22.08.1962

PREISEKurven des Geschmacks

Das untere Limit betrug eine Million Dollar, und die Konkurrenten überboten sich gegenseitig jeweils um einhunderttausend.
Vier Minuten später war alles erledigt. In den eleganten Räumen der New Yorker Parke-Bernet Gallerles hatte sich der Vertreter des New Yorker Metropolitan Museum gegen alle Konkurrenten durchgesetzt. Er erhielt Rembrandts Gemälde "Aristoteles betrachtet die Büste Homers", das dessen Vorbesitzer 1936 für 590 000 Dollar erworben hatte, vergangenen November beim Gebot von 2 300 000 Dollar (9,2 Millionen Mark) zugeschlagen - für die nominell höchste Summe, die jemals für ein Gemälde gezahlt worden ist.
Dennoch ist Rembrandts "Aristoteles" keineswegs das teuerste Gemälde der Welt - jedenfalls nicht, sofern außer dem Nominalwert des Geldes auch dessen Kaufkraft berücksichtigt wird. Den höchsten Geldwert erreichte vielmehr, bisher ungeschlagen, die nach einem ihrer früheren Besitzer benannte "Benois-Madonna" Leonardo da Vincis, für die Nikolaus II., letzter Zar aller Reußen, im Jahre 1914 310 400 Pfund Sterling, damals rund 6,3 Millionen Mark, erlegte. Gemessen an seiner Kaufkraft entspricht dieser Betrag heute ungefähr 20,8 Millionen Mark.
Diese Rechnung hat unlängst der Engländer Gerald Roberts Reitlinger in einem Buch aufgestellt, dessen deutscher
Titel "Die Preise des Geschmacks" lauten könnte*. Der 62jährige Maler und Autor kunst- und zeitgeschichtlicher Bücher - "Die Endlösung" galt im Eichmann-Prozeß bei Anklage wie Verteidigung als eine Art Quellenwerk - hat die Preise katalogisiert, die zwischen 1760 und 1960 für Malwerke gezahlt worden sind, und er hat eine Art Börsenkurve des Auf und Ab künstlerischer Reputation entworfen.
Überraschendes Resultat der Untersuchung: Entgegen landläufiger Meinung sind die gegenwärtig gezahlten Preise für Werke der bildenden Kunst nicht die höchsten, die je gezahlt worden sind. Und: Sehr viele Maler, deren Werke einst die Höchstpreise ihrer Zeit erreichten, sind heute sehr billig geworden. Reitlinger: "Die Geschichte des Geschmacks ist sehr oft eine Geschichte des schlechten Geschmacks."
Um annähernd brauchbare Ziffern zu bekommen, mittels deren sich die über einen Zeitraum von zweihundert Jahren in vielen Ländern der Welt gezahlten Preise miteinander vergleichen lassen, hat Reitlinger alle Preise, die nach seinen Ermittlungen zwischen 1760 und 1960 für Bilder gezahlt worden sind, zunächst in englische Pfund umgerechnet und nach einem komplizierten Schlüssel die gegenwärtige Kaufkraft dieser Beträge ebenfalls in Pfund Sterling festzustellen versucht".
Der Problematik dieser Umrechnungen ist sich Reitlinger durchaus bewußt; die Ergebnisse können nur zu Annäherungswerten führen. Aber auch ohne daß diese Umrechnungen oder bevor sie angestellt werden, zeigt Reitlingers Kunstpreis-Liste aus zwei Jahrhunderten oft überraschende Resultate. Zum Beispiel galt als feststehend, daß, allgemein gesehen, die Bilder der französischen Impressionisten (wie Renoir, Monet, Degas) und Nach-Impressionisten (wie Cézanne, Signac, Seurat) auf dem internationalen Kunstmarkt am höchsten bewertet worden seien. In Wirklichkeit, so weist Reitlinger nach, haben die Bilder englischer Meister des achtzehnten Jahrhunderts wie Gainsborough weit höhere Preise erzielt.
"Die Zahl der Bilder dieser Schule, die schließlich zu Preisen zwischen 70 000 und 100 000 Pfund ihren Eigentümer wechselten, wird wahrscheinlich niemals bekanntwerden", erläutert Reitlinger. "Sicher waren es über zwanzig, und mehr als die Hälfte wurde in den Jahren 1919 und 1927 verkauft. Ein 70 000 -Pfund-Gemälde der zwanziger Jahre entspricht heute zumindest einem 250 000 -Pfund-Bild."
Und: "Keine andere Schule hat jemals derartige Preise erreicht, auch nicht in der Nachkriegszeit. Seit den vierziger Jahren haben (bis 1960) nur zwei Bilder bei Versteigerungen mehr als 200 000 Pfund (damals 2 352 000 Mark) erzielt."
Reitlinger nennt als Ursachen für den Wandel der finanziellen Bewertung von Gemälden unter anderem Kriegsfolgen, Veränderungen des geltenden, Geschmacks, Modeströmungen, die Erschließung neuer Märkte - zum Beispiel in den Vereinigten Staaten -, wirtschaftspolitische Maßnahmen, die Schwankungen der internationalen Währungsparitäten und Zufälle.
Daß englische Meister des achtzehnten Jahrhunderts wie Gainsborough (1727 bis 1788) später so hohe Preise erzielten, führt Reitlinger zum Beispiel auf den Geschmack der Bankiersfamilie Rothschild zurück. Gainsborough, der zu Lebzeiten für ein Porträt Honorare bis zu 160 Pfund bekommen hatte, war nach seinem Tode geringer bewertet worden; sein "Blauer Knabe" wurde im Jahre 1796 für 36 Pfund 15 Shilling verkauft.
Als die Rothschilds seine Bilder und die seiner Zeitgenossen zu sammeln begannen, stieg sein Verkaufswert rapide an, und ihren einstweiligen Höhepunkt erreichte diese Entwicklung im zwanzigsten Jahrhundert, als es dem Kunsthändler Joseph Duveen (später Lord Millbank) gelungen war, amerikanische Millionäre, allen voran Henry C. Frick und Henry Huntington, für die englische Porträtkunst des achtzehnten Jahrhunderts zu interessieren.
Der Rekord wurde erreicht, als Huntington 1921 den "Blauen Knaben" für 148 000 Pfund erwarb, für einen Preis, der nach Reitlingers Berechnung heute dem Gegenwert von sechs Millionen Mark entspricht.
Duveen heizte das Interesse der Amerikaner an den englischen Meistern des achtzehnten Jahrhunderts mit derartigem Geschick an, daß nicht nur Gainsborough, sondern - auch Maler zweiten und dritten Ranges Phantasiepreise erzielten. So wurden für ein Damenbildnis des recht konventionellen John Hoppner, "Lady Waldegrave", das es noch 1881 nur auf 24 Pfund 3 Shilling gebracht hatte, schon 1906 6300 Pfund gezahlt, und im Jahre 1914 kletterte Hoppners "Mädchen mit dem Tamburin" auf die für jene Zeit sensationelle Summe von damaligen 72 300 Pfund.
Eine Reaktion gegen die Überbewertung dieser Schule setzte in den dreißiger Jahren ein: Eine Küstenlandschaft Gainsboroughs kostete 1942 nur noch 798 Pfund: Später freilich erlebte dieser Meister ein Comeback: Die Londoner Nationalgalerie erwarb 1960 eines seiner
frühen Werke, "Mr. und Mrs. Andrews im Park", für 130 000 Pfund, also etwa 1 500 000 Mark. Hoppners "Mädchen mit dem Tamburin", das 1914 an damaligem Geld 72 300 Pfund gebracht hatte, wurde 1944 für 2500 Pfund abgegeben, der Kaufkraft nach kaum zwei Prozent des Preises von vor dreißig Jahren.
In vielen Fällen sind das erwachende öffentliche Interesse an kunst- und kulturhistorischen Dokumenten und, dem zuliebe, die Installierung öffentlicher Museen und Sammlungen für die Aufwärtsentwicklung der Preise verantwortlich: Bilder bedeutender Maler, die von öffentlichen Kunstsammlungen angekauft werden, sind in der Regel ein für allemal dem Markt entzogen, so daß im Laufe der Jahrhunderte das Angebot von Werken berühmter Künstler immer knapper, deren Kurswert entsprechend immer höher wird.
Das womöglich eklatanteste Beispiel dafür ist der mehrteilige sogenannte Genter Altar der Brüder Jan und Hubert van Eyck, ein Hauptwerk der flämischen Schule des fünfzehnten Jahrhunderts. Er wurde 1815 von der Genter Diözese für 240 Pfund verpfändet; 1821 bezahlte ein englischer Sammler einem holländischen Kunsthändler für den Altar 4000 Pfund und verkaufte die Kostbarkeit, da der englische Staat kein Interesse zeigte, kurz darauf für damals 16 000 Pfund an das preußische Königshaus.
Der Flügelaltar wurde danach als kunsthistorische Rarität von so extraordinärem Rang erkannt, daß er 1919 zu einem Punkt des Versailler Vertrages avancierte: Er mußte entschädigungslos an Belgien ausgeliefert werden. 1934, nachdem zeitweilig ein Teilstück durch Diebstahl abhanden gekommen war, ist der Altar als Kunstgegenstand im Werte von fünfzehn Millionen Mark versichert worden.
Den Enthusiasmus englischer Sammler des achtzehnten Jahrhunderts für Bilder des französischen Landschaftsmalers Claude Lorrain (1600 bis 1682) erklärt Reitlinger damit, daß in einem "Liber veritatis", einem Buch der Wahrheit, Zeichnungen von dessen Bildern reproduziert wurden, so daß Lorrain-Fälschungen zumindest außerordentlich erschwert sind. Außerdem hatten Lorrains Bilder fast alle ungefähr gleiches Format. Reitlinger: "Es war, als ob man ein Rennpferd aus einem Zuchtbuch kaufte. Man baute seinen Saal entsprechend und wartete, bis der Platz über dem Kamin gefüllt werden konnte."
Ergebnis: Zwei Lorrain-Landschaften aus dem Besitz des blinden italienischen Prinzen Altieri erzielten 1808 zusammen den zu dieser Zeit fast beispiellosen Preis von 12 600 Pfund. Einen höheren hatte bis dahin offenbar nur Kurfürst Friedrich August II. von Sachsen für Raffaels "Sixtinische Madonna" angelegt: Er bezahlte 20 000 Dukaten.
Zwischen 1890 und 1944 erzielten nur noch wenige Lorrains tausend Pfund; 1908 wurde eine seiner Landschaften für 630 Pfund verkauft. Erst 1940 wurden für die zwei Altieri-Bilder wieder 2625 Pfund angelegt - der Kaufkraft nach freilich nur etwa sechs Prozent des über hundert Jahre früher gezahlten Preises. Sogar die 47 000 Pfund (552 720 Mark), die im Jahre 1960 von der Schottischen Nationalgalerie für ein Claude-Lorrain -Bild erlegt werden mußten, entsprachen der Kaufkraft nach noch nicht
wieder dem 1808 für ein Altieri-Bild gezahlten Wert.
Die Bilder von Peter Paul Rubens (l577 bis 1640), die im Frankreich des achtzehnten Jahrhunderts hohe Kurse erzielten, wurden Ende des neunzehnten Jahrhunderts weit geringer bewertet, laut Reitlinger, weil "der puritanische Geschmack amerikanischer Millionäre gegen Massen von Fleisch" war. Resultat: "Während heute ein sehr banales Altargemälde von Rubens in offenem Wettbewerb 275 000 Pfund (damals 3 234 000 Mark) erzielt ("Anbetung der Könige", 1959), waren von 1885 bis 1935 für ein Rubens-Bild sehr selten, sogar bei Ankauf durch den Staat, auch nur 10 000 Pfund einzubringen."
Das Kaiser-Friedrich-Museum in Berlin und das Metropolitan Museum in New York, deren Bestände im neunzehnten Jahrhundert aufgebaut wurden, verdanken es laut Reitlinger in erster Linie der Aufhebung der englischen Getreidezölle vom Jahre 1846 an, daß sie einen großen Teil ihrer Schätze in England erwerben konnten.
Peels berühmter Regierungsakt trieb nämlich in den nächsten Jahrzehnten die Getreidepreise derart herunter, daß viele englische Adlige in finanzielle Schwierigkeiten gerieten, weil sie ihre Einkünfte aus der Landwirtschaft einbüßten. Darum wurde 1882 ein Gesetz erlassen, das der Aristokratie gestattete, notfalls auch entgegen den Familienstatuten Kunstwerke zu veräußern. Auf dem englischen Markt aber bestand seinerzeit wenig Interesse für alte Meister: Als ein Rembrandt-Bild 1884 über tausend Pfund erzielte, meinte die "Times", das sei mehr als genug.
Zu den Gemälden, die das Berliner Museum in jenen Jahrzehnten aus englischem Besitz erwarb, gehörten Fra Angelicos "Jüngstes Gericht" (1885: 10 000 Pfund), zwei Rembrandt-Bilder ("Johannes bei der Predigt", 1892: 2625 Pfund; Doppelporträt Claes Anslo und seine Frau, 1894: 9000 Pfund) und 88 Botticelli-Zeichnungen (1882, Preis unbekannt).
Für die gegenwärtig etablierte Kunstauffassung wirkt es als Kuriosum, daß zwei Blumenstücke des heute wenig bekannten Niederländers Huysum im Katalog der englischen Sammlung von Houghton Hall, die 1779 von der Zarin Katharina gekauft wurde, mit 1200 Pfund doppelt so hoch bewertet wurden wie zwei Rembrandts, darunter ein berühmtes "Porträt der Saskia", das heute in der Leningrader Eremitage hängt. Reitlinger: "Kein Zeitalter hat zwischen Geschicklichkeit und Genie zu unterscheiden gewußt."
Botticellis "Geburt Christi", heute ein Glanzstück der Londoner Nationalgalerie, wurde 1837 für 25 Pfund vier Shilling verkauft, Jan van Eycks "Der heilige Franziskus erhält die Stigmata" im Jahre 1828 für acht Pfund. Noch 1885 ist das bedeutende Gemälde "Christus nimmt Abschied von seiner Mutter" des Dürer-Zeitgenossen Albrecht Altdorfer für 23 Pfund drei Shilling abgegeben worden.
Bis 1884 hielt die recht sentimentale "Uribefleckte Empfängnis" des Spaniers Murillo den Weltrekord an Kunstpreisen; sie war 1852 mit 24 600 Pfund bewertet worden. Tizians "Mann mit roter Mütze" brachte dagegen noch 1876 nur 94 Pfund zehn Shilling ein; er wechselte 1915 für 50 000 Pfund, das Fünfhundertfache, den Besitzer. 1890 wurden in Frankreich für die "Schäferin" des, sentimentalen Modemalers Jean -Francois Millet (1814 bis 1875), die heute kaum jemand in seiner Stube aufhängen möchte, sogar 48 000 Pfund bezahlt, das entspricht nach Reitlingers Umrechnungssystem einem heutigen Geldwert von nicht weniger als 3 225 000 Mark, dem höchsten Preis, der bisher für ein neueres Bild bezahlt worden ist.
Renoirs "Frühstück der Ruderer", laut dem Renoir-Biographen Théodore Duret "im Lebenswerk Renoirs durch seine Größe und den kühnen Schwung der Freilichtmalerei eines der wichtigsten Bilder", wurde dagegen 1895 für 300 Pfund verkauft. Im Jahre 1923 erwarb es ein amerikanischer Sammler für mehr als 50 000 Pfund, noch lange bevor sich die heute üblichen Höchstpreise für Werke des französischen Impressionismus etabliert hatten.
Seit einigen Jahrzehnten sind für die Preisbildung auf dem Kunstmarkt vornehmlich öffentliche Museen und amerikanische Sammler die wichtigsten Faktoren, zumal, seit der amerikanische Staat auf indirekte Art den Import europäischer Kunst subventioniert.
Um den Zug europäischer Kunstwerke in die Vereinigten Staaten nicht zum Stillstand kommen zu lassen, haben amerikanische Steuerbehörden nämlich verfügt, daß ein Steuerzahler, der ein Kunstwerk einer öffentlichen Galerie schenkt, es bei Lebzeiten behalten und dessen Wert - nicht etwa nur den Preis
- vom steuerpflichtigen Einkommen absetzen kann.
Den Wert des Bildes aber dürfen die Museen, denen die Dedikation nach dem Tode des Besitzers zufallen wird, festsetzen, und sie verfahren in dieser Sache zugunsten ihrer Gönner oft großzügig.
Solche Vergünstigungen bilden, laut Reitlinger, "die Hauptquelle des Sekt - und Fernsehvergnügens im zeitgenössischen Auktionssaal".
* Gerald Reitlinger: "The Economies of Taste". Barrie and Rockliff, London; 518 Seiten; 42 Shilling.
Ob Beispiele: Für ein Pfund, das zwischen
1780 und 1795 gezahlt worden ist, setzt Reitlinger 12 Pfund heutigen Geldwertes ein; ein Pfund, das zwischen 1921 und 1939 gezahlt worden ist, multipliziert er, um den entsprechenden Pfundwert von 1962 zu errechnen, mit 3,7. Zur Ermittlung des heutigen Geldwertes in Mark muß die gegenwärtige Parität berücksichtigt werden: 1 Pfund - 11,20 Mark.
Versteigerung von Leonardos "Aristoteles" in New York (1961): 9,2 Millionen Mark in vier Minuten
Statistiker Reitflinger
Rekorde aus zweihundert Jahren
Leonordos "Benois-Modonna"
Vom Zaren gekauft
Murillos "Unbefleckte Empfängnis", Gainsboroughs "Blauer Knabe": Von den Rothschilds geschätzt

DER SPIEGEL 34/1962
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