Hellseher zahlen will, der seine übernatürlichen Fähigkeiten vor einem Gremium von Fachleuten beweist. Sollte er, Enders, sich nicht um die 3000 Mark bemühen, dürfte dies in künftigen Fällen (in den Augen der Staatsanwaltschaft) ein Indiz dafür sein, daß Enders hellseherische Fähigkeiten vortäusche und daß sein Verhalten "als Betrug gewertet werden" müsse.

DER SPIEGEL 29/1956
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