24.04.1963

NEU ERSCHIENENFritz Schenk: „Im Vorzimmer der Diktatur“.

Der heute 33jährige Autor, von 1952 bis 1957 persönlicher Referent des damaligen Chefs der DDR-Plankommission Bruno Leuschner, veröffentlichte 1960, drei Jahre nach seiner Flucht in den Westen, die Dokumentation "Magie der Planwirtschaft". Mit seinem zweiten, autobiographischen Buch will Schenk nun vor allem beschreiben, wie er "zum Funktionär geworden" ist. Sein sachlichinformativer Erlebnisbericht läßt den merkwürdigen Schluß zu, daß Schenks kommunistische Karriere immer dann steil nach oben schnellte, wenn er mit den Partei-Instanzen in Konflikt geraten war. Am Anfang seiner Laufbahn in der Plankommission vertraut ihm ein oppositioneller Freund an: "Wenn mehr Genossen, die wie wir denken, in höchsten Stellen tätig wären, ließe sich bestimmt diese oder jene Maßnahme mildern oder sie würde gar nicht beschlossen." Schenk: "Das leuchtete mir ein." (Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln; 416 Seiten; 16,80 Mark.)

DER SPIEGEL 17/1963
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Fritz Schenk: „Im Vorzimmer der Diktatur“.