22.02.1971

GEWISSE DINGE.

Eine Welle "teurer Auslandsreisen" erregte den Unmut des schleswig-holsteinischen Landesrechnungshofs. So monierte er beim Ausflug einer Landesbank-Delegation zu einem Sparkassenkongreß in Sydney besonders "die Art der Durchführung": "23 Reisetage mit Unterbrechungen in Bangkok, Hongkong, Djakarta, Bali und so weiter." Landesbank-Vorstandsmitglied und Direktorin Hilde Bustorf, die zusammen mit dem ehemaligen Bausparkassenausschuß-Vorsitzenden Wilhelm Ehlers durch. Asien gejettet war, erläuterte daraufhin, die Reise sei aus "klimatischen und Bildungs-Gründen" in Etappen erfolgt, und außerdem sei die Sight-Seeing-Tour durch die Südsee "billiger als ein Linienflug nach Sydney" gewesen. Die Bankerin, über die Rechnungshof-Rüge ("So eine Welle") aufgebracht, fand letzte Woche Unterstützung durch den Vorsitzenden des Landesbank-Verwaltungsrats, den Kieler (CDU-) Innenminister Hartwig Schlegelberger. Der Christdemokrat im Kieler Landtag: Es sei bedauerlich, "daß gewisse Dinge" in den Prüfungsbericht der Behörde aufgenommen worden seien. Anwärter auf das Präsidentenamt der gerügten Landesbank: Schlegelberger.

DER SPIEGEL 9/1971
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