25.01.1971

DIESE WOCHE IM FERNSEHEN

Montag, 25. Januar
20.15 Uhr. ARD. Report (Farbe). Leitung: Dieter Göbel. Das Magazin beschäftigt sich unter anderem mit der innerparteilichen Situation der CDU vor dem Düsseldorfer Parteitag und mit der Ausweisung Rudi Dutschkes aus Großbritannien. Außerdem werden die Thesen des Philosophen Carl Friedrich Freiherr von Weizsäcker über einen möglichen Weltkrieg publiziert.
21.00 Uhr. ARD. Clarke-Boland-Band (Farbe). TV-Mitschnitt von einem Konzert der Bigband während der Berliner Jazztage 1970. Das Orchester wird von dem belgischen Arrangeur und Pianisten Francis Boland und dem in Frankreich lebenden Schlagzeuger Kenny Clarke geleitet.
21.00 Uhr. ZDF. Das siebente Jahr. In dem Defa-Spielfilm (1968) zeigt DDR-Regisseur Frank Vogel die alltäglichen Spannungen in einer Ehe, die sich aus der Berufstätigkeit der Frau, einer jungen Herzchirurgin, ergeben.
21.45 Uhr. ARD. Titel, Thesen, Temperamente (Farbe). In der Sendung wird untersucht, nach welchen Qualitätsmaßstäben die Kritiker Happenings und Kunst-Aktionen beurteilen. Geplant sind weiter: ein Gespräch mit Peter Handke über neue deutsche Theaterstücke und ein Beitrag über die Comic-Serie "Peanuts".
22.50 Uhr. ARD. Verziert die Peitschen nicht mit Veilchen. In der Reihe "Ost und West" analysiert die WDR-Autorin Edith Scholz die "Kunst der Stalinzeit" (siehe Seite 126).
Dienstag, 26. Januar
21.00 Uhr. ARD. Der plötzliche Reichtum der armen Leute von Kombach. Der Spielfilm (1970) von Volker Schlöndorff über einen Postraub hessischer Bauern im Jahre 1821 wird nach dieser TV-Uraufführung auch in den Kinos vorgeführt (siehe Seite 128).
22.30 Uhr. ZDF. Othon (Farbe). In der artifiziell verfremdeten Kino-Version (1969) eines klassischen, Corneille-Dramas schildert der in Rom lebende Regisseur Jean-Marie Straub die Macht-Intrigen eines römischen Prätors" der nach einem Militärputsch zum Imperator proklamiert wird (SPIEGEL 42/1970). Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
23.00 Uhr. ARD. Die Verabredung mit der Wirklichkeit. Porträt des Hamburger Schriftstellers ("Deutschstunde") Siegfried Lenz von Michael Ballhaus (SPIEGEL 4/1971).
Mittwoch, 27. Januar
20.15 Uhr. ARD. Reform (Farbe). Im Mai will der DGB (6,5 Millionen Mitglieder) über eine organisatorische Reform der Gewerkschaften beraten. Der Report (Titel: Kommt ja nicht mit 10% nach Haus!) eines Frankfurter Film-Kollektivs dokumentiert das Unbehagen der Arbeiter über die gegenwärtige Funktionärs-Herrschaft im DGB.
21.00 Uhr. ZDF. Dreißig Silberlinge. Fernsehspiel des britischen TV-Autors Leo Lehmann über eine Londoner Aufwartefrau" die sich weigert, für ihren in einem deutschen KZ ermordeten Mann Wiedergutmachung zu fordern. 21.00 Uhr. WDR (III). Faßbinder produziert: Film Nr. 8. Michael Ballhaus, Dozent der Berliner Filmakademie" beobachtete den Münchener Regisseur bei den Dreharbeiten au ·dem Spielfilm "Der amerikanische Soldat".
21.05 Uhr. NDR, RS, SFB (III). Zwei Mädchen. Filmbericht von Adolf Ballmann und Sigrun Koeppe über körperbehinderte Kinder.
Donnerstag, 28. Januar
10.00 Uhr. ARD/ZDF. Zur Lage der Nation. Bericht des Bundeskanzlers und Debatte des Bundestags.
22.00 Uhr. ZDF. Journalisten fragen -- Politiker antworten. Helmut Schmidt (SPD), Walter Scheel (FDP), Gerhard Schröder (CDU) und Franz Josef Strauß (CSU) werden zu den Ergebnissen des CDU-Parteitags und zum Stand der Ostpolitik nach der Bundestagsdebatte über die Lage der Nation befragt. Leitung: Reinhard Appel.
Freitag, 29. Januar
9.00 Uhr. ZDF. 10.00 Uhr. ARD. Zur Lage der Nation. Fortsetzung der Debatte über die Erklärung des Bundeskanzlers.
20.15 Uhr. ARD. Zeit der Ratlosen (Farbe). In seinem Feature dokumentiert der Münchner Regisseur Nick Wagner den Lebensstil einer 23jährigen" "die sich aus Abneigung gegen ·die bürgerlichen Leistungszwänge in den Untergrund zuruckgezogen hat.
21.50 Uhr. BR (lII). Die Macht des Bösen. In seinem Kino-Erstling (1948) attackiert der amerikanische Regisseur Abraham Polonsky "Korruption und politisches Gangstertum in den USA. Originalfassung mit Untertiteln.
22.40 Uhr. ZDF. Heute im Parlament. Ausschnitte aus der Bundestagsdebatte über die "Lage der Nation".
Samstag, 30. Januar
20.15 Uhr. ZDF. Ganoven rechnen ab. Französischer Spielfilm (1965) über einen Bankräuber, der sich an seinen Komplicen rächt. Regie: Pierre Granier-Deferre.
20.15 Uhr. BR (III). Unterwelt. Josef von Sternbergs amerikanischer Spielfilm (1927) -- eine melodramatische Verbrecherjagd -- gilt als der erste Gangsterfilm der Kino-Geschichte. Originalfassung mit Untertiteln.
20.15 Uhr. SR, SDR, SWF (III). Die Passagierin. Der polnische Spielfilm (1961) von Andrzej Munk beschreibt die Schuldgefühle und Erinnerungen einer ehemaligen deutschen KZ-Aufseherin.
Sonntag, 31. Januar
16.45 Uhr. ARD. Liebling, ich werde jünger. In der skurrilen amerikanischen Spielfilm-Komödie (1952) spielt Cary Grant einen Chemiker, der sich und seine Frau (Ginger Rogers) mit Hilfe einer Mixtur ·um Jahrzehnte verjüngt. Regie: Howard Hawks.
20.15 Uhr. ARD. Solange Gras wächst und Wasser fließt ... (Farbe). Von den 700 000 US-Indianern (Lebenserwartung: 44 Jahre) sind 40 Prozent arbeitslos. Die Selbstmordziffer in den Reservaten ist um ein Vielfaches höher als die der Großstädte. Edmund Wolf analysiert in seinem Filmbericht die "Korruption des amerikanischen Geistes" und die Schuld der weißen US-Bürger an der Verelendung der Indianer. 20.15 Uhr. NDR, RB, SFB (III). Cover-Girl. Rita Hayworth spielt in dem amerikanischen Musical-Film (1944) von Charles Vidor eine Nachtlokal-Tänzerin, der eine große Revue-Karriere bevorsteht. Originalfassung mit Untertiteln. 21.15 Uhr. ARD. Apollo 14. Wenn das amerikanische Raumschiff planmäßig zum Mond startet, wird eine Übertragung aus Houston gesendet.

DER SPIEGEL 5/1971
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