08.03.1971

DIESE WOCHE IM FERNSEHEN

Montag, 8. März
20.15 Uhr. ARD. Monitor (Farbe). Moderator: Claus-Hinrich Casdorff. Das WDR-Magazin bringt eine Reportage über den Wahlkampf der "Sozialistischen Einheitspartei Westberlin" und einen Bericht über die Fahndung nach dem illegalen Sender der Vertriebenenorganisation "Notverwaltung des deutschen Ostens" " der erstmals letzte Woche an der Küste Ostholsteins Propagandasendungen ausgestrahlt hat. Im "Kreuzfeuer-Interview" wird der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Fritz Berg, zu den Vorstellungen der Unternehmer über die künftige Konjunkturpolitik befragt.
20.15 Uhr. ZDF. Querschnitt (Farbe). In der zweiten Folge seines Wissenschaftsmagazins spricht der Neurologe und Publizist Hoimar von Ditfurth über Aufbau und Funktion des menschlichen Gehirns.
20.15 Uhr. WDR (III). Magie Afternoon (Farbe). Mit der TV-Bearbeitung seines 1968 uraufgeführten Bühnenstücks gibt der österreichische Dramatiker Wolfgang Bauer, 29, sein Debüt als Fernsehregisseur.
21.00 Uhr. ZDF. Der tapfere Kämpfer. Der brasilianische "Cinema Nôvo"-Regisseur Gustav oDahl, 32, beschreibt in seinem ersten Spielfilm (1968) die Krise eines jungen Oppositionspolitikers, der -- um die sozialen Mißstände seines Landes wirksamer bekämpfen zu können -- zur Partei der korrupten Machthaber überwechselt und als Opportunist angeschwärzt wird. Deutsche Erstaufführung.
21.45 Uhr. ARD. Titel, Thesen, Temperamente (Farbe). Das Magazin zeigt ein Interview mit Andy Warhol und eine Untersuchung über die Tendenz an Staats- und Stadttheatern, den Intendanten durch ein mehrköpfiges Direktorium zu ersetzen.
Dienstag, 9. März
20.15 Uhr. ARD. Boxweltmeisterschaft im Schwergewicht (Farbe). Aufzeichnung des Kampfes zwischen Cassius Clay und Joe Frazier (siehe Seite 148).
21.50 Uhr. ZDF. Impulse. Moderator: Klaus Meynersen. In der Sendung wird über den Streit in der Bonner Bund-Länder-Kommission um den Bildungsgesamtplan und über die Schwierigkeiten bei der Eröffnung eines Kinderladens in Berlin berichtet. Ein weiterer Beitrag beschäftigt sich mit den möglichen Auswirkungen des geplanten Hochschulrahmengesetzes.
22.35 Uhr. ZDF. Der andere Mann (Farbe). Die "Materialien zu einem Heinrich-Mann-Porträt" hat "Aspekte"-Redakteur Reinhart Hoffmeister zum 100. Geburtstag (27. März) des 1950 in den USA gestorbenen Romanciers zusammengestellt.
Mittwoch, 10. März
20.15 Uhr. ARD. Der blaue Planet (Farbe). In der anderthalbstündigen Dokumentation, die von der Unesco mitfinanziert wurde, zeichnet der Genfer Regisseur Henri Brandt "ein Bild der Menschheit von 1970".
20.15 Uhr. ZDF Magazin (Farbe). Moderator: Gerhard Löwenthal. Vorgesehen ist unter anderem ein Bericht über die widersprüchliche Haltung der englischen Lahnur-Opposition zum britischen EWG-Beitritt.
Donnerstag, 11. März
20.15 Uhr. ZDF. Du sollst mein Glücksstern sein (Farbe). Das Hollywood-Musical (Originaltitel: "Singing in the Rain", 1952) von und mit Gene Kelly gilt als vorbildlich für dieses Genre.
21.50 Uhr. ARD. Pro und Contra (Farbe). Unter dem Stichwort "Steuererhöhungen?" diskutieren die Hamburger Wirtschaftsjournalistin Julia Dingwort-Nusseck und Klaus Schelle vom Bund der Steuerzahler über die "Finanzierung der inneren Reformen". Experten: Gerhard Kienbaum (FDP), Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Bundestag, Erhard Eppler (SPD), Gerhard Stoltenberg (CDU) sowie ein Vertreter der Industrie. Leitung: Emil Obermann.
21.55 Uhr. ZDF. Journalisten fragen -- Politiker antworten. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Schütz (SPD), der Landesvorsitzende der Berliner CDU, Peter Lorenz, und der Berliner FDP-Vorsitzende, Hermann Oxfort, werden von Sebastian Haffner und Matthias Walden über "die bundesrepublikanischen Aspekte der Berliner Wahl" befragt. Leitung: Reinhard Appel.
Freitag, 12. März
16.30 Uhr. ARD. Zoom (Farbe). Die dritte Folge des SWF-Jugendmagazins war am 12. Februar kurzfristig vom Programm abgesetzt worden, da der Bayerische Rundfunk die Beiträge zum Thema "Agitation" als "anarchistisch" empfand. Auch jetzt will der BR "Zoom III" und die anschließende Diskussion nicht zeigen: Der Münchner Sender schaltet sich von 16.30 Uhr bis 17.55 Uhr aus dem ARD-Programm.
20.15 Uhr. ARD. Überschall-Kill (Farbe). TV-Autor Lars Griepe untersucht, wie das Luftverteidigungssystem der Nato auf dem Territorium der Bundesrepublik funktioniert.
Samstag, 13. März
22.20 Uhr. ARD. Ehekrieg. In der amerikanischen Kinokomödie (1949) von George Cukor ("Die Kameliendame") spielt Katherine Hepburn eine streitbare Strafverteidigerin, die ihrem Ehemann, einem Staatsanwalt (Spencer Tracy), bei einem Prozeß im Gerichtssaal als Kontrahentin gegenübersteht.
Sonntag, 14. März
18.25 Uhr, ARD; 19.00 Uhr und 19.55 Uhr, ZDF; 21.40 Uhr, ARD und 22.00 Uhr, ZDF (Farbe). Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus -- Berichte und Ergehnisse.
20.15 Uhr. ARD. Ende einer Dienstfahrt (Farbe). Heinrich Bölls 1966 erschienene "realistische Erzählung mit satirischen Zügen" wird in einer TV-Bearbeitung von Franz Geiger gezeigt. Regie: Hans Dieter Schwarze.
21.15 Uhr. ZDF. Von Anfang an? ZDF-Redakteur Hans Albert analysiert, welche völkerrechtlichen Konsequenzen sich ergeben, wenn das Münchner Abkommen als "von Anfang an ungültig" erklärt wird. Die Prager Regierung stellt diese Vorbedingung für eine deutsch-tschechoslowakische Gewaltverzichtserklärung.

DER SPIEGEL 11/1971
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