04.12.1948

Friedrich Stahl

Friedrich Stahl, der Besitzer des Stuttgarter Modegeschäfts, dem bei den Demonstrationen am 28. Oktober die Schaufenster eingeschlagen wurden, erlebte zwei neue Pannen. Als Stahl vor dem Militärgericht den Jugendlichen wiederzuerkennen glaubte, der "die Menge durch hetzerische Rufe aufputschte", gegen sein Geschäft vorzugehen, stellte sich heraus, daß der Junge im Gerichtssaal einen schweren Sprachfehler hat und nicht ein Wort ohne Stottern hervorbringen kann. Außerdem verurteilte der Schnellrichter Stahl zu 3000 DM Strafe wegen Verkaufs von Wollstoffen und Strümpfen zu überhöhten Preisen.

DER SPIEGEL 49/1948
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