15.03.1971

DIESE WOCHE IM FERNSEHEN

Montag, 15. März
20.15 Uhr. ARD. Report München (Farbe). Moderator: Klaus Stephan. Geplant sind Berichte über den Konflikt in der Münchner SPD und über die Bauern-Demonstrationen gegen die Bonner Agrarpolitik. Außerdem wird gefragt, wieweit die Hochschul-Reform an der Universität Augsburg verwirklicht worden ist.
20.15 Uhr. ZDF. Gesundheitsmagazin "Praxis" (Farbe). Moderator: Hans Mohl. In der Sendung wird über den Internationalen Fortbildungskongreß der Bundesärztekammer in Davos und über einige der dort diskutierten Themen informiert: "Kassettenfernsehen für Ärzte", "Nahrung aus der Retorte" und "Nierenschädigungen durch schmerzstillende Tabletten".
21.00 Uhr. ZDF. Wer den Wind sät ... Der amerikanische Spielfilm (1959) nach dem Bühnenstück von Jerome Lawrence und Robert Lee basiert auf einer authentischen Vorlage: 1925 stand in einer amerikanischen Provinzstadt ein junger Biologielehrer im sogenannten "Affenprozeß" vor Gericht, weil er in seiner Klasse die Darwinsche Abstammungstheorie besprochen hatte.
21.45 Uhr. ARD. Modelle für die Zukunft: Medizin 2000 (Farbe). In der fünften Folge der WDR-Reihe beschäftigen sich die TV-Autoren Joachim Teschner und Dieter Storp mit Zukunftsaspekten der medizinischen Forschung.
22.50 Uhr. ARD. Lions Loste (Farbe). Der vierte, 1969 in und über Hollywood gedrehte Spielfilm der Französin Agnès Varda erscheint als deutsche Erstaufführung in der englischsprachigen Originalfassung mit deutschen Untertiteln auf dem Bildschirm (siehe Seite 202).
Dienstag, 16. März
20.15 Uhr. ZDF. Kill the Bill. In dem Bericht des Londoner ZDF-Korrespondenten Carl Weiss sprechen Arbeiter, Manager, Gewerkschaftsführer, Politiker und Juristen für und gegen die geplante Gewerkschaftsreform der Regierung Heath, die "Streikdisziplin unter Strafandrohung" erzwingen will.
21.00 Uhr. ARD. Supergirl (Farbe). Der Fernsehfilm des Schwabinger Regisseurs Rudolf Thome ("Rote Sonne") -- eine Science-fiction-Geschichte über ein geheimnisvolles Mädchen, das die Erdbewohner vor einem Überfall außerirdischer Wesen warnen will -- soll demnächst auch im Kino anlaufen. 21.50 Uhr. ZDF. Aspekte (Farbe). Moderator: Walther Schmieding. Das Kulturmagazin bringt unter anderem ein Interview mit dem Schriftsteller Heinz-Josef Stammel, der in seinem Buch "Das waren noch Männer" die Geschichte des Wilden Westens entmythologisiert hat. Geplant sind außerdem Berichte über das Germanistische Institut der Universität Wroclaw (Breslau) und über zwei Gombrowicz-Inszenierungen in Bochum ("Operette") und Bremen ("Yvonne, Prinzessin von Burgund"). 22.50 Uhr. ZDF. Sierra Maestra. Zu seinem ersten Spielfilm (1968) -- er schildert das Schicksal eines italienischen Intellektuellen, der in Lateinamerika wegen angeblicher Konspiration mit den Guerrilleros verhaftet wird -- ist der italienische Dokumentarfilmer Ansano Giannarelli durch den Fall Régis Debray angeregt worden. Der französische Journalist ist letzten Dezember aus fast vierjähriger bolivianischer Haft entlassen worden. Deutsche Erstaufführung.
Mittwoch, 17. März
20.15 Uhr. BR (III). Moritat vom Räuberhauptmann Johann Georg Grasel (Farbe). In dem ironischen Heimatfilm erzählen der Schriftsteller H. C. Artmann und sein Ko-Autor Friedrich Polakovics die Geschichte vom 1818 in Wien gehängten Räuber Grasel, der die Reichen beraubte, um die Armen zu beschenken.
21.00 Uhr. WDR (III). Der Ästhet und die Wirklichkeit. Mit diesem Beitrag wird eine dreiteilige Sendereihe eröffnet, in der Klaus Kreimeier die Ideologie und Ästhetik der deutschen Filme von Fritz Lang analysiert. Donnerstag, 18. März
21.55 Uhr. ARD. Kontraste (Farbe). Moderator: Peter Pechel. Das SFB-Magazin bringt ein Interview mit dem Berliner Politologen Richard Löwenthal über die Lage der sozialistischen Länder vor dem 24. Parteitag der KPdSU. Umsiedler aus Polen werden nach ihren ersten Eindrücken in der Bundesrepublik befragt. Weitere Themen: "Giereks Probleme -- Polen im März 1971" und "Kunst in Rumänien -- ihr Verhältnis zu Partei und Gesellschaft".
22.00 Uhr. ZDF. Journalisten fragen -- Politiker antworten. Leitung: Reinhard Appel. Zum Thema "Bundespolitische Aspekte der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz" werden Regierungschef Helmut Kohl und Finanzminister Hermann Eicher (Mainz) sowie der rheinland-pfälzische SPD-Vorsitzende Wilhelm Dröscher befragt. Freitag, 19. März
20.15 Uhr. ARD. Halb Preußen -- halb Sachsen (Farbe). Der Hamburger TV-Journalist Wolfgang Venohr analysiert "die Vergangenheitsbewältigung und Traditionspflege in der DDR" (siehe Seite 204).
22.30 Uhr. ARD. Eishockey-Weltmeisterschaft Gruppe A (Farbe). Die Begegnungen UdSSR -- Deutschland und CSSR -- USA sind die ersten von insgesamt 18 Spielen, die bis zum 3. April von ARD und ZDF abwechselnd aus Bern und Genf gesendet werden. 22.35 Uhr. ZDF. Walter Erich Schäfer (Farbe). Der ZDF-Autor Karl-Ulrich Majer porträtiert den seit 1949 amtierenden Intendanten des Stuttgarter Staatstheaters, der seine Bühne in den sechziger Jahren zu einem der bedeutendsten deutschen Theater gemacht hat. Schäfer wurde am 16. März 70 Jahre alt.
Samstag, 20. März
22.05 Uhr. ARD. Al Capone kehrt zurück. US-Regisseur Phil Karlson schildert in seinem halbdokumentarischen Kriminalfilm (1959) eine Gangsterjagd
der Chicagoer Polizei.
Sonntag, 21. März
18.25 Uhr. ARD; 19.00 Uhr und 19.55 Uhr, ZDF; 21.00 Uhr, ARD, und 22.15 Uhr, ZDF (Farbe). Landtagswahl in Rheinland-Pfalz -- Berichte und Ergebnisse.
20.15 Uhr. HR (III). 20.45 Uhr. NDR, RB, SFB (III). Don't Make Me Over! (Farbe). Dieses TV-Porträt der farbigen Popmusik-Interpretin Dionne Warwick, das in den USA bislang nicht gezeigt werden, durfte, wird uraufgeführt (siehe Seite 204). Regie: Gary Keys.
20.30 Uhr. ZDF. Das große Projekt. Der Fernsehfilm von Paddy Chayefsky (Regie: Günter Gräwert) über einen Tag im Leben eines Bauunternehmers, der einen vermeintlich lukrativen Plan realisieren möchte, ist das erste von drei TV-Spielen des amerikanischen Erfolgsautors, die das ZDF zeigt.
21.30 Uhr. ARD. Frankreichs schwarze Erben (Farbe). Peter Scholl-Latour demonstriert am Beispiel von vier afrikanischen Republiken "Entwicklungen im ehemals französischen Kolonialreich".

DER SPIEGEL 12/1971
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