02.02.1970

DIESE WOCHE IM FERNSEHEN

Montag, 2. Februar
20.15 Uhr. ARD. Report. Leitung: Dieter Göbel. Geplant sind unter anderem eine Analyse zum Thema "Wie bewährt sich die neue Satzung der Freien Universität Berlin?" und ein Beitrag über den Stand der Mitbestimmungs-Diskussion in der Bundesrepublik. Anlaß: der Bericht der Biedenkopf-Kommission, der vorletzte Woche der Regierung vorgelegt wurde.
20.15 Uhr. ZDF. Jobs, Berufe und Karrieren. Günter Ciechowski gibt einen "Wegweiser durch den deutschen Stellenmarkt".
21.00 Uhr. ZDF. Der Mann, der Liberty Valance erschoß. Amerikanischer Spielfilm (1962) mit James Stewart, John Wayne und Lee Marvin. Der Western-Regisseur John Ford ("Rio Grande") erzählt die Geschichte eines jungen Rechtsanwalts, der einen berüchtigten Banditen erledigt und als gefeierter Held eine einflußreiche politische Stellung bekommt.
21.45 Uhr. ARD. Ende einer Kommune. Bericht von Joachim von Mengershausen über Rainer Werner Fassbinders Münchner "antiteater" (siehe Seite 143).
22.50 Uhr. ARD. Der Pueblo-Zwischenfall (Farbe). Die vom US-Fernsehsender NBC übernommene Dokumentation untersucht die Hintergründe der Affäre um das amerikanische Spionage-Schiff.
23.10 Uhr. ZDF. Der internationale Kurzfilm. Drei "Experimente mit Schwarz und Weiß" werden gezeigt: "Pas de deux" (1968) von Norman McLaren, "Der Spielplatz" (1966) von AI Sens (deutsche Erstaufführung) und "Black TV" (1969) von Aldo Tambellini (deutsche Erstaufführung).
Dienstag, 3. Februar
20.15 Uhr. ZDF. Wie wird man Spion? Jörg Lolland berichtet über die Geheimdienste in der Bundesrepublik und die Praktiken der Agenten-Anwerbung. 21.00 Uhr. ARD. Engel. Amerikanischei Spielfilm (1937) mit Marlene Dietrich. Der 1947 gestorbene Hollywood-Regisseur aus Berlin Ernst Lubitsch ("Blaubarts achte Frau", "Ninotschka", "Sein oder Nichtsein") serviert in seiner Gesellschafts-Komödie mit elegantem Lubitsch-Touch ein Dreiecksverhältnis mit Happy-End. Deutsche Erstaufführung.
21.50 Uhr. ZDF. Aspekte. Moderator: Walther Schmieding. Das Kultur-Magazin bringt unter anderem ein Porträt des englischen Regisseurs und Direktors der Royal Shakespeare Company Peter Brook und einen Bericht über die Basler Uraufführung von Peter Handkes Einakter "Quodlibet".
Mittwoch, 4. Februar
20.15 Uhr. ARD. Formen des Sozialismus: Schweden (Farbe). Für die erste Folge seiner Feature-Reihe über sozialistische Regierungsformen in Ost und West recherchierte NDR-Reporter Klaus Ellrodt vier Wochen lang in Skandinavien. Sein Fazit: "Das schwedische System ist ein pragmatisches Gesellschaftsmodell, in dem die Macht des Kapitals von den sozialistischen Kräften im Gleichgewicht gehalten wird.
20.15 Uhr. HR (III). Bert Brecht: Furcht und Elend des Dritten Reiches. Es werden gezeigt: "Der Verrat" (Regie: Peter M. Ladiges), "Rechtsfindung" (Regie: Rolf Busch). "Das Kreidekreuz" (Regie: Helmut Kampf) und "Der Spitzel" (Regie: Marcus Scholz).
20.15 Uhr. BR (III). Ärger im Paradies. Amerikanischer Spielfilm (1932) von Ernst Lubitsch.
21.00 Uhr. WDR (III). Pier Paolo Pasolini. Karina Ehret porträtiert den umstrittenen italienischen Filmregisseur ("Accatone", "Mama Roma", "Das Matthäus-Evangelium", "Porcile").
23.00 Uhr. ARD. Podiumsdiskussion des DGB zum Thema: Vertrauensärzte. Aufzeichnung eines öffentlichen Streitgespräches über die neue Funktion des vertrauensärztlichen Dienstes.
Donnerstag, 5. Februar
19.10 Uhr. ZDF. Pavoncello (Farbe). "Kleines Fernsehspiel" von Miroslaw und Andrzej Zulawski über die Romanze zwischen einem jungen römischen Geiger und einer russischen Adligen.
20.15 Uhr, ARD. Ein Mädchen. Das Fernsehspiel von Heinz Küpper schildert die Geschichte eines jungen Mädchens aus katholisch-bäuerlichem Milieu, das an der Universität am Konflikt zwischen seiner autoritätsgläubigen Erziehung und den sozialistischen Parolen der Kommilitonen scheitert.
21.45 Uhr. ZDF. Ost-West-Runde. Über "Ungelöste Probleme zwischen Bonn. Warschau und Moskau" diskutieren Marion Gräfin Dönhoff ("Die Zeit"), Zygmund Sawicki (Radio Warschau), Alexander Scholkwer (Radio Moskau) und Carl-Gustav Ströhm (Deutsche Welle). Gesprächsleitung: Bernd Nielsen-Stokkeby.
21.55 Uhr. ARD. München 1912. Fernseh-Feature von Paul Pörtner aus der Reihe "Literarische Zentren". Regie:
Wolfgang Müller-Scherak.
Freitag, 6. Februar
21.15 Uhr. NDR, RB, SFB (III). Hjalmar Schacht. In dem Beitrag von Karl-Heinz Janßen und Bernd C. Hesslein aus der Sendereihe "Zeugen der Zeit" wird der ehemalige Reichswirtschafts-Minister interviewt.
Samstag, 7. Februar
20.15 Uhr. BR (III). Filmkabinett. Zwei französische Filme mit ähnlicher Thematik werden vorgestellt: "Das schöne Leben auf dem Lande" (1964), ein Dokumentarfilm von Francois Reichenbach, und Jean Renoirs Spielfilm "Eine Landpartie" (1937).
21.15 Uhr. SR, SDR, SWF (III). Die Marx-Brothers auf See. In dem amerikanischen Spielfilm (1931) entdecken die vier Komiker, die als blinde Schiffspassagiere in Heringsfässern versteckt sind, einen Gangster. Regie: Norman McLeod.
22.10 Uhr. ARD. Das unbekannte Gesicht. Amerikanischer Spielfilm (19471 von Delmer Daves, in dem Humphrey Bogart einen unschuldig Verurteilten spielt, der den wahren Mörder seiner Frau sucht.
23.05 Uhr. ZDF. Die Saat der Gewalt. Amerikanischer Spielfilm (1955) mit Glenn Ford und Sidney Poitier. Regie: Richard Brooks,
Sonntag, 8. Februar
19.30 Uhr. NDR, RB, SFB (III). Keine Befehle mehr vom Boß. Jens Litten berichtet von der "Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft" in Bad Harz burg.
20.15 Uhr. ARD. Can-Can (Farbe). Amerikanischer Revuefilm (1959) mit Shirley MacLaine, Frank Sinatra, Maurice Chevalier und Louis Jourdan. Regie: Walter Lang.
22.10 Uhr. ARD. Stadt ohne Führer. Ernst-Ludwig Freisewinkel zeigt in den "Ansichten aus Braunau am Inn", wie Hitlers Geburtsstadt versucht, mit dem Makel der Vergangenheit fertig zu werden.

DER SPIEGEL 6/1970
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