25.07.1956

SOWJET-UNIONGESCHICHTE

Der sowjetische Staatsverlag, der die große sowjetische Enzyklopädie herausgibt, versandte Anfang Juli an seine Kunden einen Aufsatz über die tibetanische Stadt Gyangtse. In einem Begleitschreiben empfahl er, den in einem bereits herausgegebenen Band enthaltenen Aufsatz über Kao Kang herauszuschneiden und durch den Aufsatz über Gyangtse zu ersetzen. (Kao Kang war bis vor zwei Jahren Chef der zu Rotchina gehörenden Mandschurei. Er beging angeblich Selbstmord. In China galt er als eine Figur Stalins im Kampf gegen den allzu eigenwilligen Mao Tsetung.) Dem Staatsverlag unterlief dabei insofern ein Fehler, als die Enzyklopädie bereits einen Artikel über Gyangtse enthält - allerdings in einer anderen Schreibweise.

DER SPIEGEL 30/1956
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