15.11.1961

NEU IN DEUTSCHLANDRomain Gary: „Erste Liebe - letzte Liebe“.

Der ehemalige französische
Generalkonsul in Los Angeles und gegenwärtige Staatsminister, der Exkampfflieger, Ritter der Ehrenlegion und mit dem Prix Goncourt geschmückte Romancier ("Die Wurzeln des Himmels") legt in dieser irreführend "Roman" genannten Selbstbiographie dar, weshalb er es so außerordentlich weit gebracht hat: Seine Mutter, emigrierte Russin, erfolglose Bühnenkünstlerin und sitzengelassene Gattin, hatte alle Hoffnungen auf ihn, ihr einziges Kind, gesetzt und schon den Vorschüler zum Weltruhm, welcher Art auch immer, angespornt. Gary beschreibt die zähe, unerschrockene, taktlose und erregbare Mutter zugleich mit Hingabe und Abstand, mit privatem Pathos und dem Blick für das Groteske. Das achtenswerte Streben, auch der eigenen Person ironisch beizukommen, schützt mehr den Damenkenner Gary, weniger den Ehrenmann und Kriegshelden vor schlichter Prahlerei. (R. Piper Verlag, München; 400 Seiten; 18,50 Mark.)

DER SPIEGEL 47/1961
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NEU IN DEUTSCHLAND:
Romain Gary: „Erste Liebe - letzte Liebe“.

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