01.11.1961

ALIMENTE FÜR DR. MABUSE?

SPIEGEL: Der deutsche Film, Herr Brauner, soll von Bonn subventioniert werden. Warum?
BRAUNER: In den Jahren seit 1957 - das war der Höhepunkt des Kinogeschäfts - ist es mit dem Film immer abwärts gegangen. Die Abwärtsentwicklung des Films verlief analog zum Wuchs des Fernsehens. Je mehr Fernsehapparate, desto weniger Besucher im Kino. Im Jahre 1956 sind noch 817 Millionen Besucher im Kino gewesen, im Jahre 1960 nur 606 Millionen. Die Leute wollten die Fernsehapparate, die sie gekauft haben, amortisieren. Das ist ja ein durchaus verständliches, normales menschliches Verhalten Das hat aber für den Film dazu geführt, daß sich die Herstellungskosten nicht mehr amortisiert haben. Andererseits stiegen die Herstellungskosten jedes Jahr um 10 Prozent, 15 Prozent, weil die Löhne stiegen, die Gehälter und die Gagen.
SPIEGEL: Nun stiegen aber auch die Kinopreise.
BRAUNER: Nicht in diesem Ausmaße. Wenn die Kinopreise nicht gestiegen wären, hätten wir alle nur erwarten können, 50 bis 55 Prozent der Herstellungskosten eines Films einzuspielen. So spielen wir im Schnitt noch ungefähr 75 Prozent der Herstellungskosten ein.
SPIEGEL: Jeder deutsche Film spielt nur Dreiviertel seiner Produktionskosten ein?
BRAUNER: Ja. Das ist nachgewiesen.
SPIEGEL: Wovon leben die Filmproduzenten?
BRAUNER: Sie leben davon, daß die Filme nicht nur 50 Prozent einspielen.
SPIEGEL: Es dürfte Herrn Professor Erhard sehr interessieren, wie das wirtschaftlich zu erklären wäre.
BRAUNER: Ich kann es Ihnen genau erklären. Die guten Jahre, die fetten Jahre haben Reserven geschaffen. Diese Reserven sind zum größten oder zum großen Teil schon aufgegessen.
SPIEGEL: Also ist es höchste Zeit, daß der Film subventioniert wird, meinen Sie.
BRAUNER: Es ist absolut höchste Zeit. Und zwar bei den Produzenten schon auf jeden Fall. Denn es gibt ja leider, von einigen Ausnahmen abgesehen, keine unabhängigen Produzenten, die sagen könnten: Wir drehen den Film so, wie wir ihn wollen, und wenn er fertig ist, geben wir ihn dem Verleiher. Das kann sich ein Produzent leider nicht erlauben. Man muß den Film erst einmal - den Stoff, die Story, Drehbuch, Besetzung, Regisseur und die Herstellungskosten - mit dem Verleiher abstimmen, und wenn er ja sagt, Gott gebe es, dann machen wir ihn. Die Verleiher wollen ja, vielleicht mit Recht, keine Risiken eingehen. Siehe "Wunder des Malachias" - für die Presse größtenteils ein Wunder, aber ich habe heute das "Film-Echo" mitgebracht, die Zeitschrift für die Theaterbesitzer, und die melden ihren Kollegen im Erfahrungsaustausch: Der Film geht nicht sonderlich gut, zumindest nicht in den Mittelstädten und kleinen Orten.
SPIEGEL: Nun hat "Wunder des Malachias" sehr viel gekostet; nach unseren Informationen über 3,8 Millionen Mark. Wieviel Besucher müßten einen solchen Film im Inland sehen, damit er seine Kosten einbringt?
BRAUNER: Im Inland müßten ihn sehen zwischen 7 1/2 und 8 Millionen.
SPIEGEL: Das heißt, jeder siebente Bundesbürger müßte ihn sehen. Das ist schwerlich zu erwarten.
BRAUNER: Nein. Ich glaube nach den Berechnungen, daß das "Wunder des Malachias" einen Teil seiner Herstellungskosten einbüßen wird.
SPIEGEL: Sie, Herr Brauner, drehen 19 Filme in dieser Saison. Wenn jeder davon, wie durchschnittlich zu erwarten ist, eine Million Mark kostet, aber nur 75 Prozent der Herstellungskosten einspielt, erwirtschaften Sie demnach in dieser Saison einen Verlust von neunzehnmal 250 000 Mark, insgesamt fast fünf Millionen Mark?
BRAUNER: Zum großen Teil - ja. Andererseits aber haben wir persönlich - also wir: die CCC - im Anfang vorigen Jahres und auch im Jahr 1959 mit unseren Filmen Glück gehabt. Wir haben den zweitgrößten Erfolg, kommerziell und auch künstlerisch, den "Braven Soldaten Schwejk", produziert und haben sehr viel daran verdient. Nur um es Ihnen zu sagen, damit Sie wissen, warum wir weiter existieren können: Dieser eine Film bringt rund eine Million Gewinn.
SPIEGEL: Wieviel hat er gekostet?
BRAUNER: 1,6 Millionen.
SPIEGEL: Er war also nicht so teuer wie zum Beispiel der "Malachias".
BRAUNER: Nein, er hat nicht einmal die Hälfte gekostet.
SPIEGEL: Es zeigt sich also, daß manche Filme eben doch noch Geschäfte sind und hohe Gewinne bringen.
BRAUNER: Wenn "Der brave Soldat Schwejk" Ihnen als Beispiel gelten soll, dann möchte ich Ihnen nur sagen, daß dieser Film eine Ausnahme darstellt und daß ich elf Jahre den Rechten nachgelaufen bin. Ich war sieben- oder achtmal persönlich in Karlsbad und in Prag, die Amerikaner waren wie immer einen Schritt voraus, weil sie sehr viel geboten haben. Aber die Tschechen hatten Angst, daß die Amerikaner den "Schwejk" ganz anders gestalten würden, als sie ihn sich vorstellten. Ich habe die Rechte dann im Jahre 1957 bekommen. Ich war sehr glücklich darüber. Wir haben zwei Jahre am Drehbuch gearbeitet.
SPIEGEL: Na gut, aber warum sollte das nicht auch bei anderen Projekten möglich sein?
BRAUNER: Weil es solche Stoffe normalerweise nicht zu erwerben gibt. "Der brave Soldat Schwejk" ist ein weltberühmter Roman, und ich konnte ihn nur bekommen, weil der tschechoslowakische Film keinen sonderlichen Wert auf die Höhe der Bezahlung legte, viel mehr dagegen auf die künstlerische Qualität. Es war ihm einerlei, ob ich für die Rechte 50 000 Mark bezahlte oder 100 000 Dollar. Wenn aber die Rechte in Frankreich, in England oder in Amerika liegen, dann sind natürlich die amerikanischen Gesellschaften vor mir da. Wir können ja nicht konkurrieren mit deren Angeboten.
SPIEGEL: Dürfen wir noch einmal auf die Frage zurückkommen, warum überhaupt subventioniert werden muß? Sie sagten: Das Geschäft geht nicht mehr so, wie es 1957 ging. Das mag aber auch mit anderen Waren so gehen. Es werden heute weniger Motorräder verkauft als früher.
BRAUNER: Aber die Motorradhersteller produzieren noch immer so viel, daß sie sich sagen können: Wir verkaufen unsere Motorräder mit einem Aufschlag von 25 oder 30 Prozent, und dann sind wir noch immer im Gewinn. Wir dagegen wissen von vornherein, daß im Durchschnitt zirka 25 Prozent der Herstellungskosten nicht eingespielt werden können, und dabei gibt es Filme, die nicht einmal 30 Prozent ihrer Herstellungskosten einspielen.
SPIEGEL: Aber wenn die Lage so schlimm geworden ist, ist es dann nicht ein Gebot wirtschaftlicher Vernunft, und ist es dann nicht logisch in einem freien Wettbewerb, dem Sie sich ja unterwerfen, daß man dann einen Industriezweig ganz einstellt? Eines Tages wird ja wahrscheinlich die Förderung von Kohle so unrentabel werden, daß man keine Bergleute mehr hinunterschickt und keine neuen Flöze mehr abteuft.
BRAUNER: Aber der Film hat doch eine kulturelle Aufgabe. Er soll doch zwischen den Nationen propagieren ...
SPIEGEL: Das wäre Propaganda.
BRAUNER: Nein, ich meine propagieren die nationale Eigenart, Mentalität und den Charakter eines Landes. Der Film ist ein ganz außerordentlicher und wichtiger kultureller Faktor. Denn der Film - Film ist ja mehr als Theater, mehr als Oper -, der Film geht in die ganze Welt und repräsentiert die Nation.
SPIEGEL: Herr Brauner, Sie haben "Die 1000 Augen des Dr. Mabuse" produziert - ist das nationale Repräsentation?
BRAUNER: Sie werden lachen: Ja. "Die 1000 Augen des Dr. Mabuse" ist ein typisch deutsches Produkt. Die Figur von Mabuse ist in Deutschland erfunden worden, und zwar vom Autor Norbert Jacques. Wie in England Sherlock Holmes oder in Amerika Dr. Frankenstein zu feststehenden Begriffen geworden sind, so ist Mabuse hier, aber auch in der übrigen Welt, zur deutschen Charakterfigur gestempelt worden. Und nun zurück zu den "1000 Augen des Dr. Mabuse". Dieser Film hat in Frankreich solche guten Kritiken bekommen - und die französischen Kritiker sind ja, wie Sie wissen, bei deutschen Filmen nicht sehr zimperlich -, daß der Film auf keinen Fall dem Ansehen des deutschen Films im Ausland geschadet hat, sondern umgekehrt, man sagt: Aha, die können auch diese Art von Filmen machen.
SPIEGEL: Was repräsentiert er? Er erbringt den handwerklichen Nachweis, daß Deutsche auch Kriminalfilme machen können. Soll das subventioniert werden?
BRAUNER: Entschuldigen Sie, aber ich muß Ihnen eindeutig widersprechen. Ich will Ihnen die Gründe erklären, die dazu führen müssen, daß die einheimische Produktion unterstützt wird. Die Spanier, die Italiener, die Franzosen und die Schweden und die Engländer subventionieren ihre Filmwirtschaft auch. Es hat sich nämlich herausgestellt, daß ohne Subventionen eine Filmwirtschaft nicht existieren kann.
SPIEGEL: Die Amerikaner subventionieren ihre Filmwirtschaft nicht.
BRAUNER: Die Amerikaner haben es nicht nötig, weil im Laufe der letzten 40 Jahre jede Hollywood-Gesellschaft zwischen 30 und 100 Millionen Dollar verdient hat. Das sind Aktiengesellschaften; die haben keine Schwierigkeiten, Bankgelder zu bekommen, beziehungsweise sie finanzieren Ihre Filme allein, und sie können die besten Schauspieler, die besten Regisseure und die geeignetsten Stoffe aus der ganzen Welt kaufen. Das alles können wir nicht.
SPIEGEL: Alles gut und schön, aber 40 Prozent des deutschen Marktes werden immer noch vom deutschen Film beherrscht, und es heißt, in der Provinz gehe kaum ein amerikanischer, französischer oder italienischer Film, man wolle dort deutsche Filme sehen.
BRAUNER: Man will deutsche Filme sehen, das stimmt. Aber die französischen und die italienischen, auch die amerikanischen Filme beherrschen viel mehr die Spielpläne der Kinos, weil zu wenig deutsche Filme auf dem Markt erscheinen.
SPIEGEL: Liegt das vielleicht auch daran, daß die ausländischen Filme besser sind?
BRAUNER: Wir bekommen ja praktisch nur die besten Filme hierher, die Auslese.
SPIEGEL: Aber in letzter Zeit verstärkt sich doch der Eindruck, oder gibt es einige Anhaltspunkte dafür, daß wir nicht einmal die besten haben, die wir ins Ausland schicken können, daß wir vielleicht überhaupt keine haben, die wir ins Ausland schicken können. In Venedig ist, wie Sie wissen, von den fünf deutschen Filmen, die angefordert wurden, keiner für das Festival akzeptiert worden, das wahrscheinlich immer noch das repräsentativste der vielen Festivals ist. Nur zur Berlinale gab es gerade einen einzigen deutschen Film, der als repräsentativ angesehen wurde, den "Malachias". Der Bundesfilmpreis ist in diesem Jahr überhaupt nicht verliehen worden, mit der Begründung, daß es keinen preiswürdigen deutschen Film gebe.
BRAUNER: Ich finde, die Nichtvergabe des Bundesfilmpreises war eine ungerechte Angelegenheit.
SPIEGEL: Mag sein. Aber die allgemeine Misere ist offenkundig. Meinen Sie, daß Subventionen die Filmindustrie aus dieser Misere herausführen können?
BRAUNER: Ja, das glaube ich, wenn man sieht, wie die vom Staat unterstützte Filmwirtschaft der Nachbarländer prosperiert! Nur wir ausgerechnet sind ohne Unterstützung!
SPIEGEL: Wie unterstützt man in den Nachbarländern die Filmindustrie?
BRAUNER: In England bekommt der Produzent einen Betrag in Höhe von rund 30 Prozent der Verleiheinnahmen als Subvention. Italien läßt dem Produzenten 16 Prozent der
Theatereinnahmen zusätzlich zukommen. In Frankreich erhält der Produzent 5,5 Prozent der Theater- und 25 Prozent der Auslandseinnahmen als Subvention.
SPIEGEL: Also der Erfolgreiche wird honoriert?
BRAUNER: Wird mehr honoriert, der weniger Erfolgreiche weniger.
SPIEGEL: Das erscheint uns, wenn man schon Subventionen zahlen will, als ein ganz vernünftiges System. Das Subventionierungssystem, wie Bonn es mit der Ausschüttung von Prämien einführen will, erscheint uns dagegen viel bedenklicher. In dem Erlaß des Bonner Innenministeriums heißt es: Es sollen prämiiert werden "Spielfilme, die in ihrem Inhalt und in ihrer Gestaltung den Durchschnitt überragen. Dabei sollen besondere Beachtung finden: Filme, die geeignet sind, zum Verständnis für die freiheitliche demokratische Lebensform beizutragen und das menschliche Zusammenleben" - da muß man fragen: Was ist das? - "zu fördern, kulturell wertvolle Filme und gute Unterhaltungsfilme". Die Prämie beträgt je Film 200 000 Mark. Weiter heißt es: "Filme, die das Ansehen Deutschlands im Ausland in besonderer Weise fördern, können eine Zusatzprämie von 50 000 Mark erhalten." Nun muß man fragen: Wie geht das vor sich?
BRAUNER: Zuerst einmal stehen vier Millionen Mark zur Verfügung. Es sollen 20 Filme prämiiert werden, die eine gewisse Qualität aufweisen, sei es vom Thema, von der Darstellung oder von der Regie her. Es sind aber auch weitere Prämien vorgesehen; denn
diese vier Millionen sind ja nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Es sollen weitere 10 Millionen bereitgestellt werden für weitere 50 Filme, die das letzte Produktionsjahr ...
SPIEGEL: Dann würden also schon Insgesamt 70 Filme prämiiert werden? Das würde ja fast die gesamte deutsche Produktion umfassen?
BRAUNER: Aber, meine Herren, diese Prämien sind ja nicht nur für besonders qualitätsvolle Filme vorgesehen, es soll ja eine Unterstützung für sämtliche Filme sein. Nur einige Ausnahmen sollen dabei nicht berücksichtigt werden. Das sind Filme, die besonders auf niedrige Instinkte spekulieren beziehungsweise ein ganz niedriges Niveau haben.
SPIEGEL: Das Ufa-Lustspiel "Willy, der Privatdetektiv" mit Willy Millowitsch - würde das eine Prämie bekommen?
BRAUNER: Wenn so ein Lustspiel gut gedreht wird - ja. Dann soll auch ein solcher Film eine Prämie bekommen.
SPIEGEL: Würde Ihr Film "Sabine und die 100 Männer" eine Prämie bekommen?
BRAUNER: Bei den nächsten 50 Filmen - ja. Weil es ein sauberer Film ist, er hat ein gutes Thema, hat ernste Musik, hat Yehudi Menuhin dazu und hat sehr gute Darsteller.
SPIEGEL: Ihr Film "Lebensborn" - würde der auch eine Prämie bekommen?
BRAUNER: Nein, sicher nicht.
SPIEGEL: Solche Stoffe würden Sie nicht mehr anpacken, weil Sie das Risiko fürchten müßten: Ich bekomme keine Prämie, ich spiele auf dem deutschen Markt nicht mehr ein ...
BRAUNER: Genau, genau das ist schon der Grund. Das ist schon einer der Gründe, weshalb man sagt: Such dir lieber bessere Themen aus, du hast die Chance, 200 000 oder 250 000 Mark zu bekommen.
SPIEGEL: Sie halten heute "Lebensborn" nicht mehr für ein gutes Thema?
BRAUNER: Ich persönlich halte es für ein wichtiges Thema.
SPIEGEL: Glauben Sie, es würde keine Prämie bekommen wegen seines Themas oder wegen der Art, in der das Thema dann gestaltet worden ist?
BRAUNER: Ich glaube, schon wegen des Themas.
SPIEGEL: Würden Sie denn eine Prämie erhoffen für Ihren nächsten Film "Die unsichtbaren Krallen des Dr. Mabuse"?
BRAUNER: Ja.
SPIEGEL: Und "Der Fall Maria Rohrbach"?
BRAUNER: Auch. Auf jeden Fall. Wir nehmen keinen Film so ernst in diesem Jahr wie gerade den Film ""Maria. Rohrbach". Wir haben hier gestern Stunden verbracht, um jeden Satz aus dem Urteil zu prüfen zu dem Zweck und mit der Absicht, den Prozeß genauestens darzustellen. Wir wollen in diesem Film den Ablauf des tatsächlichen Geschehens so klar darstellen, wie es vielleicht noch nie in der letzten Zeit in einem Film geschehen ist. Und ich glaube an einen Erfolg, und zwar nicht nur kommerziell.
SPIEGEL: Sie glauben, die Bonner Prämienkommission, die über die Vergabe der Gelder entscheidet und ja wohl aus sieben Herren bestehen soll, würde sich einem solchen Film nicht verschließen?
BRAUNER: Keinesfalls. Es kommt ja auf die Darstellung, auf die Regie, auf die Durchführung des Films an.
SPIEGEL: Sie wissen ja, welche Bedenken man schon gegen diesen neuen Prämienplan angemeldet hat. So schrieb zum Beispiel die Zeitschrift "Filmkritik": "Die Filmindustrie wird künftig darauf achten, daß nicht allzuviel nackte Mädchen in ihren Filmen vorkommen, daß die Bonner Politik nicht verhöhnt wird und die Kirchen nicht beleidigt werden - und dann kann ja nichts passieren!" Mit anderen Worten: Eine solche Prämienerteilung kann vielleicht ein gewisses Mittelmaß an Niveau fördern, aber das Außerordentliche, was den französischen neueren Film, was den italienischen neueren Film auszeichnet und letzten Endes ihn auch zu dem großen Exporterfolg gemacht hat, das kann nicht durch eine solche Prämienförderung erreicht werden. Der Mut zum Wagnis auch in künstlerischer Beziehung wird vielleicht nicht mehr da sein.
BRAUNER: Wieso?
SPIEGEL: Man denke an "Außer Atem". Ob wohl ein Produzent hier "Außer Atem" drehen würde, wenn er darauf gefaßt sein müßte, daß hinterher die sieben Herren in Bonn darüber befinden, ob dieser Film 250 000 Mark wert ist oder nicht? Schauen wir uns doch einmal an, wer in dieser Kommission sitzt: Herr Dr. Fürstenau, stellvertretender Vorsitzender des Bewertungsausschusses der Filmbewertungsstelle Wiesbaden, Herr Dr. Vogels, Vertreter der katholischen Elternschaft, und als Vertreter des Auswärtigen Amtes Herr Dr. Rowas, der bis zu seiner Bonner Zeit Filmkritiker des Katholischen Film-Dienstes und Mitarbeiter von Monsignore Koch in der katholischen kirchlichen Hauptstelle für Bild- und Filmarbeit war. Die Herren können natürlich auch nicht aus ihrer Haut heraus ...
BRAUNER: Die Aussichten und Aspekte werden sicherlich verschieden sein. Aber eine Dreiviertelmehrheit genügt ja.
SPIEGEL: Die anderen Herren sind: Dr. Ernst Krüger, Leiter der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft.
BRAUNER: Ein sehr aufgeschlossener Mann.
SPIEGEL: Dann Heinz Beckmann, stellvertretender Vorsitzender des Bewertungsausschusses der Filmbewertungsstelle Wiesbaden, und Regierungsdirektor Dr. Herbert Leitreiter, Bundesministerium für Wirtschaft. Den Vorsitz hat der Leiter der Abteilung für kulturelle Angelegenheiten des Bundes im Bundesministerium des Innern, Ministerialdirektor Hagelberg.
BRAUNER: Wir haben ja nichts zu verlieren, wir dürfen nur hoffen. Und zwar in jeder Hinsicht. Und vertrauen dabei, daß die Auswahl gerecht ausfallen wird.
SPIEGEL: Es steht doch zu befürchten, daß vor diesem Gremium eine Rangelei anheben wird. Jeder Produzent wird sagen: Mein Film verdient die Prämie. Der nächste wird sagen: Meiner hat noch eher Anspruch darauf. Jeder wird sich als Lobbyist betätigen. Aber um ganz konkret zu werden, schauen wir uns einmal die Filme des letzten Produktionsjahres an. Welche davon wären wohl prämienwürdig? Vielleicht der "Faust", dann "Der brave Soldat Schwejk" - von Ihnen. Jugendrichter". "Schulfreund". Vielleicht "Spukschloß im Spessart", obwohl da gewisse Spitzen gegen Bonn hingenommen werden müßten.
BRAUNER: Aber das glaube ich schon, daß man "Spukschloß im Spessart" als prämienwürdig ansehen würde. "Liebling der Götter". "Nacht fiel über Gotenhafen". "Frau Warrens Gewerbe"
- vielleicht...
SPIEGEL: "Heldinnen", weil es etwas von Lessing ist und die Deutschen an ihren Klassikern hängen. "Schachnovelle".
BRAUNER: Das könnte sein.
SPIEGEL: Das "Glas Wasser".
BRAUNER: Ja.
SPIEGEL: "Fastnachtsbeichte". "Gino" und "Die Botschafterin". Da haben wir 14.
BRAUNER: "Die Botschafterin"? Nein, das glaube ich nicht.
SPIEGEL: Gut. Das wäre also eine Liste von 13. Aber da hört es schon auf. Man sieht, man bringt mit Mühe und Not 15 oder 20 Filme zusammen ...
BRAUNER: O nein, wir haben allein neun Filme zur Prämiierung beantragt.
SPIEGEL: Könnten Sie uns die bitte nennen?
BRAUNER: Ja, ich werde sie Ihnen nennen: "Menschen im Hotel", "Liebling der Götter". "Der brave Soldat Schwejk". "Bis daß das Geld euch scheidet".
SPIEGEL: Wirklich?
BRAUNER: Ja. Auch "Die 1000 Augen des Dr. Mabuse".
SPIEGEL: Alle Achtung!
BRAUNER: "Das Riesenrad". "Abschied von den Wolken". "Scheidungsgrund Liebe" und "Via Mala".
SPIEGEL: Wie begründen Sie nun beispielsweise bei den "1000 Augen des Dr. Mabuse" Ihren Antrag? Wie läuft denn das im einzelnen?
BRAUNER: Wir erklären: Wir halten diese Filme für prämienwürdig, wenn ich so sagen darf.
SPIEGEL: Sie müssen es nicht im einzelnen begründen?
BRAUNER: Nein, überhaupt nicht. Wir bitten nur, diese Filme mit aufzunehmen. Diese Kommission fordert die Kopien an, sieht sich die Filme an, und dann wird entschieden.
SPIEGEL: Wieviel Produzenten haben denn jetzt beantragt?
BRAUNER: Sicherlich alle.
SPIEGEL: Diese Kommission muß ja dann zwei Monate lang von morgens bis abends Filme sehen.
BRAUNER: Sie werden wahrscheinlich 60 Filme ansehen müssen, 60 oder 70 Filme, das sind 140 Stunden. Ja, die müssen ungefähr zwei, drei Wochen Filme anschauen.
SPIEGEL: Was uns gegenüber dem Prämienplan ein bißchen skeptisch macht, ist die Tatsache, daß die Prämien von einem Siebenergremium nach eigenem Gusto verteilt werden. Bei den französischen, italienischen und englischen Subventionen hat man einen festen Maßstab, nämlich die Einspielergebnisse. Die Produzenten erfolgreicher Filme bekommen danach prozentual ihre Subvention, damit sie wieder neue Filme drehen können. Hier dagegen muß man doch üble Beeinflussungsversuche und Auseinandersetzungen befürchten. Also, wenn schon Subventionen - dann lieber so wie in Italien.
BRAUNER: Die Subventionen werden jetzt in diesen Ländern sukzessive abgeschafft.
SPIEGEL: Und hier werden sie eingeführt!
BRAUNER: Nein, nur Prämien. Ich glaube, daß man in Frankreich und in Italien auch dazu übergehen wird, ein Prämiensystem einzuführen.
SPIEGEL: Sie halten dieses Prämiensystem für besser als die prozentuale, am Einspielergebnis bemessene Subvention?
BRAUNER: Ja, ich halte es für besser.
SPIEGEL: Warum?
BRAUNER: Es wird die Produzenten und auch die Verleiher anspornen, niveauvollere Themen zu suchen, weil wir ja dann genau wissen würden, daß wir dafür prämiiert werden. Nehmen wir ein Beispiel: Wir haben ein Thema "Das Genie und die Göttin" von Aldous Huxley. Wir sehen zwar eine sehr gute Besetzung vor: Gustaf Gründgens, Maria Schell, Hansjörg Felmy; aber gerade weil es ein sehr niveauvoller, sehr hochgestochener Film ist, würden normalerweise die Verleiher sagen: Um Gottes willen, diesen Film kann man ja gar nicht bringen, die Jugend geht nicht in einen solchen Film. Wenn wir aber wissen, daß wir bei
einem solchen Film 200 000, 250 000 Mark Prämie zu erwarten haben, dann kann ich mir erlauben, oder muß es sogar tun, einen ganz erstklassigen englischen Autor dafür einzusetzen und ihn nicht wie die deutschen Autoren, die zwischen 30 000 und 40 000 Mark verdienen, zu bezahlen. Sondern ich kann und muß ein viel größeres Honorar zahlen, habe aber dann die Chance, diesen Film so zu gestalten, daß ich hier die Prämie bekomme, und er außerdem noch ein großes Geschäft im Ausland wird. Vielleicht ist es falsch, nur 50 Filme zu prämiieren, vielleicht sollten alle Filme prämiiert werden, ausgenommen die sittenwidrigen.
SPIEGEL: Alle Filme? Wieviel Filme werden denn in dieser Saison gedreht?
BRAUNER: Ich glaube, daß in diesem Jahr 75 bis 80 Filme hergestellt werden sollen.
SPIEGEL: Stimmt es, daß ein großer Teil dieser geplanten Filme noch nicht fest finanziert ist?
BRAUNER: Ja, ein Teil ist nicht finanziert, und zwar nicht von den ganz großen Verleihern, deren Wechsel gut sind und die man also leicht finanzieren kann, sondern von den mittleren und kleinen Verleihern. Diese Wechsel kann man nicht unterbringen. Deshalb werden statt der 100 angekündigten Filme nur 80 gedreht werden.
SPIEGEL: Also findet jetzt schon eine
wirtschaftliche Auslese statt?
BRAUNER: Ja, absolut. Aber 75 Filme - das ist zu wenig. In Italien drehen sie in diesem Jahr 180 Filme.
SPIEGEL: Das ist ja ein Rekord.
BRAUNER: Ja. In Frankreich zirka 130. England dreht auch etwa 125. Alle Produktionen drehen mehr und mehr. Nur wir hier müssen reduzieren.
SPIEGEL: Liegt das nun nur daran, daß man im Ausland Subventionen hat?
BRAUNER: Ja, absolut. Die sagen sich nämlich: Wenn ein Produzent fähig ist, gute Filme zu machen, dann müssen wir ihn auch unterstützen, weil er dann der richtige ist, damit er weiter dreht und sich entwickelt und dadurch ...
SPIEGEL: Das sagten wir ja vorhin. Außerdem werden Sie zugeben, daß es natürlich in Ländern wie Frankreich und Italien angesichts der dort schon vielfach abgelegten Talentproben viel leichter für den Staat ist zu subventionieren und daß das auch der Öffentlichkeit sinnvoller erscheint. Die haben ja schon etwas vorgewiesen und haben nie eine solche Flaute gehabt wie im deutschen Film. Billy Wilder - der ja in den letzten Jahren einen Erfolgsfilm nach dem anderen gedreht hat, zum Beispiel "Sunset Boulevard", "Ariane - Liebe am Nachmittag", "Manche mögens heiß", "Das Appartement" - sagte vor kurzem: "Die deutsche Filmindustrie stirbt, weil ihre Erzeugnisse schlecht sind. Sie liegt in ihrer Entwicklung 16 Jahre zurück." Was sagen Sie dazu?
BRAUNER: Billy Wilder war bei mir zu Hause hier, ich habe mit ihm darüber gesprochen. Er war hier mit seinem erfolgreichen Autor Diamond. Das ist ein junger Mann von vielleicht 32 oder 33 Jahren. Ich fragte den Billy Wilder: "Sagen Sie mir, wo haben Sie den herausgefischt? Ich habe gar nicht soviel Glück, um so einen Autor zu finden." "Oh", sagte er, "wissen Sie, in Amerika gibt es eine Akademie für Autoren, und da bin ich einmal hingegangen, da habe ich mir den einen und den anderen ausgesucht, und so habe ich diesen Diamond gefunden." Da haben Sie es. Der ging dahin, hat einfach gelernt, wie man Autor wird.
SPIEGEL: Kann die Filmindustrie hier nicht auch eine solche Autorenschule gründen? Das wäre besser, als auf Kosten der Steuerzahler um Prämien anzustehen.
BRAUNER: Aus welchen Mitteln bitte? Dort tut es auch nicht die Filmindustrie; dort tut es der Staat. Auf der Universität, ich glaube, -in Los Angeles, gibt es eine Fakultät für Drehbuchautoren. Wir haben eben nicht genug erstklassige Drehbuchautoren, wir haben nicht genug junge Dramatiker, vielleicht ausgenommen Manfred Gregor und Michael Mansfeld, deren Stoffe ich kenne. Aber sonst muß ich ehrlich sagen, ich verfolge ja nun alles, was erscheint, wir holen sogar die Bürstenabzüge der Neuerscheinungen, wir machen alles Wahnsinnige, was man in diesem Beruf machen kann, und wir stoßen immer auf eine Leere, auf ein Nichts. Rund zwölftausend Stoffe sind im Laufe der fünfzehn Jahre unserer Existenz von uns geprüft und nicht mal zehn für gut befunden worden. Die entstandenen Kosten beliefen sich auf zirka 600 000 Mark.
SPIEGEL: Na schön, aber kann nun durch Subventionen oder Prämien der künstlerische Einfall, die künstlerische Idee oder das künstlerische Temperament geweckt werden? Das ist doch letzten Endes, wie sich auch in Frankreich und Italien gezeigt hat, nicht durch Subventionen zu schaffen.
BRAUNER: Doch. Ich bin überzeugt davon, daß durch diese Prämiierungen, die im Grunde schon zu spät kommen - die hätten vor zirka eineinhalb Jahren kommen müssen -, sehr viele Produzenten und Verleiher sich umstellen. Und wir werden auch alles tun, um jetzt zu versuchen, daß ich zuerst ein Team bilde von jungen Autoren und Regisseuren. Und ich werde dann ein erfolgversprechendes, in erster Linie künstlerisches, wagemutiges Thema, wenn es gestaltet ist und perfekt vorliegt, ins Atelier schicken, ohne mich darum zu kümmern, ob der Verleih die Garantie gibt oder nicht.
SPIEGEL: Wieviel riskieren Sie dann?
BRAUNER: Wenn diese Filme mit 600 000 oder 650 000 Mark zu gestalten sind - in der Hinsicht sollen wir nicht teurer sein als in Frankreich - und ich 200 000 Mark Prämie erwarten kann, werde ich diese restlichen 400 000 Mark riskieren. Soviel riskiere ich dann nicht einmal, einiges muß ja der Film einspielen, ich riskiere also die Spanne etwa zwischen 100 000 oder 300 000 Mark. Wird es das erste Mal gelingen, wird ein zweites Mal versucht. So kann eine junge Generation vielleicht eingespannt werden, um der Filmproduktion neue Impulse und Ideen zu geben.
SPIEGEL: Nun ist der Sinn von Subventionen doch nicht der, auf Lebenszeit eine krank darniederliegende Industrie zu alimentieren oder etwa ihr Almosen zu geben, die die Not lindern, sondern der Sinn ist ja wohl, Abhilfe zu schaffen und sie aus dieser Misere herauszuführen, so daß sie sich dann wieder selbst helfen kann. Glauben Sie, daß Subventionen zu einer wirklichen Gesundung der deutschen Filmindustrie führen werden? Vielleicht wäre es besser, die Dinge ihrer freiwirtschaftlichen Logik folgen zu lassen? - BRAUNER: Dann kommt es zu einer Katastrophe.
SPIEGEL: Katastrophe - für wen?
BRAUNER: Für die gesamte Filmindustrie. Und Sie glauben doch nicht, daß die Öffentlichkeit zulassen wird, daß der Film überhaupt ausstirbt, ich meine den deutschen Film, so etwas gab's ja noch nie, nirgends.
SPIEGEL: Also ohne staatliche Hilfe geht die ganze Industrie in diesem Jahr oder spätestens im nächsten bankrott?
BRAUNER: Ja. Ob die ganze Industrie oder nur die Hälfte oder Dreiviertel, das kann ich Ihnen nicht sagen, aber es gibt ein Chaos, weil die Wechsel, die Verpflichtungen nicht mehr eingelöst werden können.
SPIEGEL: Nun heißt es, dieses Prämiensystem sei nur eine erste Maßnahme, es werde in Bankkreisen schon von weiteren Stützungsmaßnahmen gesprochen, die folgen müßten, damit die Filmindustrie einer Gesundung zugeführt werden könnte. Was für Maßnahmen müßten das sein, wenn man davon ausgeht, daß das Prämiensystem nicht die endgültige Lösung wäre?
BRAUNER: Ich glaube, daß man vielleicht nach ein oder zwei Jahren sagen könnte, ob das Prämiensystem erfolgreich war oder ob man andere Maßnahmen ergreifen soll, die koordiniert werden müßten mit den Nachbarländern Frankreich, Italien und England.
SPIEGEL: Hat die Filmindustrie konkrete Vorstellungen, wie solche Maßnahmen aussehen könnten?
BRAUNER: Nein, vorläufig nicht, weil, wie gesagt, die Nachbarländer im Rahmen der EWG ihre Subvention auch sukzessive abbauen wollen. Nach ein oder zwei Jahren kann eine gemischte Kommission Vorschläge unterbreiten, welche Mittel eingesetzt werden müssen, um in ganz Europa für die Filmindustrie eine einheitliche Basis zu schaffen.
SPIEGEL: Sie meinen, daß die Filmindustrie hier solange alimentiert wird, bis ein gemeinsames...
BRAUNER: ... bis dann vielleicht ein gemeinsames Prämiensystem in allen EWG-Ländern geschaffen wird. Das wäre meiner Meinung nach das richtige Ziel.
SPIEGEL: Auf ähnliche Weise sollen ja auch die Agrarsubventionen, die Eiergelder und Milchpfennige, in den EWG-Ländern einander angeglichen werden. Also die Bauern und die Filmproduzenten, die müssen sich noch in der EWG zusammenraufen?
BRAUNER: Etwas Gemeinsames haben sie schon, die Bauern und die Produzenten: Beide produzieren und beliefern den Massenverbraucher. Wobei die Qualität eines dänischen Eies dem Bauern genau so viele Sorgen bereitet wie die Brillanz und Spritzigkeit eines französischen Autors dem deutschen Produzenten.
SPIEGEL: Herr Brauner, wir danken Ihnen für dieses Gespräch,
Brauner (M.) beim SPIEGEL-Gespräch in seiner Villa in Berlin-Grunewald*
"Ach, Sie sind
nur Produzent und gar nicht von der Prämien-Kommission ...?"
Jagd auf
prämienreife Stoffe ...
Brauner-Film "Die 1000 Augen des Dr. Mabuse"*: Repräsentiert Deutschland?
Die Schlange
am Bundesbusen
Deutscher Film
auf neuer Welle
Brauner-Film "Der brave Soldat Schwejk": Zahlt Bonn ...
Ufa-Lustspiel "Willy, der Privatdetektiv"*
... 200 000 Mark Zuschuß?
* Mit SPIEGEL-Redakteuren Johannes K. Engel (l.) und Rolf Becker.
* Gert Fröbe, Wolfgang Preiss.
* Franz Schneider, Willy Millowitsch.

DER SPIEGEL 45/1961
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