30.01.2006

INTERNET„Jetzt ist Erntezeit“

Im Silicon Valley wie in deutschen New-Economy-Etagen wird wieder geträumt, geprahlt und auf Milliarden-Deals spekuliert. Fünf Jahre nach dem großen Crash ist alles wieder da - Hoffnung und Gier, Ideenreichtum und Geschäftssinn. Droht schon eine „Bubble 2.0“?
Ein Besuch in der Christie Avenue im kalifornischen Emeryville ist wie eine Zeitreise in die tollsten Tage der guten alten New Economy. Der Blick aus den nagelneuen Büros ist atemberaubend und reicht bis zur Golden Gate Bridge. Der Übermut des Firmensprechers ist kaum zu bremsen, die Vision des Gründers schier grenzenlos.
Willkommen bei MobiTV, einer Mini-Firma mit Maxi-Träumen. Hier gibt es Räume voller Programmierer und funkelnder Technik: "Vorigen Monat war hier noch alles leer", sagt Sprecher Jason. Sein Boss Paul Scanlan träumt derweil schon von China, wo doch bald Abermillionen Menschen Fernsehen auf ihren Handys gucken. So wie jetzt schon 500 000 Kunden in den USA - dank der Technik von MobiTV.
Scanlan lächelt, er strahlt, er denkt an künftige Millionengewinne. Dann lässt er den Emmy ins Büro bringen, Amerikas wichtigsten Fernsehpreis. Scanlans Firma hat die goldene Statue für ihre technischen Innovationen bekommen.
Der junge "Chief Operating Officer" nimmt die Figur verzückt in die Hand. Die Frage ist, was aus MobiTV werden soll, jetzt, wo es den Emmy gibt und 150 Mitarbeiter und 15 Millionen Dollar Risikokapital auf dem Firmenkonto? "Ich will ein globales Medienimperium errichten", sagt Scanlan, "so wie Rupert Murdoch."
Zurück in die Zukunft: Im Silicon Valley wird wieder geprahlt und gehofft. Es werden wieder Büros gemietet und Leute eingestellt. Es werden wieder Millionen und Milliarden investiert in neue und neueste Medien. Und es wird noch mehr verdient - zumindest auf dem Papier der Businesspläne. Gut fünf Jahre nach dem gewaltigen Crash, der die Internet-Blase zerfetzte und Milliardenwerte zerstörte, macht sich wieder Optimismus breit.
Auf dem Highway 101, der das Valley durchzieht, bitten Sportwagenfahrer Gott per Heckaufkleber um die Rückkehr paradiesischer Zeiten ("Please God, just one more bubble"). Das Branchenmagazin "Wired" hat gerade "The new boom" ausgerufen: "Dieselbe Idee wie 1999 - nur diesmal haben sie ein echtes Geschäftsmodell." Prediger der New Economy drängen wieder ins Rampenlicht. Sie suchen nach dem nächsten Zauberwort für die anbrechende Ära: Ist es das "Web 2.0"? Oder leben wir in der "Idea Economy"?
Die Giganten der Branche, die Ebays, Googles und Yahoos, haben die Herausforderung erkannt. Die besten Online-Innovationen fänden an der Basis statt, und sie hätten "sehr beunruhigende" Auswirkungen auf die etablierten Konzerne, warnte auch Microsoft-Gründer Bill Gates erst im November per Memo seine Kollegen.
Die Dotcom-Revolution der Jahrtausendwende war also nicht Ende, sondern doch Beginn einer neuen Industrie. Fragt sich nur, ob deren Pioniere ihre Lektion gelernt haben - oder bald wiederum Hysterie und Börsenrausch folgen. Führt "Web 2.0" unweigerlich zur "Bubble 2.0"?
Martin Korman ist einer der profiliertesten Strippenzieher im Silicon Valley. Seine Großkanzlei Wilson Sonsini Goodrich & Rosati hat ihre Büros gleich neben dem Stanford-Campus: Studenten und Ingenieure mit Geschäftsideen brauchen nur ein paar Minuten zu gehen, dann stehen sie in seiner Tür. Zu Kormans Referenzliste gehören die Fusion von Hewlett-Packard mit Compaq ebenso wie der Verkauf von Netscape an AOL.
In den düsteren Jahren, 2002 und 2003, waren die Venture-Capital-Gesellschaften extrem risikoscheu, sagt Korman. Jeden Dollar haben sie gezählt, nur die vielversprechendsten Firmengründungen vorsichtig mit Kapital versorgt. Das zahlt sich nun aus: "Jetzt ist Erntezeit", sagt Korman. "Und denken Sie daran: Es wurde nur allerbestes Saatgut gepflanzt."
Glaubt man dem Hightech-Anwalt, dann werden sich die alten Fehler des Finanzgewerbes nicht wiederholen. Aufs Silicon Valley spezialisierte Investmentbanken wurden längst von den Großbanken der Wall Street geschluckt; und die zeigten auf die jüngsten Dotcom-Blüten bislang wenig Appetit. Die Wagniskapitalgesellschaften haben diesmal eine neue "exit-strategy".
Sie schlagen ihre Beteiligungen lieber bei Hedgefonds und Private-Equity-Firmen los - einer Anlegergruppe, deren Gier die der Kleinaktionäre oft bei weitem übertrifft. Vorteil: Sie zahlen gut, und die häufig als lästig empfundene Transparenzpflicht der Börsen entfällt. Selbst Handelskonzerne stehen inzwischen als spendable Großkunden bereit. Amerikas größte Elektronikkette Best Buy beispielsweise will durch ihre Kooperation mit Risikokapitalgebern "frühzeitig coole Produkte" in die Regale bringen.
Auch die etablierten Internet- und Medienkonzerne haben die Zeichen der neuen Dotcom-Blüte erkannt. Galten die E-Business-Abteilungen lange eher als Belastung wie AOL bei Time Warner, wird jetzt wieder kräftig in neue Online-Töchter investiert. "Denen geht es darum, zu fressen oder gefressen zu werden", sagt Korman.
Rund 600 Millionen Dollar bezahlte TV- und Zeitungsgigant Murdoch für das Kontaktportal MySpace.com. Barry Diller machte für die Suchmaschine Ask Jeeves 1,85 Milliarden Dollar locker. Ebay-Chefin Meg Whitman angelte sich die Internet-Telefoniefirma Skype - für fast vier Milliarden Dollar.
Solche Zahlen erinnern schon wieder an alte Zeiten, denn manche der bereits wieder so hoch gehandelten Firmen haben noch nie einen Cent verdient. Aber alle versprechen die schönsten Zuwachsraten und Gewinnprognosen.
Eine Stimmung, die längst auch Deutschland wieder erfasst, wie sich vergangene Woche beim "Digital Lifestyle Day" in München zeigte. Doch diesmal scheint das gute Gefühl auch hierzulande besser mit harten Zahlen unterlegt.
Der Online-Werbemarkt kletterte in der Bundesrepublik 2005 um sagenhafte 47 Prozent auf 815 Millionen Euro. E-Commerce-Anbieter wie Amazon, Otto und Neckermann melden hohe Zuwachsraten; Amazon erreichte Umsatzrekorde im jüngsten Weihnachtsgeschäft. Sogar längst vergessene Pioniere der New Economy machen plötzlich wieder von sich reden.
Pixelpark zum Beispiel meldet wieder Unternehmensübernahmen, die Web-Seite der Hamburger Agentur SinnerSchrader erzählt nicht nur von Neukunden, sondern enthält rund 20 Stellenanzeigen. Bei Elephant Seven wird die Zeitenwende am deutlichsten: Der Spezialist für Internet-Reklame wurde 1996 von einer der größten deutschen Werbeagenturen, Springer & Jacoby, gegründet. Jetzt will die erstarkte Online-Firma ihre frühere, inzwischen angeschlagene Muttergesellschaft übernehmen.
Tatsächlich haben erstaunlich viele Web-Veteranen überwintert und fühlen sich jetzt bestätigt: Kaum ein Wirtschaftsbereich wurde jemals für derart mausetot erklärt wie die "New Economy". Doch die öffentlichen Hinrichtungen des Wirtschaftszweigs waren womöglich genauso überzogen wie die enthusiastische Euphorie davor.
Einer dieser Überlebenden ist Wolfgang Macht. Am Küchentisch erfand er 1996 mit einem Freund Gewinnspiele.de. Zwei Jahre später kamen die Netzpiloten hinzu, geführte Rundflüge durchs Internet - im Prinzip nichts anderes als eine Art Web-Diashow.
Als die Netzpiloten 1998 erstmals abhoben, begann der Wahnsinn. Es gab TV-Spots und bundesweite Plakatkampagnen
mit dem TV-Komiker Thomas Hermanns. Schnell hatte die Firma 150 Mitarbeiter und Auslandsbüros von Barcelona bis San Francisco. Banken schickten Champagnerflaschen. "Das Getöse war so laut, dass wir den Schuss nicht gehört haben", sagt Macht heute über den Moment des Crashs. "Der Absturz war brutal."
Im Januar 2001 kappte der Investor die monatlichen Zahlungen. Innerhalb von sechs Wochen machte Macht die Auslandsbüros dicht, entließ fast alle Mitarbeiter und zog sich mit fünf Kollegen in eine kleine Etagenhälfte zurück - die Bruchlandung war komplett. "Online-Werbung war tot, mit Inhalten nichts zu verdienen", sagt Macht.
Aber er sagt auch: "Die Gewinnspiele haben uns gerettet." Seit 2003 geht es wieder bergauf. Noch im selben Jahr schrieb die Firma erstmals schwarze Zahlen. Heute hat er wieder 40 Mitarbeiter, im April wird das Büro in Barcelona wiedereröffnet. In Hamburg werden die ersten alten Büros wiederbezogen - rechtzeitig zum zehnten Geburtstag von Gewinnspiele.de.
"Die Stimmung hat sich total gedreht, das Internet ist heißer denn je", sagt auch Lars Hinrichs - und er könnte es wissen. Vor zwei Jahren gründete er openBC.com, inzwischen mit rund einer Million Nutzern eine der größten Plattformen für Geschäftskontakte im Netz.
Zuerst tummelten sich dort in den Foren jede Menge ehemalige Online-Kapitäne, die ihre persönliche Untergangsgeschichte noch einmal loswerden wollten. Das Ganze hatte etwas von Therapiestunde und Telefonseelsorge. "Inzwischen weht ein neuer Gründergeist durch die Community", so Hinrichs, der aus Erfahrung spricht: Auch er hatte nach dem Zusammenbruch der Netzökonomie mit seiner Böttcher Hinrichs AG Insolvenz anmelden müssen. Für openBC rechnet er jetzt "mit zehn Millionen Nutzern in 2007".
Auch dieses Mal ist es technischer Fortschritt, der den Boom ermöglicht. Nur geht bei der Neuauflage alles noch einfacher, schneller und billiger. Die weltweite Verbreitung von Breitband-Internet-Anschlüssen und leistungsstarken Mobilfunknetzen schafft Voraussetzungen, von denen die Protagonisten der ersten Dotcom-Welle nur träumen konnten.
Geschäftsideen, die vor fünf Jahren scheiterten, haben heute Erfolg - zum Beispiel facebook.com, eine Kontaktbörse für amerikanische College-Kids. Die Firma, im Februar 2004 von Harvard-Studenten gegründet, gilt im Silicon Valley zurzeit als heißer Kandidat für den nächsten Multi-Millionen-Dollar-Deal, denn es handelt sich wie bei MySpace.com um einen sogenannten Social Networking Service, also eine Kontaktplattform mit Inhalten von Nutzern für andere Nutzer.
Die Idee für eine Art Fotoalbum im Internet, das jeder nutzen kann, hat sich schon ausgezahlt. Die Gründer der Firma Flickr etwa haben ihre Geschäftspläne in einem Café in San Francisco diskutiert. Inzwischen haben sie ihren Online-Fotodienst für geschätzte 30 bis 50 Millionen Dollar an Yahoo verkauft.
Safa Rashtchy gehört zu jenen, denen selbst solche Erfolge noch nicht schnell genug gehen. Der Hightech-Analyst von Piper Jaffray ist vor sechs Jahren auf dem Höhepunkt der Cyberspace-Hysterie nach Palo Alto gezogen - und anders als viele aus seiner Zunft auch nach dem Crash geblieben. "Ich habe mir gedacht: Das kommt alles zurück", sagt er.
Anfang Januar hat Rashtchy sein neues Kursziel für die Google-Aktie (damals bei 435 Dollar) veröffentlicht. Er erwartet, dass der Kurs der Suchmaschine bis Jahresende auf 600 Dollar steigt. Der gelernte Ingenieur betont, dass dies eine solide und angemessene Berechnung sei.
Doch in der Branche war die Hölle los. Plötzlich waren sie wieder da, die Erinnerungen an hemmungslose Analysten, die einstmals umschwärmte, inzwischen verblichene Firmen wie Excite oder Infoseek in den Himmel jubelten. Als dann alles zusammenbrach, "wurden Analysten zu Unrecht als Sündenböcke verurteilt", sagt Rashtchy. "Wir sind zu vorsichtig geworden."
Aber heute wie damals vor der Ewigkeit von sechs oder sieben Jahren sind im Silicon Valley kritische Stimmen kaum zu finden. Michael Moritz ist eine von ihnen. Vor 30 Jahren war er "Time"-Korrespondent in Detroit. Die amerikanische Autoindustrie blühte damals in voller Pracht. "Industrien brauchen einen halben Lebenszyklus bis zu ihrem Untergang", sagt er.
Seit 20 Jahren arbeitet er bei Sequoia Capital, einer Firma für Wagniskapital, die schon Firmen wie Apple, Atari, Cisco und Oracle Geld zur Verfügung gestellt hat. Der Erfolg von Yahoo, Google, PayPal und anderen wird auch mit Moritz' Namen verbunden.
"Das Quasimonopol der amerikanischen Hightech-Industrie erodiert in schnellem Tempo", sagt er. Selbst bei anspruchsvollsten Technologien sieht er in Indien, China und Taiwan gewaltige Kräfte entstehen. Ein Land wie Südkorea sei den USA etwa im Bereich kabelloser Internet-Verbreitung weit voraus. "Kein Reich dauert ewig auf dieser Welt", glaubt er.
Aber solche Warnungen will in den Staaten zurzeit kaum jemand hören. Sollte noch irgendeiner Zweifel an der Rückkehr des Booms gehabt haben - spätestens seit voriger Woche müssten sie verflogen sein. Da startete das Internet-Zentralorgan für Pleiten, Pech und Pannen der New Economy neu: die wegen ihrer Insider-Informationen gefürchtete Seite Dotcomtod.com. Die reanimierte Version nennt sich BooCompany.com, hält aber am alten Gaga-Anspruch fest, "Europas führender Anbieter und Distributor für exit-orientierte Unternehmensmeldungen" zu sein. Selbst die Riten und Rubriken sind noch dieselben: Unter dem Stichwort "Final" finden sich schon wieder die ersten Pleiten. FRANK HORNIG, MARCEL ROSENBACH
Von Frank Hornig und Marcel Rosenbach

DER SPIEGEL 5/2006
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