15.06.1960

NEU IN DEUTSCHLANDClemens Laar: „Des Kaisers Hippodrom“.

Auch der Tod des stets hippologisch bemühten "... reitet für Deutschland" -Autors, der sich in der vergangenen Woche auf dem Balkon seiner Berliner Grunewald-Villa erhängte, hat mit Pferden etwas zu tun: Einen Tag vor seinem Selbstmord war Laar - mit bürgerlichem Namen Eberhard Koebsel - bei einer Schleppjagd durch einen Ast vom Pferd geschlagen und bewußtlos mit erheblicher Gehirnerschütterung nach Haus geschafft worden. In seinem letzten Buch bemüht sich der Autor, nach dem Krieg vornehmlich mit dem Film "Meines Vaters Pferde" erfolgreich, ein Berliner Stimmungsbild vom Vorabend des Ersten Weltkriegs zu geben, mit asketischen Flugpionieren und aufsässigen Sozialdemokraten, Klischeebildern vom Kaiser und Gardejargon als Folie. Die Hauptpersonen, ein Konsul und sein "Puppchen", sind im Makartstil herausgeputzt. (Carl Schünemann Verlag, Bremen; 420 Seiten; 17,80 Mark.)

DER SPIEGEL 25/1960
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