08.05.1963

NAHER OSTEN / RÜSTUNG36, 135 und 333

Wo vor Jahrtausenden ein namenloses Heer von Sklaven zum Ruhm der ersten Pharaonen die Pyramiden baute, fertigen heute knapp 500 hochbezahlte deutsche Waffenschmiede die Rüstung für den neuen Pharao der farbigen Welt: Düsenflugzeuge und Raketen für Gamal Abd el-Nasser.
Noch in diesem Jahr soll ein von Deutschen konstruierter Satellit die Erde umkreisen, um Tag und Nacht mit zirpendem Piepsen aus dem Weltenraum zu künden, daß nach den Vereinigten Staaten und der Sowjet-Union nun auch die Macht einer jungen Nation zu den Sternen reicht.
Das Entwicklungsland Ägypten, dem die Bundesrepublik über eine Milliarde Mark Entwicklungskredite zugesagt hat, gab bisher fast zwei Milliarden Mark aus, um diesen Traum zu verwirklichen. Deutsche sind es, die das Wunder am Nil vollbringen sollen: Professoren, die Pistolen tragen, Ingenieure, deren Fernsprechnummern in keinem Telephonbuch verzeichnet sind, und Facharbeiter, die jeden Morgen ihren grau-grünen Lichtbildausweis des ägyptischen Kriegsministeriums vorweisen müssen, ehe sie, von Khaki-Patrouillen mit Maschinen-Pistolen kontrolliert, Einlaß finden in das geheime Rüstungszentrum der Vereinigten Arabischen Republik.
In der Militärfabrik 333, im Kairo -Vorort Heliopolis, nahe dem Wohnsitz Nassers, werden Raketen gebaut.
In den Militärfabriken 36 und 135 bei Heluan, eine halbe Autostunde von Kairo entfernt, fertigen deutsche Spezialisten überschallschnelle Düsenjäger.
Wo einst englische Pensionäre in Schwefelbädern und trockener Wüstenluft Heilung von rheumatischen Beschwerden suchten, ist ein etwa sechs Quadratkilometer großes Areal von einem hohen Drahtzaun umschlossen.
Zwischen den dichten Dattelpalmenhainen des Niltals und den gelblichbraunen Hügeln der arabischen Wüste sind weißgekalkte Werkhallen aus dem Boden gewachsen. Bewaffnete Streifen bewachen das Sperrgebiet.
Wenn die deutschen Waffenschmiede ihre Arbeit erfolgreich abschließen, wird Gamal Abd el-Nasser der mächtigste Mann der farbigen Welt sein und über jene Mittel verfügen, die er zum Vernichtungskrieg gegen Israel braucht.
Israels Außenminister, Frau Golda Meir beschwor in der Knesseth, dem israelischen Parlament, den Bonner Staat: "Die deutsche Regierung kann nicht untätig bleiben, wenn 18 Jahre nach dem Sturz des Hitler-Regimes, das Millionen von Juden vernichtete, wieder einmal Angehörige dieses Volkes für Handlungen verantwortlich sind, die der Zerstörung des Staates Israel dienen."
Blut ist schon heute geflossen, Tote und Verstümmelte blieben auf der Strecke. Aber noch sah die Bundesregierung keine Möglichkeit, gegen die Tätigkeit der deutschen Waffenschmiede am Nil einzuschreiten: "Es wird geprüft, ob sich solche Vorgänge durch weitere gesetzliche oder Verwaltungsmaßnahmen verhindern lassen"
In dem von deutschen Rüstungstechnikern gefüllten Waffenarsenal Nassers befinden sich heute:
- zwei Messerschmitt-Düsenflugzeugtypen (ein Schlachtflugzeug, Typ HA 200, in Serienproduktion, ein Überschalljäger vom Typ HA 300 in der Entwicklung);
- zwei Raketentypen ("El-Kahir" mit einer Reichweite von 560 Kilometern, "El-Safir" mit einer Reichweite von 280 Kilometern).
An ABC-Kampfmitteln - Waffen der atomaren, biologischen und chemischen Kriegführung - arbeitet hingegen kein Deutscher in Ägypten.
Schon 1950 hatten sich erstmals rund hundert als waffen- und kriegskundig geschätzte "Alemani" am Nil angesiedelt. Der deutsche General der Artillerie a.D.Wilhelm Fahrmbacher führte eine 67 Mann starke Gruppe ehemaliger Wehrmachtoffiziere, deren Verträge "ohne amtliche Mitwirkung von Bonn, doch mit Empfehlung des Bundeswirtschaftsministeriums" (Fahrmbacher) abgeschlossen worden waren.
Gleichzeitig begann der ehemalige Generaldirektor der Reichswerke "Hermann Göring", Dr. Wilhelm Voß, mit dem Aufbau einer bescheidenen Rüstungsindustrie in Ägypten. Die Fabriken - für Munition und Handfeuerwaffen - arbeiten noch.
In Kairos nördlichem Vorort Heliopolis schließlich bastelte der deutsche Raketen-Ingenieur Rolf Engel, ehemals SS-Hauptsturmführer und Leiter der SS-Raketenforschungsstätte Großendorf bei Danzig, an einer Miniaturrakete. Der nur anderthalb Meter lange Flugkörper erwies sich als zu wirkungsschwach.
Als England und Rußland, das damals um Nassers Gunst zu werben begann, dem Nil-Herrscher Düsenjäger versprachen, ließen die Ägypter das Engel -Projekt fallen. Dann brach, 1956, das kriegerische Suez-Abenteuer über Nasser herein. England stellte die gerade angelaufene Lieferung von "Vampire" -Jets in Teilen ein, und Moskau konnte keine Ersatzteile für die schon gelieferten, aber unterdessen veralteten Mig-15 -Jäger nachschicken.
Voll ohnmächtigen Zorns angesichts seiner Abhängigkeit von den Großmächten entsann sich Nasser wieder seiner deutschen Freunde.
Die Zeit war günstig. Viele deutsche Experten für Flugzeug- und Raketenbau waren von Zwangsverpflichtungen aus Frankreich, England oder der Sowjet-Union heimgekehrt. Sie bauten Kabinenroller, Nähmaschinen und Pumpen. Auf ihrem Fachgebiet konnten sie in der Bundesrepublik nichts erreichen.
Mit großformatigen Anzeigen in überregionalen bundesdeutschen Blättern lockte Nasser Hitlers Spezialisten. "Flugzeugwerk in Nordafrika sucht Fachkräfte jeder Art", lauteten die ersten Chiffre-Anzeigen.
Wer sich bewarb, bekam Antwort aus Zürich. In der Schweiz, der bevorzugten Drehscheibe für internationale Waffengeschäfte, hatte sich ein Ex-Ägypter etabliert, der für Nasser Wissenschaftler und Rohstoffe einkaufte: der Schweizer Diplomingenieur, Juwelen- und Waffenhändler Hassan Sayed Kamil, 44, Ehemann der unterdessen verunglückten Herzogin zu Mecklenburg.
Kamil hatte zusammen mit dem ägyptischen Kriegsministerium in der Schweiz zwei Tarnfirmen gegründet: die "Mechanical Corporation" (Meco) und die MTP-AG (Maschinen, Turbinen, Pumpen). Die Schweizer Firmen verhießen ihren Vertragspartnern Zahlung in harter Währung und nutzten Nasser bei der Umgehung etwaiger Embargo-Bestimmungen. Kamil hatte Erfolg. Zunächst nahm die Flugzeugfirma Heinkel, Stuttgart-Zuffenhausen, die Entwicklung eines Düsentriebwerks für Nassers Luftwaffe in Angriff.
Nach dem Besuch eines Expertenteams auf dem vorgesehenen Fabrikgelände in Heluan, wo noch die Kisten mit bereits gelieferten Drehbänken für die Fertigung englischer "Vampire"-Jets umherstanden, wurden die Heinkel -Leute dann zwar mit Kairo doch nicht handelseinig. Aber dafür kam Nasser mit einem anderen Veteranen der deutschen Luftrüstung ins Geschäft: mit Professor Willy Messerschmitt.
Flugzeugkonstrukteur Messerschmitt produzierte in Deutschland und Spanien. Das gab er nicht auf. Doch er verkaufte den Ägyptern die Lizenz zum Nachbau seines in Spanien fabrizierten Düsentrainers HA (Hispano Aviacion) 200.
Die zweisitzige Maschine (Geschwindigkeit: 800 Stundenkilometer; Bewaffnung: eine Oerlikon-Kanone) ist als Schlachtflugzeug verwendbar. Messerschmitt hatte sie 1955 auch der Bundeswehr angeboten, die sich aber für die ähnliche Fouga-Magister entschied.
Die Fouga-Magister wurde dann im Lizenzbau bei den Messerschmitt-Werken in Augsburg und München gefertigt. Die gleichen Werke lieferten auch Fertigungsmaschinen für eine Fouga -Magister-Produktion in Israel.
Fouga-Magister wie HA 200 sind mit dem von der französischen Firma Turboméca entwickelten Marboré-Triebwerk ausgerüstet, für das Spanien eine Nachbaulizenz bekam. Turboméca-Chef Szedlovsky zum SPIEGEL: ",Die Marboré -II-Motoren, die in die ägyptischen HA 200 eingebaut werden, sind von Hispano Aviacion ohne unsere Erlaubnis nach Ägypten geliefert worden."
Für den Aufbau der ägyptischen Flugzeugindustrie fand Talentsucher Kamil Anfang 1960 den rechten Mann: Der Österreicher Ferdinand Brandner unterschrieb einen Fünfjahresvertrag mit der VAR-Regierung, der ihn zum Chef der künftigen ägyptischen Flugzeugproduktion machte.
Brandner, 59, konnte damals schon auf einen recht bewegten Lebenslauf zurückblicken. Nach eigener Aussage "ein Idealist und Fanatiker der Technik", laut Sefton Delmer "SS-Oberst", hatte er im Kriege als Konstrukteur bei Junkers mit dem "Jumo 222" den damals stärksten Jagdflugzeugmotor der Welt mitentwickelt.
Nach Kriegsende wurde Brandner in Dessau von den Russen kassiert. Bis
1954 rabotete er mit anderen zwangsverpflichteten deutschen Konstrukteuren in Kuibyschew an der Wolga für die sowjetische Flugzeugindustrie. Ergebnis des Brandner-Fleißes: zwei Turboprop-Motoren, von denen einer, mit 12 000 PS wieder einmal der stäkt der Welt, in die vielgerühmte TU 114 eingebaut wurde.
Nach der Heimkehr konnte Brandner nirgends Fuß fassen: "Ich habe immer Pech gehabt." Bei der Andritzer Maschinenfabrik in Graz mußte er der Konkurrenz weichen, die das Werk aufkaufte. In München wurde er von ehemaligen Kuibyschew-Kollegen so lange als Kameradenschinder denunziert, bis
er das Feld räumte. Und nur kurz saß
er auf dem Sessel eines technischen Direktors der neugeschaffenen österreichischen Luftfahrtgesellschaft AUA.
Dann erreichte ihn das Angebot aus Kairo. Der österreichische Hüne griff zu. Sein Gehalt von über 10 000 Schweizer Franken und eine Beteiligung an Kamils MTP erlauben dem einstigen Rußland-Zwangsarbeiter am Nil ein luxuriöses Dasein. Er ist Millionär geworden.
Der Österreicher schlug seine Residenz in Kairo in einem modernen Hochhaus der Sharia Abu el-Feda auf der Nil-Insel Samalek auf Sein aus drei zusammengelegten Wohnungen bestehendes Appartement umfaßt den gesamten neunten Stock. Nubische Diener (100 Mark pro Nase und Monat) betreuen Hausherrn, Familie und Gäste. Brandner will seinen Vertrag, der 1965 abläuft, noch einmal um drei Jahre verlängern.
Vor drei Jahren, 1960, hatte Brandner seine Arbeit für Nasser in Form einer gemeinsamen Reise - mit Kamil durch deutsche und österreichische Lande begonnen. Er warb Ex-Kollegen aus gemeinsamer Junkers-Zeit, aber auch junge Talente einschlägiger Hochschulen für Ägypten an.
Dem Lockruf vom Nil folgte damals ein geschlossenes Forscherteam von Mercedes-Benz unter dem Strömungstechniker Dr.-Ing. Eugen Neher.
Der schmächtige Schwabe Neher, der nach der Rückkehr von einer Frankreich-Verpflichtung in Untertürkheim seinen wissenschaftlichen Ehrgeiz nicht befriedigen konnte, ist heute Leiter der Entwicklungsabteilung im Flugzeugwerk von Heluan.
Die Werber Kamil und Brandner verpflichteten außerdem Ingenieure von Heinkel und Messerschmitt, Assistenten von den Technischen Hochschulen Aachen, München, Berlin, Wien und Graz und- holten sich Facharbeiter aus deutschen und österreichischen Werken.
Mit rund 200 Deutschen und Österreichern und einigen Tausend ägyptischen Hilfskräften begann Brandner im Sommer 1960 in Heluan am Rande eines alten britischen Militärflugplatzes die Militärfabriken 36 und 135 auszubauen. Dort sollten Messerschmitts Düsen-Schlachtflieger vom Typ HA 200 zunächst aus spanischen Fertigteilen montiert, später im Lizenzbau von Ägyptern produziert werden.
Nassers erste HA 200 wurde allerdings von dem spanischen Piloten Dr. Ing. Esteban schon fertig von Sevilla nach Heluan eingeflogen. Umgepinselt, mit arabischen Aufschriften und dem klangvollen Namen "Al-Kahira" versehen, wurde die Maschine wenige Tage später auf der traditionellen Juli -Parade 1960 den jubelnden Fellachen als erstes arabisches Düsenflugzeug in tollkühnem Tiefflug vorgeführt.
Nasser selbst dekorierte den ägyptischen Hauptmann, der in der Maschine
gesessen hatte, mit einem hohen Orden.
Niemand wußte, daß der Offizier während der Flugmanöver glücklich und verängstigt zugleich auf den zweiten Sitz der HA 200 verbannt gewesen war. Den Steuerknüppel hatte der Spanier Esteban geführt.
Der ersten in die VAR eingeflogenen HA 200 folgten fünf Maschinen, die in
Heluan aus - in Spanien gefertigten -Großbauteilen zusammengesteckt wurden. Diese Vorserie wies noch erhebliche Mängel auf. Das Bugradfahrwerk war unstabil, das Leitwerk "flatterte".
Erst 1962 lief die Fertigung einer eigenen Kleinserie an. Bei der Juli -Parade 1962 wurden zwölf HA 200 vorgeführt. Bis heute sind insgesamt 33 Maschinen gebaut.
Doch die Hoffnungen der ägyptischen Militärs sind bereits auf ein kühneres Projekt gerichtet.
Nassers oberste Rüstungsplaner, in einem ägyptisch-deutschen "National Council" unter dem Vorsitz des Luftmarschalls Mohammed Sidki Mahmoud vereint, beschlossen den Bau eines Kampfflugzeugs mit doppelter Schallgeschwindigkeit.
Auch für dieses Projekt wurde der Entwurf, von Professor Willy Messerschmitt geliefert. Er hatte bereits den Spaniern seine HA 300 angeboten, die
- mit Ausnahme der Delta-Flügel - äußerlich dem amerikanischen "Starfighter" ähnelt, Den Iberern waren die Entwicklungskosten zu hoch.
Nasser war bereit zu zahlen. Aus der Hispano Aviacion 300 wurde - die Typenbezeichnung konnte bleiben - am Nil die "Heluani Aircraft 300".
Zur Entwicklung dieser Maschine schickte Professor Messerschmitt rund 100 Ingenieure und Facharbeiter seiner Hispano Aviacion (überwiegend Spanier) nach Heluan. Ein Teil der Entwicklungsaufträge wurde nach Deutschland vergeben. So entstanden Fahrwerk und Kabine für die HA 300 bei Messerschmitt in Augsburg; Windkanal-Versuche wurden in Deutschland und in England durchgeführt.
Die Messerschmitt A.-G. Augsburg (Hauptaktionär: Familie Messerschmitt) dementierte zwar Meldungen, sie liefere nach Ägypten. Aber auf dem Gelände der Augsburger Messerschmitt -Werke befand sich bis Dezember 1962 eine - im Telephonbuch unter, 46 56 eingetragene - Verbindungsstelle der Kamil-Firma, Meco, in der ein Herr Schellhorn alle für die Meco bestimmten deutschen Lieferungen abnahm. Professor Messerschmitt selbst sitzt im Aufsichtsrat der Meco.
Deutsche und österreichische Firmen werden nach einer Klausel im Brandner -Vertrag bei Materialbezügen bevorzugt. Unter den Ägypten-Lieferanten befinden sich: Deutsche Elektrostahlwerke AG, Süddeutsche Kabelwerke, Siemens -Plania, Kugelfischer, Siemens-Schuckert, Hottinger Meßtechnik und die verstaatlichten österreichischen Böhler-Werke.
Messerschmitts HA 300 ist ein einsitziger Überschalljäger und Aufklärer. Seine Leistung übertrifft auf dem Papier die der französischen Mirage III, die von den Israelis in Lizenz gebaut wird. (Daten der Mirage III: Geschwindigkeit 1900 Stundenkilometer; Reichweite 1816 Kilometer; Bewaffnung: vier 500-Kilo-Bomben oder Bordraketen.)
Die vorgesehene Schubkraft des HA 300-Triebwerks beträgt 7000 Kilopond (Starfighter: 7300 Kilopond). Doch bei dem ursprünglich eingeplanten, von den britischen Bristol-Werken entwikkelten "Orpheus R-12"-Triebwerk ergaben sich bald Schwierigkeiten. Das Triebwerk schien den deutschen Flugzeugbauern nicht leistungsstark genug. Außerdem verlangten die Briten für ihre Maschine - so Brandner zum SPIEGEL - einen "irrwitzigen Preis"
In dieser Situation entschlossen sich die Ägypten-Deutschen unter Brandner, für die HA 300 ein eigenes, "arabisches Triebwerk" zu entwickeln.
In der Militärfabrik 135 (Triebwerkbau), die direkt an die Militärfabrik 36 (Bau von Rumpf und Tragflächen) anschließt, begannen die Spezialisten von Brandner und Neher - insgesamt 280 deutsche und österreichische Fachkräfte - die Arbeit. Ihre Vorbilder: die Bristol - Konstruktion und ein über Messerschmitts Spanien-Werk erworbenes französisches Mirage-Triebwerk, "Snecma-Atar 9 C".
Das mit Nachbrenner und Sonderstufe eigener Konstruktion versehene Triebwerk befindet sich zur Zeit im Test-Stadium. Für die Prüfung wurde vor zwei Monaten der Telefunken-Gerätespezialist Karl Bauer, 48, angeworben. Bauer, deutscher Segel-Höhenflugweltmeister (9713 Meter), traf Ende Februar in Heluan ein und bezog in Maadi, einer alten britischen Prominentensiedlung bei Kairo, Wohnung.
Gelingt es, das "arabische Triebwerk" produktionsreif zu machen, wird es nicht nur Nassers Doppelschall-Kampfflugzeug antreiben, sondern auch Nehrus künftigen Jet-Fighter. Denn was Brandner für Nasser, ist für Nehru der deutsche Professor Kurt Tank, 65. Er hat in Bangalore (Südindien) einen "Hindustani Fighter" (HF 24) konzipiert, für den zunächst, genau wie für die HA 300, das Bristol-Triebwerk vorgesehen war. Jetzt aber haben Tank und Brandner sich auf das "arabische Triebwerk" geeinigt.
Kurt Tank stattete seinen deutschen Kollegen am Nil im Herbst 1962 einen vertraulichen Besuch ab, im März 1963 flog Brandner mit einer ägyptischen Luftwaffendelegation zu Tank nach Indien. Die Vereinbarung wurde perfekt.
Noch ist allerdings nicht abzusehen, wann die Serienproduktion der HA 300 beginnen kann. Professor Messerschmitt taucht unregelmäßig, von Spanien kommend, in Heluan auf. Kaum einer seiner Besuche vergeht, ohne daß die Konstrukteure auf ihren Reißbrettern neue Änderungsvorschläge vorfinden.
Die Materialbeschaffung aus Nato -Ländern bereitet zunehmende Schwierigkeiten. Mißtrauische Überwachungsmaßnahmen der Ägypter hemmen die Arbeit der deutschen Ingenieure, und auch im deutschen Lager herrscht nicht immer holde Eintracht.
Anfang 1962 wurden 15 frühere Messerschmitt-Ingenieure durch Intrigen ausgebootet, darunter der Leiter der Entwicklungsabteilung, Fritz Hentzen, und sein Chefingenieur Spieß, der im Zweiten Weltkrieg den sechsmotorigen Lastenschlepper ' Me-323 entwickelt hat. Sie wurden ersetzt durch eine Gruppe ehemaliger Siebel-Leute unter Chefingenieur Stang.
Dabei kam es fast zu einer Meuterei. Der ägyptische Heluan-Chef Taha ließ feine schwerbewaffnete ägyptische Luftwaffentruppe vor dem Fabriktor aufmarschieren. Die gefeuerten Deutschen prozessieren nun in der Schweiz gegen die Meco wägen Nichterfüllung ihrer Vierjahresverträge.
Einer der Gründe für deutsche Zwietracht im Ausland wurzelt in der - bei allem Glanz der Gegenwart - am Nil sowenig Wie am Rhein bewältigten, Vergangenheit.
Materiell haben die deutschen Fremdarbeiter keine Sorgen. Die führenden Köpfe beziehen Monatsgehälter von über 7000 Schweizer Franken. Die Hälfte der Gagen wird in Ägypten in Landeswährung ausgezahlt; der Rest fließt in Schweizer Franken auf eidgenössische Bankkonten.
Ein jährlicher Urlaub von zwei Monaten ist in den Verträgen ebenso Vereinbart wie der freie Transport von Familie, Mobiliar und Auto nach Ägypten. Eine Luxuswohnung kostet zwischen 360 bis 500 Mark Monatsmiete.
Die meisten Kinder der Waffenschmiede besuchen die evangelische Deutsche Oberschule in Kairo. Fast alle Techniker gehören einem einheimischen Klub an, wie dem "Gezirah Sporting Club", dem "Maadi Club" oder dem "Ismailia Club", die nur noch Karikaturen der früheren Kolonialklubs sind, deren Sportanlagen und Schwimmbäder aber fast so gepflegt wirken wie unter den Briten.
Deutsches Brauchtum wird gepflegt: Im "Nile-Hilton"-Hotel feierte die Brandner-Gruppe im vergangenen Februar rheinischen Karneval.
Bevorzugtes Ausflugsziel der Deutschen in Kairo ist das Rote Meer; bevorzugte Autotypen sind Mercedes 220 und Opel Kapitän.
Doch nicht alle deutschen Fremdarbeiter sind gekommen, weil sie so hoher Lebensstandard lockte: Eine Minderheit erblickt in Nasser den Mann, der Hitlers Kampf gegen die Juden fortsetzt. Dabeizusein ist ihnen alles. Und eben das stört wiederum andere Kollegen.
Die Wege der beiden Gruppen trennen sich vor der Praxis eines deutschen Arztes. Die einen meiden ihn, die anderen gehen in seine Sprechstunde: Dr. Hanns Eisele, 51, wurde nach Kriegsende als KZ-Arzt von Dachau und Buchenwald von alliierten-Militärgerichten zweimal zum Tode verurteilt. Er wurde später zu lebenslänglicher Haft begnadigt und schließlich, nach sieben Jahren, 1952, entlassen.
Eisele ließ sich in München-Pasing als Kassenarzt nieder und flüchtete Ende Juni 1958 nach Kairo, nachdem er im Bayreuther Schwurgerichtsprozeß gegen den KZ-Aufseher Sommer schwer belastet worden war. Ägypten wies das Bonner Auslieferungsbegehren zurück, weil Eiseles Straftaten - Mord und Mordversuch - nach VAR-Recht bereits verjährt waren.
Heute bewohnt Eisele im südlichen Kairoer Villenvorort Maadi, in der 14. Straße Nr. 56, eine komfortable Villa und praktiziert, aller dings ohne amtliche ägyptische Approbation.
Seine Praxis ist nach dem Einzug der deutschen Waffenschmiede aufgeblüht. Sagt ein Mitglied der Gruppe Brandner: "Er ist ein guter Arzt. Vor allem
unsere Frauen haben Vertrauen zu
ihm, außerdem brauchen sie bei Dr.
Eisele auch für schwierige Sachen keinen Dolmetscher." "Die Gruppe Brandner", erklärte ein nach München zur, rückgekehrter Messerschmitt-Techniker, "steckt am tiefsten in der Vergangenheit."
Von ähnlichen Zwistigkeiten wurde die- - zahlenmäßig allerdings ungleich geringere - Rüstungskonkurrenz der deutschen Flugzeugbauer von Heluan bisher verschont: das Raketen-Team in Heliopolis.
Durch den Abteilungsleiter von Daimler-Benz Dr.-Ing. Bruno Eckert (Abteilung für Strahltriebwerk), der Ende der fünfziger Jahre Kairo besuchte und damals schon dem Kuratorium des Stuttgarter Forschungsinstituts für Physik der Strahlantriebe angehörte, waren die ägyptische Regierung und Kamil auf die deutschen Raketenforscher in Schwaben aufmerksam geworden.
Nasser entsandte den Wissenschaftler Essam Mahmoud vom "Nationalen Forschungszentrum Kairo" zu einem Mann, der als Pionier der Raketenwissenschaft gilt: Professor Eugen Sänger, damals Vorstand des Stuttgarter Forschungsinstituts.
Die Ägypter überredeten Sänger und seine engsten Mitarbeiter Anfang 1960, den Auftrag zu übernehmen, für Kairo eine Höhenforschungsrakete zu entwikkeln. Branchenübliches Gesamthonorars sieben Prozent des Auftragswertes - in diesem Fall zwei Millionen Mark.
Kaum hatte der israelische Geheimdienst von dem Kontrakt Witterung bekommen, da wurden die Israelis und die mit ihnen befreundeten Franzosen in Bonn vorstellig, um die Bundesregierung auf die explosive Ägypten-Tätigkeit der deutschen Entwicklungshelfer aufmerksam zu machen.
Bonn reagierte nervös. Nach einer Sitzung der Minister Strauß, Brentano und Seebohm forderte Seebohm von dem Stuttgarter Institut ultimativ den Hinauswurf der am Ägyptengeschäft Beteiligten. Die Ministerien fühlten sich als Hauptgeldgeber des Instituts zu solchem Verlangen berechtigt.
Obgleich die Bundesregierung über den Abschluß des Kontraktes zwischen Sänger und Kairo unterrichtet gewesen war, wurde als offizieller Entlassungsgrund angegeben: "Eigenmächtige, politisch unkluge und über das zumutbare Maß hinausgehende Mitarbeit an einem ägyptischen Regierungsauftrag."
Der verschreckte Pazifist Sänger kündigte daraufhin den Ägyptern seine Mitarbeit vorzeitig auf. Er begnügte sich mit einem Honorar von 200 000 Mark, einem Drittel des ihm zugesagten Gesamt-Entgelts von 600 000 Mark.
Die anderen betroffenen Raketenforscher aber zogen endgültig nach Kairo und holten, die fähigsten der jüngeren Fachkräfte aus dem Stuttgarter Institut hinterdrein.
Die Sänger-Knaben arbeiteten fortan unter der Leitung des Professors Wolfgang Pilz, der in einem Memorandum an die Bundesministerien für Verteidigung, Äußeres und Verkehr schrieb: "Ich erhielt von den maßgeblichen Vertretern der ägyptischen Regierung Vollmacht, eventuelle Resultate meiner Tätigkeit in Ägypten auch in Deutschland zu vierwenden."
Pilz, nach dem Urteil Wernher von Brauns "keiner der Prominenten von Peenemünde", hatte immerhin von 1943 bis 1945 an der Geburtsstätte der V-2 erste praktische Erfahrungen sammeln können.
Im Cuxhavener Aushorchlager ein Jahr lang von Briten ausgequetscht, arbeitete Pilz von 1946 bis 1957 im französischen Forschungszentrum von Vernon. Er gilt als Schöpfer der französischen Forschungsrakete "Véronique".
Nach seiner Rückkehr aus Frankreich unterbreitete der Raketenforscher der
Bundesregierung das in allen Einzelheiten ausgearbeitete Projekt einer ungewöhnlich billigen Dreistufenrakete; mit der ein deutscher Erdsatellit in den Weltraum geschossen werden sollte.
Bonn zeigte sich uninteressiert. Es würdigte Pilz keiner Antwort. Die Bundesregierung beteiligte sich aus politischen Gründen an einem ungleich aufwendigeren Europa-Satellitenprojekt. Die Pilz-Ernte fiel an Nasser.
In der einst von Rolf Engel gegründeten Fertigungsstätte, der Militärfabrik 333 inmitten eines ausgedehnten Militär- und Kasernenareals im Nordwesten Kairos, etablierten sich mit Pilz als führende Raketenbauer:
- Heinz Krug, 49, Ex-Geschäftsführer
des Sänger-Instituts; er gründete die "Intra-Handelsgesellschaft" (zuerst Stuttgart, später München), die mit Hilfe der ägyptischen Luftfahrtgesellschaft "United Arab Airlines" (Direktor: Heinz Krug) für Material-Nachschub verantwortlich war.
- Professor Paul Goercke, 56, Elektronik-Spezialist aus Peenemünde, der vor zehn Jahren schon in Ägypten gewesen war; seine in Frankreich gesammelten Erfahrungen verwertete er nun für ein Steuerungssystem an Nassers Raketen.
- Dr. Hans Kleinwächter, 48, Elektronik -Fachmann aus dem badischen Lörrach, der schon in Deutschland mit den Sänger-Leuten zusammengearbeitet hatte.
Neben Pilz und Goercke arbeiteten zwei weitere alte Peenemünder, die ebenfalls in Vernon für die Franzosen Raketen gebaut hatten: Heinz Scheidt, 43, und Walter Schuran, 53.
Hinzu kamen die Nachwuchskräfte Peter Schütz, Manfred Heidele, Alfred Weiß, Joachim von Rhoden, Rudolf
Steinbrunner und Mathilde Rosenfelder sowie die jungen Techniker Naumann und Fahrer.
Diesem Team gelang es innerhalb eines knappen Jahres, zwei Raketen herzustellen: "El-Kahir" (Der Eroberer) und die kleinere "El-Safir" (Der Sieger).
Beide Raketen waren aus einer Höhenforschungsrakete entwickelt worden, deren erster Start im August 1961 mit einem Fehlschlag geendet hatte. Das Projektil war damals in knapp 1000 Meter Höhe explodiert.
Die Höhenrakete war nach Art der französischen "Véronique" durch ein selbstzündendes Gemisch von Terpentinöl und Salpetersäure angetrieben worden und konnte - wie die "Véronique" - nur senkrecht abgeschossen werden.
Um sie in eine militärisch verwendbare ballistische Rakete mit bestimmbarer Flugrichtung umzuwandeln, bedienten sich die Wissenschaftler eines Pilz-Rezepts: Sie ersetzten die einfache Seilstabilisierung der Höhenrakete durch Graphit-Strahlruder und ein automatisches Kreiselsystem à la V-2, das die Rakete nach dem senkrechten Start in die gewünschte Richtung lenkt*.
Die Reichweite der "Sieger", deren Raketenmotor einen Schub von 20 Tonnen erzielt, erhöhten die Raketenwerker, indem sie das Projektil mit einer zweiten Stufe versahen. Das war dann der "Eroberer".
Die größere Reichweite der zweistufigen Version wurde allerdings mit einer erheblichen Einbuße an Nutzlast erkauft. Während die "Sieger" - wie die V-2 - eine Last von rund einer Tonne über die Distanz von 280 Kilometern tragen kann, vermag die "Eroberer" höchstens einen Sprengkopf von 100 Kilogramm die vorgesehenen 560 Kilometer weit zu befördern. Was sich in den Sprengköpfen befindet, ist nicht Sache der deutschen Techniker.
Die mangelnde Treffgenauigkeit läßt den militärischen Wert dieser Waffen fraglich erscheinen. Sie zu verbessern, ist heute vor allem Aufgabe der Elektronik-Fachleute Goercke und Klein-Wächter.
In der arabischen Wüste, 75 Kilometer nordwestlich von Kairo, ist ein Schießplatz eingerichtet, worden; auf dem die Raketen erprobt werden. -
Drei Tage vor der alljährlichen-Revolutionsparade im Juli 1962 konnte Nasser die Korrespondenten der Weltpresse dorthin zu einem Feuerzauber laden. Viermal brüllten Raketentriebwerke auf, und die mächtigen Geschosse donnerten mit einem Flammenschweif in den Wüstenhimmel.
Das Echo erschütterte den Nahen Osten. In Kairo tanzten die Fellachen auf den Straßen, als bei der Parade vom 23. Juli unter den Klängen einer eigens komponierten Jubelhymne je zehn "Safir"- und "Kahir"-Raketen durch die Stadt gekarrt wurden, von denen Experten argwöhnten, es seien nur leere Raketenmäntel gewesen. Die Nasser-Post gab eine Sondermarke heraus.
"Der Aktionsradius der Raketen", so drohte Nasser unverhüllt, "reicht gerade bis südlich von Beirut." Südlich von Beirut aber liegt der Staat Israel.
Obwohl Israel lange vor Nasser, schon im Frühjahr 1961, eine eigene kleine Rakete nach US-Vorbild - das Feststoff-Geschoß "Schawit II" - 80 Kilometer hoch geschossen hatte, sah die- Regierung von Jerusalem in den deutsch-ägyptischen Stahl-Zigarren eine lebensgefährliche Bedrohung.
Noch im selben Sommer 1962 wurde der israelische Geheimdienst Schin Beth aktiv.
- Am 7. Juli 1962 stürzte ein Charterflugzeug des Meco-Chefs Kamil aus ungeklärter Ursache ab. Kamil hatte im letzten Augenblick umdisponiert; seine Gattin Helene, Herzogin zu Mecklenburg, fand den Tod.
- Am 11. September 1962 verschwand
der Intra-Chef Heinz Krug spurlos aus München. Krug soll - von Israel abgeworben - (mit 700 000 Intra-Franken) in Österreich untergetaucht sein.
- Am 27. November 1962 wurde die Sekretärin von Professor Pilz, Hannelore Wende, durch einen Sprengstoff -Brief schwer verletzt.
- Ein als Buchsendung deklariertes Sprengstoffpaket, an den ägyptischen Direktor der Raketenfabrik Heliopolis adressiert und am 28. November 1962 in Hamburg aufgegeben,
tötete fünf und verletzte sechs weitere Ägypter.
- Am 20. Februar 1963 wurde auf den Elektronik-Spezialisten Professor Kleinwächter in Lörrach ein Mordanschlag verübt. Kleinwächter entkam unverletzt.
- Am 2. März 1963 wurden Professor Goerckes Tochter Heidi und sein Sohn Rainer im Basler Hotel "Drei
Könige" von den Israel-Agenten Joklik und Ben-Gal erpreßt, ihren Vater zur Rückkehr nach Deutschland zu bewegen ("Kommt er nicht, wird er getötet"). Das Gespräch wurde von Schweizer Kriminalbeamten abgehört, Joklik und Ben-Gal wurden verhaftet.
Die Terror-Anschläge - gekoppelt mit einer Pressekampagne und diplomatisch-politischen Pressionen Israels - verfehlten ihre Wirkung nicht. Angst beschlich die deutschen Waffenschmiede am Nil, Furcht um das Leben und Sorge um die Existenz für die Zeit nach dem Ablauf der ägyptischen Verträge.
"Mit militärischem Raketenbau habe ich nachweisbar nicht das geringste zu tun", beteuerte Professor Goercke. "Wir haben mit diesen militärischen Dingen nicht das geringste zu tun", klappte Professor Pilz hinterdrein.
Schon überlegten deutsche Experten in Kairo, ob sie ihre Verträge kündigen sollten, ehe sie für immer als Nazis und Kriegsverbrecher gestempelt würden, da befahl - auf dem Höhepunkt der israelischen Aktionen - Israel-Premier David Ben-Gurion den Abbruch der Gewaltmaßnahmen. So kurz vor seinem Ziel gestoppt, quittierte Geheimdienstchef Iser Halprin den Dienst.
Nun ist wieder Gamal Abd el-Nasser am Zuge. Mitte vergangenen Monats befahl er neue Raketenversuche in der Wüste nordwestlich von Kairo und Verschärfung des Tempos beim Bau eines Prototyps der HA 300.
Denn spätestens zum 28. September dieses Jahres will Nasser die Welt wieder einmal mit deutscher Wertarbeit beeindrucken. An jenem Tag, der offiziellen Geburtsstunde der neuen Vereinigten Arabischen Republik, soll die HA 300 die Schallmauer durchstoßen und ein ägyptischer Weltraum-Satellit in eine Kreisbahn um die Erde geschossen werden.
Nasser-Rakete "El-Safir" beim Start: Mit Hilfe deutscher Waffenschmiede ...
Raketen-Besitzer Nasser
... der dritte Mann im Weltenraum?
Deutscher Raketenbauer Engel
Großdeutsche Erfahrungen ...
VAR-Raketensondermarke
... für Großarabiens Ruhm
Messerschmitt-Düsenjäger "HA 200", Bewunderer: In Ägypten umgetauft
Deutsche Flugzeugtechniker Neher, Bauer: In Spanien gebaut
Nasser-Lieferant Messerschmitt
In der Bundesrepublik getestet
Brandner-Domizil in Kairo
Als Fremdarbeiter ...
... von der Wolga an den Nil: Konstrukteur Brandner (r.), Chef Mahmoud (l.)
Nehru-Helfer Tank
Triebwerk aus Ägypten
Ägypten-Reisende Kleinwächter, Krug, Goercke, Sänger: Zwei Millionen für den ersten Auftrag
Raketenparade in Kairo: Leere Hülsen für Fellachen
Israel-Premier Ben-Gurion (2. v. l.), Israel-Rakete "Schawit II": Sprengstoff mit der Post
Hamburger Echo
Orientalisch getarnt
Raketenchef Pilz (r.), Kollegen* im ägyptischen Fernsehen: Steuerung wie bei V-2
* Das Titelbild zeigt eine ägyptische Rakete vom Typ El-Safir" nach dem Start vom Raketenschießplatz in der Wüste nordwestlich Kairos.
* Bei der Seilstabilisierung laufen während des Starts vier an den Lenkarmen des Raketenhecks befestigte 60 Meter lange Seile gleichmäßig ab und verhindern so ein Umkippen der Rakete in dieser labilen Flugphase.
* Vorn, v. l. n. r.: Kleinwächter, Heidi Goercke, Vater (aus Furcht, vom israelischen Geheimdienst photographiert zu werden, mit dem Rücken zur Kamera); Mitte: TV-Ansagerin

DER SPIEGEL 19/1963
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