22.02.1971

DIESE WOCHE IM FERNSEHEN

Montag, 22. Februar
20.15 Uhr. ARD. Der Raub der Sabinerinnen (Farbe). Für diesen Schwank zum Rosenmontag (Hauptdarsteller: Willy Millowitsch) hat die ARD das politische Magazin "Report" um eine Woche verschoben, das Kulturmagazin "Titel, Thesen, Temperamente" ausfallen lassen.
20.15 Uhr. ZDF. Geheimagent 5, schlägt zu. In seinem 50. Kinofilm (1963, Regie: Jean-Charles Dudrumet) spielt Jean Marais einen Pariser Werbefachmann, der durch eine Verwechslung in eine Spionage-Affäre verwickelt wird.
21.10 Uhr. HR (III). Der Griff zur Flasche. In seinem Bericht über "die alkoholgefährdete Frau" -- in Westdeutschland gibt es 150 000 Trinkerinnen schildert TV-Autor Jörn Schröder Ursachen der Alkoholsucht.
Dienstag, 23. Februar
21.50 Uhr. ZDF. Warum schwören wir noch? Bis heute werden in der Bundesrepublik Beamte, Berufssoldaten und Zeugen vor Gericht vereidigt. Zwei Bundesländer -- Hessen und Bremen -- haben jetzt den generellen Eideszwang für Beamte abgeschafft. In der Sendung von Claus H. Voss verteidigen der Frankfurter Jesuit Johannes Hirschmann und der frühere CSU-Justizminister Richard Jaeger den Eid; Gegenargumente liefern der Berliner Theologe Helmut Gollwitzer und der frühere Frankfurter Landgerichtspräsident Rudolf Wassermann.
22.50 Uhr. ARD. Noon in Tunisia (Farbe). Für ein Treffen zwischen einem Jazz-Quintett und einer nordafrikanischen Beduinen-Gruppe schrieb der Schweizer Pianist George Gruntz seine "Maghreb Cantata". Regisseur Peter Lilienthal hat das musikalische Ereignis in Tunesien für den SWF aufgezeichnet.
Mittwoch, 24. Februar
20.15 Uhr. ARD. Wehe den Besiegten. In der ersten Folge einer zweiteiligen Dokumentation über "Kriegsgefangenschaft von Stalingrad bis Vietnam" analysiert Autor Reinhard Ruttmann, warum die Überlebenschancen in Gefangenenlagern -- trotz der verbesserten Schutzbestimmungen der Genfer Konvention -- immer geringer werden. Zweite Folge: 24. März, 20.15 Uhr.
22.55 Uhr. ARD. Utopie Frieden? (Farbe). TV-Autor Paul Mautner fragt in der Sendung aus der SFB-Reihe "Unbewältigte Gegenwart", ob die Erkenntnisse der Friedensforschung in politische Praxis umgesetzt werden könnten.
Donnerstag, 25. Februar
21.30 Uhr. ARD. Kontraste (Farbe). Moderator: Peter Pechel. Kürzlich hatte das "Neue Deutschland" behauptet, die für die Massenerschießungen auf der Krim verantwortlichen früheren SS-Angehörigen lebten in der Bundesrepublik noch immer auf freiem Fuß. Dazu nimmt der Leiter der Ludwigsburger Zentralstelle zur Ermittlung von NS-Verbrechen, Adalbert Rückerl, in dem SFB-Magazin Stellung. Weitere Themen: die Situation der Intellektuellen in der CSSR und Probleme der Arbeiterselbstverwaltung in Jugoslawien.
21.40 Uhr. ZDF. Ost-West-Runde. Der Mainzer Redakteur Bernd Nielsen-Stockeby und der Leiter des DRK-Suchdienstes, Kurt Wagner, befragen deutsche Rücksiedler nach ihren Erfahrungen bei der Umsiedlung aus Polen und der UdSSR in die Bundesrepublik.
22.35 Uhr. ARD. Kunst auf der Kohle. In ihrem kritischen Feature über "Theater und Bildende Kunst im Kohlenpott" (Untertitel) demonstrieren die BR-Reporter Rainer Horbelt und Ulrich Stark, welche Funktion das kulturelle Angebot im Ruhrgebiet erfüllt.
Freitag, 26. Februar
20.15 Uhr. ARD. Die Gegenwelt der Neomarxisten (Farbe). Im zweiten Teil ihrer Dokumentation über "Modelle künftiger Gesellschaften" wollen Rüdiger Proske und Jörn Klamroth den Stand der Auseinandersetzung an den Hochschulen und ihre Auswirkungen für die Gesellschaft umreißen. Dazu werden der Berliner Wissenschaftssenator Werner Stein, der Präsident der Freien Universität, Rolf Kreibich, der Politologe Richard Löwenthal vom "Bund Freiheit der Wissenschaft" sowie Vertreter der "Roten Zellen" gehört.
21.15 Uhr. ZDF. Der Griff nach dem Geld (Farbe). Am Beispiel Italiens, Frankreichs und der Bundesrepublik untersucht ZDF-Redakteur Karl-Heinrich Raegener, ob durch den unterschiedlich starken Einfluß des Staates auf die Wirtschaft der drei Länder Wettbewerbsverzerrungen in der EWC entstehen.
22.00 Uhr. BR (III). Picknick (Farbe). In dem Hollywoodfilm von 1955 erzählt Regisseur Joshua Logan die romantische Liebesgeschichte zwischen einem Tramp (William Holden) und einem Backfisch (Kim Novak) in einer amerikanischen Provinzstadt.
Samstag, 27. Februar
16.20 Uhr. ZDF. Herz-Alarm für Europa (Farbe). In dieser Gemeinschaftsproduktion zum Abschluß der ersten Europäischen Herzwoche informieren zehn europäische TV-Anstalten über den Stand der Herzforschung in ihren Ländern.
20.15 Uhr. BR (III). Die Docks von New York. Josef von Sternbergs Film (1928) -- George Bancroft spielt darin einen Schiffsheizer, der sich bei einem Landurlaub in eine Prostituierte verliebt -- wurde vor allem wegen der realistischen Bilder aus dem New Yorker Hafen-Milieu berühmt.
23.00 Uhr. ARD. Der vierte Mann. In dem amerikanischen Spielfilm 11952) wird der Fahrer eines Blumengeschäftes, den die Polizei zu Unrecht eines Raubüberfalls verdächtigt, zum Detektiv. Regie: Phil Karlson.
23.05 Uhr. ZDF. Der werfe den ersten Stein. Der US-Spielfilm (1961) von Irvin Kershner basiert auf der authentischen Geschichte eines Jesuitenpaters aus St. Louis, der für die Resozialisierung straffällig gewordener jugendlicher kämpfte.
Sonntag, 28. Februar
18.00 Uhr. WDR (III). Das Ende der Nacht. Der zweiteilige Fernsehfilm nach dem Roman von François Mauriac wird in der Originalfassung des französischen Fernsehens mit deutschen Untertiteln gesendet. Fortsetzung: 7. März, 18.00 Uhr.
20.15 Uhr. NDR, RB, SFB (III). Ist die Eherechtsreform frauenfeindlich? (Farbe). In dieser Live-Sendung aus dem Hamburger NDR-Studio beantwortet Bundesjustizminister Gerhard Jahn telephonische Zuschauer-Fragen zum neuen Scheidungsrecht.

DER SPIEGEL 9/1971
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DIESE WOCHE IM FERNSEHEN

  • Luftaufnahmen von Hof in Niederlande: Sechs junge Menschen aus Isolation befreit
  • Nordirland-Konflikt: Der zerbrechliche Frieden
  • Eklat in Großbritannien: US-Diplomatenfrau reist nach tödlichem Unfall aus
  • Beeindruckende Unterwasseraufnahmen: Unterwegs mit tausend Teufelsrochen