DIE SPUR FÜHRT ZU WALDNER 555

Im Mai 1945 verschwand während der letzten Kämpfe um Berlin der Reichsleiter Martin Bormann, Chef der Parteikanzlei und nach Hitler der mächtigste Mann der NSDAP. Er wurde 1946 vom Nürnberger alliierten Militärgericht in Abwesenheit zum Tode verurteilt, später von einem bayrischen Amtsgericht für tot erklärt. Von Anfang an glaubten jedoch viele Experten, daß Bormann die Flucht ins Ausland gelungen sei. 1960 erklärte Bormanns Schwiegermutter Hildegard Buch, er habe „1949 noch gelebt“. Der britische Journalist Antony Terry, Korrespondent der „Sunday Times“ in Bonn, hat jetzt einen ehemaligen SS-Mann aufgespürt, der behauptet, Bormann aus dem eingeschlossenen Berlin geschmuggelt und ihm bis vor einem halben Jahr als Leibwächter gedient zu haben. Terry berichtet:
Von Antony Terry

DER SPIEGEL 2/1968

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