„SCHICKT EURE MANUSKRIPTE AN BERTELSMANN!“

Die Springer-Bertelsmann-Verbindung, die weitere Expansion von Reinhard Mohns Gütersloher Multi-Medien-Konzern hat anhaltende Beunruhigung unter Deutschlands Buchverlegern und Literaten ausgelöst. Letzte Woche forderten Lektoren der Verlage Desch, Hanser und Piper, die Humanistische Union und die Bundes-Assistentenkonferenz von Bonn gesetzliche Maßnahmen zum Schutz der van Unternehmens-Konzentrationen bedrohten Informationsfreiheit. Einen satirischen Kommentar zu Mohns neuem Altersversorgungswerk für Bertelsmann-Autoren wirft der Berliner Kleinverleger Klaus Wagenbach (Biermann, Fried, „Rotbücher") in die Debatte: „Öffentlicher Aufruf an alle deutschen Schriftsteller, ihre Bücher nur noch bei Bertelsmann zu veröffentlichen“.

DER SPIEGEL 14/1970

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