22.02.1971

MEHR BILDUNG FÜR SOLDATEN

fordert Polit-Professor Thomas Ehwein, 43, Vorsitzender der "Kommission zur Neuordnung der Ausbildung und Bildung in der Bundeswehr". Der "Ausbildungszar" ("FAZ") und sein Ausschuß (zwölf Militärs und zwölf Zivilisten) sollen im Auftrag von Bundesverteidigungsminister Helmut Schmidt bis zum 31. März ein Bildungsreform-Programm für die Truppe vorlegen. Schon mit ersten Empfehlungen stieß Ellwein, zugleich Leiter des "Instituts für Erziehung und Bildung in den Streitkräften" und Schmidt-Berater in allen Bundeswehr-Bildungsfragen, bei Militär-Traditionalisten in und außerhalb der Armee auf Ablehnung und Polemik. Den Reform-Plan, allen neuen Offizieren ein dreijähriges Studium auf bundeswehreigenen Hochschulen zu verordnen, nannte der Brigadegeneral Gerhard Langguth "rein akademisch", und der rechte Militär-Journalist Hans-Georg von Studnitz prophezeite in der "Welt am Sonntag" eine "Verfälschung des Offizierbildes in ein Pop-art-Gemälde". Von "vielen jüngeren Offizieren und Unteroffizieren" hingegen wird die Ellwein-Reform "voll bejaht" (Generalmajor Heinz-Georg Lemm).

DER SPIEGEL 9/1971
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 9/1971
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

MEHR BILDUNG FÜR SOLDATEN

  • Originelle Geschwindigkeitskontrolle: Der singende Asphalt
  • Elektrische Pick-Ups und SUVs: US-Start-Up will den Markt revolutionieren
  • Faszinierende Aufnahmen: Ameisen laben sich an einem Wassertropfen
  • Trockenheit in Deutschland: Hohe Waldbrandgefahr - diesmal schon im Frühjahr