„DER VIETNAMKRIEG IST VERLOREN“

Zu Amerikas wichtigstem außenpolitischen Problem schwieg Amerikas neuer Präsident fast vier Monate lang. Jetzt redete er: Am Mittwoch letzter Wache legte Richard Nixon ein Acht-Punkte-Programm zur Beendigung des Vietnamkriegs var. Doch die groß angekündigte Erklärung enthält „sehr wenig, was Johnson nicht schon oft gesagt hat“ ("The New York Times"). Prompt wiesen denn auch die Vertreter der kommunistischen Befreiungsfront in Paris Nixans Plan als „ungerecht und unbillig“ zurück. In der französischen Hauptstadt wird währenddessen Amerikas Position bei den Friedensgesprächen über Vietnam zusehends schwächer. Darüber schreibt der renommierte US-Kolumnist Stewart Alsop:

DER SPIEGEL 21/1969

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