19.08.1968

GESTORBENHANS CHRISTOPH FREIHERR TUCHER VON SIMMELSDORF

HANS CHRISTOPH FREIHERR TUCHER VON SIMMELSDORF, 63. Der schnauzbärtige bayrische Bankier war ein Freund von Bundespräsident Theodor Heuss und wurde 1964 sein Nachfolger als Verwaltungsrats-Vorsitzer des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg. Der Sproß einer Familie, die schon Anfang des 14. Jahrhunderts zu den reichsten Nürnberger Patriziergeschlechtern gezählt wurde, arbeitete als junger Student und Rechtsanwalt in England und Frankreich; als Vorstandsmitglied der Bayerischen Vereinsbank und Aufsichtsratsmitglied zahlreicher Unternehmen reiste er nach dem Krieg jedes Jahr für mehrere Wochen in die USA. Er propagierte US-Investitionen in Europa, weil der Vorteil des Imports von Kapital und Know-how "höher zu veranschlagen ist als die Beeinträchtigung des nationalen Selbstbewußtseins". Der Bankbaron, Mitbegründer der Deutsch-Englischen Gesellschaft und "Commander of the Most Excellent Order of the British Empire", starb nach einer Operation am 11. August in London.

DER SPIEGEL 34/1968
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