25.08.1969

SLANSKY-PROZESSWort für Wort geprobt

"Ich habe dem Leben des Präsidenten der Republik, Klement Gottwald, nachgestellt", bekannte im Herbst 1952 im Großen Saal des Prager Pankraz-Gefängnisses Rudolf Slánský, der noch ein Jahr zuvor Generalsekretär der Kommunistischen Partei der CSSR und stellvertretender Ministerpräsident gewesen war.
Er sei der "Hauptspion der amerikanischen Imperialisten" und ein "Agent des Zionismus" gewesen, gestand er, ein Jude von Abstammung.
Er habe das tschechoslowakische Volk einer "faschistischen Diktatur" unterwerfen wollen, sagte er, der Altkommunist.
Auf die Frage des Präsidenten des Staatsgerichtshofes, des Doktor Jaroslav Novák, ob er sich der vier gegen ihn erhobenen Anklagen -- der Spionage, des Hochverrats, der Sabotage und des Verrats militärischer Geheimnisse -- für schuldig bekenne, antwortete Slánský viermal mit Ja. In seinem Schlußwort am Morgen des 27. November 1952 bat er -- "am Ende meines verbrecherischen Lebens" -- um den Tod.
Am 3. Dezember wurden er und zehn seiner 13 Mitangeklagten gehenkt. Die Asche der elf wurde in einen Kartoffelsack gescharrt; ein Chauffeur streute sie später auf eine vereiste Prager Ausfallstraße. Er habe noch niemals so viele Personen in seinem "Tatra" befördert, meldete er lachend seinem russischen Auftraggeber Galkin. Die Szene berichtete im vorigen Jahr die Prager Wochenzeitschrift "Reportér" in ihrer Nummer 26; ein Tscheche war dabeigewesen.
* Letzte Aufnahme Slánskýs vor der Verhaftung
** Mit dem damaligen Armeechef und heutigen Staatspräsidenten Svoboda (Mitte).
*** Artur London: "L'Aveu". Gallimard. Paris; 460 Seiten; 32 Franc.
Daß die Geständnisse Slánskýs und seiner 13 Genossen erzwungen worden sind, ist seit dem 14. Mai 1963 gerichtsnotorisch. Damals verlautbarte der Oberste Gerichtshof in Prag einige Passagen eines im übrigen als vertraulich behandelten Urteils, wonach der Slánský-Prozeß eine "Rechtsverletzung" gewesen sei.
Undeutlich, wenn auch nicht völlig unbekannt, blieben jedoch bis in die Gegenwart hinein die Methoden, mit deren Hilfe sowjetische und tschechoslowakische Beamte es fertiggebracht hatten, 14 Altkommunisten -- Männer, die schwere Gestapo-Verhöre, Oranienburg und Mauthausen durchgestanden hatten -- zu falschen Selbstbezichtigungen zu zwingen.
Jetzt hat einer der drei Überlebenden des Slánský-Prozesses, der ehemalige Vizeaußenminister der CSSR, Artur London, in einem Buch über diese Methoden berichtet***.
London lebt heute in Frankreich. Sein Buch erschien in Paris. Es ist der erste authentische, in völliger Unabhängigkeit von sowjetischem Druck geschriebene Bericht eines kommunistischen Opfers der russischen Polizeimethoden, wie sie unter Stalin seit Beginn der dreißiger Jahre in der Sowjet-Union und nach 1945 im sowjetisch besetzten Europa gegen kosmopolitische, jüdische und westliche Genossen angewandt worden sind.
Das Buch verdeutlicht die Perfektion, mit welcher die Stalinsche Polizeimaschine die Kunst der Menschen-Manipulation beherrschte. Die totale "Entfremdung" des Menschen, von Marx dem Kapitalismus angelastet, wurde in Prag zweifelsfrei erreicht. Londons Buch beschreibt sie.
Diese Manipulation betraf nicht nur die 14 Angeklagten, sondern auch die tschechoslowakischen Sachverständigen, Staatsanwälte, Verteidiger und Richter -- ja sogar höchste tschechoslowakische Parteiführer. So berichtet London in seinem Buch (und etwas ausführlicher in "Le Nouvel Observateur" vom 6. Januar 1969) über ein damaliges Politbüro-Mitglied, den General und Sicherheitsminister Karol Bacílek. Zwei Tage vor Beginn des Slánský-Prozesses sei dieser enge Mitarbeiter Gottwalds "in großer Uniform" in den Zellen der Angeklagten erschienen und habe ihnen im Namen des Staatspräsidenten erklärt: "Eisenhower ist gewählt; das bedeutet den Kalten Krieg, der jeden Augenblick ein heißer Krieg werden kann. Die Partei bittet Sie daher, sich für schuldig zu erklären und vor Gericht die Geständnisse abzulegen, die Sie auswendig gelernt haben."
Tatsächlich hatten die Angeklagten alles, was sie aussagen sollten, eingepaukt bekommen, ebenso wie der Gerichtsvorsitzende Dr. Novák und der Generalstaatsanwalt Urválek. London in seinem Buch über die Hauptverhandlung: "Die Fragen des Staatsanwalts und des Präsidenten werden genau in dem Augenblick gestellt, der in meinem Protokoll vorher angezeigt ist. Sie wiederholen Wort für Wort das, was ich aus meinem Text kenne ... Kein geändertes Wort! Kein Zögern! Auch sie haben ihren Text gut gelernt. Keine Fragen meines Verteidigers! Die sind in dem Szenario nicht vorgesehen."
Die Tortur, die mit dieser perfekten Entfremdung der Prozeßbeteiligten endete, begann im Falle Londons schon vor dessen Festnahme. Anonyme Anrufer schreckten Frau London, eine Französin und einstige Insassin des KZ Ravensbrück, bereits im Herbst 1950: Ihr Mann werde demnächst gehenkt werden. Dem Dienstwagen Londons folgte schon Wochen vor der Festnahme ein schwarzes Auto. Als London sich bei dem Chef der Sicherheitspolizei, seinem Freund und Rotspanien-Kameraden Osvald Zavodský, beschwerte, erblaßte der. Zavodský wußte nichts von der Beschattung. Er wurde später zusammen mit London verhaftet, in einem anderen Prozeß zum Tode verurteilt und 1954 hingerichtet.
Nach den späteren Informationen Londons waren die russischen Polizeioffiziere, welche die Regie der tschechoslowakischen Schauprozesse führten, bereits 1949 in der CSSR eingetroffen. Ihre erste Aufgabe bestand darin, innerhalb der Staatssicherheitspolizei einen eigenen Apparat aufzubauen: "eine parallele Polizei", wie London sie nennt.
Zu den Führern der "parallelen Polizei" gehörten zwei russische Offiziere namens Lichatchow und Makarow. Als tschechoslowakische Mitglieder identifizierte London den Oberstleutnant Doubek, den Major Smola und den Hauptmann Kohoutek, der laut London später wegen seiner Verdienste um den Slánský-Prozeß zum Major befördert wurde.
London wurde am Vormittag des 28. Januar 1951, an einem Sonntag, festgenommen. Er kam aus dem Außenministerium, wo er sich Zeitungen geholt hatte, als zwei schwarze Autos seinen Dienstwagen an den Straßenrand drängten. Mehrere Männer in Zivil rissen ihn -- mitten im Regierungsviertel von Prag -- vom Sitz, schleppten ihn zu einem der Autos, verbanden ihm die Augen und entführten ihn an einen Ort, der offensichtlich ein Gefängnis war. Man schubste ihn über Treppen und Flure, ließ ihn gegen Wände laufen und über Stufen stolpern und stieß ihn schließlich in eine Zelle -- mit den Worten: "Hinlegen verboten! Marschieren!"
Seine Hände sind durch Handschellen gefesselt. Wochenlang werden die Eisen nicht abgenommen. Die Handgelenke schwellen zu unförmigen Fleischklumpen an. Die Muskulatur des ganzen Körpers verkrampft. Beim Essen wird die Schüssel auf den Boden gestellt. London muß niederknien, um die Suppe zu schlürfen. Nicht einmal bei der Verrichtung der Notdurft werden die Fesseln gelöst.
Er wird zunächst von einer Beamten-Mannschaft unter Major Smola verhört. Die Vernehmer, darunter Prager Anwälte, wechseln sich Tag und Nacht ab. In drei Tagen bekommt London nicht mehr als zwei Stunden Schlaf, in sieben Monaten wird er jeden Tag, ob Sonntag oder Werktag, verhört. Während der Verhöre brechen ihm vor Müdigkeit die Knie. Ein Wassersturz oder Schläge wecken ihn. "Euch und eure dreckige Rasse werden wir vernichten!" brüllte ihn der Major an. "Ihr seid alle gleich. Alles, was Hitler getan hat, war nicht gut, aber er hat die Juden vernichtet, und das war gut so. Noch viel zu viele sind den Gaskammern entkommen."
London soll gestehen, nach dem Rotspanienkrieg in den französischen Internierungslagern aus demoralisierten Soldaten der Internationalen Brigaden eine trotzkistische Gruppe gebildet zu haben, die nach 1945 im Auftrag der USA die Regierungen und Parteien des Ostblocks infiltriert habe. Auch westliche Kommunisten werden von Smola verdächtigt: Luigi Longo, der heutige KP-Chef Italiens. Anna Seghers, Egon Erwin Kisch und mehrere französische KP-Führer, darunter, in Andeutungen, auch Jacques Duclos.
Wenn London geschlagen wird, sind mehrere Vernehmer dabei, und ihm werden die Augen verbunden. Er, der aus Mauthausen eine schwere Tuberkulose mitgebracht hat, hustet unter den Schlägen Blut.
Eines Tages stoßen sie den Erschöpften in einen Keller. In der Mitte befindet sich eine Öffnung, aus der in Abständen schwarzes, übelriechendes Wasser quillt und den Boden überschwemmt. Londons Füße stehen in der stinkenden Brühe. Durch die Tür ruft die Wache: "Marschieren!" Er bricht zusammen und hat Halluzinationen: er sieht riesige Spinngewebe, kämpft gegen dicke Taranteln, schwarz und haarig -- und träumt von Monte Carlo, das er nie gesehen hat, von einem leuchtenden Strand und Feuerwerk.
Nach vier Wochen wird London nach Ruzyne gebracht, einem Gefängnis nahe dem Prager Flugplatz. Dort bleibt er 21 Monate lang -- bis zum Beginn des Slánský-Prozesses. Schläge, Hunger und Schlafentzug sind auch hier die Mittel der Demoralisierung. London widersteht vier Monate lang. Derweil werden ihm die "Geständnisse" vieler Rotspanien-Veteranen vorgelegt. "Wir haben genug Vernehmer für Sie!" brüllt ihn Smola an. "Wir werden nicht aufhören, Sie zu vernehmen, bis wir Ihr Geständnis haben oder Sie wie eine Ratte krepiert sind."
Eines Tages erscheint Sicherheitsminister Ladislav Kopriva, auch er ein Politbüro-Mitglied, bei den Vernehmungen. London hatte eine anständige Untersuchung gefordert. Kopriva wird wütend. Am Abend wirft man den Häftling in eine Strafzelle. " Wo ist die Wahrheit? Wo ist die Partei?" fragt sich der Verstoßene. Und: "Wie mögen sie mit ihrem Gewissen zurechtkommen?", die Männer wie Kopriva oder Siroký, der Außenminister war, als London verhaftet wurde, und der später zum Ministerpräsidenten aufstieg.
Dreißig Pfund verliert London. Zweimal versucht er, sich zu Tode zu hungern. Einer der Offiziere verspottet ihn, er sähe aus wie ein gerupftes Huhn.
Langsam wächst in dem Häftling die Bereitschaft, sich selbst zu bezichtigen. Das Gefühl der Schuld, das, wie London meint, dem Menschen ohnehin angeboren sei, werde durch die kommunistische Praxis der Selbstkritik noch gesteigert. Zu all dem kommt nun aber noch eine von den russischen Beratern mit psychologischem Raffinement geförderte Selbstverachtung des Häftlings. Zwei Wochen lang muß London, Tag für Tag, Nacht für Nacht, bis zu 20 Stunden ununterbrochen, sein Leben erzählen -- von seiner Geburt an bis zu jenem 28. Januar 1951, an dem er verhaftet wurde. Sobald er dieses Datum erreicht, sagt der Vernehmer: "Fang von vorne an!"
Die Prozedur hat keinen anderen als einen psychologischen Zweck. Die Vernehmer machen sich keine Notizen, sie dämmern vor sich hin, schlafen ein, so daß London zwischendurch Verse zitieren und sich unbemerkt auf einem Hocker ausruhen kann -- bis das Morgengrauen heraufzieht und der Offizier vom Lärm eines Vogels erwacht: "Das ist der Grünspecht ..."
"Am Ende", schreibt London, "ekele ich mich vor mir selbst, ekele ich mich vor meiner Vergangenheit, vor allem, was einmal mein Leben war ..."
Ende Juli legt London, am Ende seiner Kräfte, sein erstes Geständnis ab. Was dem Major Smola nicht gelungen ist, hat der nicht minder gewalttätige Hauptmann Kohoutek fertiggebracht: London beginnt einzusehen, daß er das Haupt einer trotzkistischen Verschwörung von Rotspanienkämpfern gewesen ist.
Ironischerweise ist das Geständnis in dem Augenblick, da es London ablegt, nichts mehr wert. Irgendein von London in seinem Buch nicht erwähnter Grund hat zu diesem Zeitpunkt bewirkt, daß die russischen Berater -- von Kohoutek stets "unsere Freunde" genannt -- neue Pläne gefaßt haben. London soll nicht mehr das Haupt einer selbständigen Verschwörung gewesen sein, sondern der Helfershelfer eines anderen, größeren Verbrechers. London will es zunächst nicht glauben, aber Kohoutek bestätigt es ihm: Der nunmehr als Hauptverschwörer ausersehene Kommunist ist kein anderer als der Generalsekretär der tschechoslowakischen KP, Rudolf Slánský selbst.
London wird so über Nacht zu einer Nebenfigur. Seine bis dahin abgegebenen Geständnisse müssen nun umgeschrieben werden. Die Direktiven geben "unsere Freunde". London soll nun gestehen, daß er aktiv an der Konspiration Slánskýs teilgenommen habe, daß er ein Glied in der Spionage-Kette zwischen Slánský und dem "alten Agenten des britischen Geheimdienstes Zilliacus" gewesen sei. (Zilliacus war in Wirklichkeit ein linker Labour-Abgeordneter.)
Die Prozeß-Regie der Russen scheut mörderische Späße nicht. Gehörte zu den Organisatoren der ersten Anklage gegen London noch der damalige stellvertretende Sicherheitsminister Karel Sváb, so ist derselbe Sváb im zweiten Teil der Untersuchung Mitbeschuldigter. Er, der Kenner der Verhörmethoden, gesteht von Anfang an. (Er wird zusammen mit Slánský gehenkt.)
Daß die Prozeß-Regie nun gegen Slánský gerichtet ist, erfährt London Ende Juli von seinem damaligen Hauptvernehmer, Hauptmann Kohoutek -- zu einem Zeitpunkt, da die kommunistische Partei der CSSR mit großem Gepränge den 50. Geburtstag Slánskýs feiert. Erst vier Monate später, in der Nacht vom 23. auf den 24. November, wird Slánský verhaftet.
In dem Gemäuer von Ruzyne beginnt daraufhin hektische Tätigkeit. Die neuen Häftlinge müssen weich gemacht werden; ihre Geständnisse müssen mit denen der bereits länger Verhafteten harmonisiert werden. Die Arbeit erstreckt sich über Monate. Geständnisse werden formuliert und nachträglich gegen den Widerstand des Häftlings durchgesetzt. Die Texte werden "unseren Freunden" vorgelegt, die sie "verbessern", was neue Torturen notwendig macht.
Die tschechische Oberleitung dieser Redaktionsarbeit in Ruzyne hat Oberstleutnant Doubek. Ressortchefs sind Major Smola, Hauptmann Kohoutek und andere. Die Offiziere genieren sich nicht im geringsten, wie London bemerkt, wegen ihrer Tätigkeit. Sie nehmen in seiner Gegenwart "Verbessserungen" vor, erörtern die Wünsche der "Freunde" und lassen die Beschuldigten ohne jede Scham an der Redaktion der neuen Texte teilhaben. Ein Beispiel: Anfänglich hatte London gestehen sollen, er habe den tschechischen KP-Führer Fucik während des Krieges an die Gestapo verraten; zu seiner Erleichterung erklärt ihm eines Tages Hauptmann Kohoutek: "Reicin (ehemals Vizeminister für Verteidigung) hat das auf seine Rechnung übernommen."
Im Frühjahr 1952 beginnen regelrechte Theaterproben. An einem Tag muß London sein "Protokoll" vor Oberstleutnant Doubek hersagen. Ein anderes Mal muß er mit Slánský im Duett sprechen. Vor der Probe gibt Hauptmann Kohoutek Regie-Anweisungen: "Sie sollen Slánský in die Augen sehen, langsam sprechen, sich durch nichts verwirren lassen und im übrigen sich an Ihren Text halten."
Alle 14 Angeklagten sagten im Prozeß das aus, was sie vorher auswendig gelernt hatten. Sie wußten, daß ihre Geständnisse auf Band genommen worden waren und daß ihre Aussagen im Saal mit den Aufnahmen verglichen wurden. Bei der geringsten Abweichung wären die Mikrophone abgeschaltet worden, wären Richter und Staatsanwälte unterrichtet worden. Außerdem hatten die Offiziere den Angeklagten angedroht, daß jede abweichende Äußerung Schwierigkeiten für die Familien heraufbeschwören und zu einem Verfahren hinter verschlossenen Türen führen würde.
Aber Gewalt allein bewirkte nicht alles. So absurd es klingt: In den grausigen Verhör-Nächten faßten viele Angeklagte eine verzweifelte Zuneigung zu ihren Quälern. Noch rückblickend schreibt London über die Offiziere: "Nicht alle waren geborene Henker ... Sie glaubten, hart wie Eisen, daß ihre Brutalität, daß die konstant gegen uns angewandte Gewalt irgendeinen Sinn, irgendeine letzte Rechtfertigung besäße."
Die Offiziere von Ruzyne -- verantantwortlich für den Tod von elf Kommunisten -- wurden laut London dürftig bestraft. Gegen Major Smola wurden administrative Maßnahmen ergriffen -- "ohne große Bedeutung". Major Kohoutek wurde aus dem Dienst entlassen. Oberstleutnant Doubek, 1955 festgenommen und zu einer Haftstrafe verurteilt, erhielt später einen verantwortlichen Posten in dem tschechoslowakischen Reisebüro Cedok. Er repräsentierte die CSSR auf der Weltausstellung in Brüssel.
Warum Slánský und seine Mitangeklagten sterben mußten, weiß London heute noch nicht zu sagen: "Vergebens stelle ich mir die Frage: Warum? Ich finde keine Antwort." Vermutlich entkam London dem Tod von Prag, weil er gute Freunde im ZK der französischen KP hatte, die seine Frau noch rechtzeitig alarmieren konnte.
Waldeck Rochet, der jetzige französische KP-Führer, sagte, laut London, über dessen Buch: "Es mußte geschrieben werden."

DER SPIEGEL 35/1969
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