10.10.1956

Wolfgang Ott: „Haie und kleine Fische“.

"Der große Marineroman des zweiten Weltkrieges" steht - etwas zu anspruchsvoll - auf dem Schutzumschlag des Buches. Die detaillierten Darstellungen zermanschter menschlicher Innereien, die der ehemalige U-Boot-Offizier Ott in drastischer Sprache gibt, liegen so weit jenseits des Vorstellungsvermögens, daß die wohl beabsichtigte Wirkung verpufft: Unter dem Übermaß des Blutgesudels bleibt kaum noch erkennbar, daß es dem Autor darum geht, die Unsinnigkeit des organisierten Tötens darzutun. Dennoch scheint dieses Buch ein Bestseller zu werden: Die Übersetzungsrechte wurden wenige Tage nach seinem Erscheinen von einem amerikanischen und mehreren europäischen Verlegern erworben. (Albert Langen - Georg Müller, München. 504 Seiten. 16,80 Mark.)

DER SPIEGEL 41/1956
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Wolfgang Ott: „Haie und kleine Fische“.

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