10.06.1968

USA / KENNEDY-MORDWas für ein Land

Ich kann nicht sehr froh sein; denn ich weiß, er wird erschossen wie mein Mann. Sie werden ihn erschießen.
Jacqueline Kennedy, Witwe des ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy, im Frühjahr 1968 über die Kandidatur ihres Schwagers Robert.
Ich weiß, früher oder später wird es ein Attentat auf mich geben.
Robert F. Kennedy, zwei Wochen vor seinem Tod.
In der Sowjet-Union setzte der staatliche Moskauer Rundfunk einen Spezialisten ein - den Sprecher mit getragener Stimme, der stets nur Nachrichten über Katastrophen oder den Tod von Prominenten verliest.
In Frankreich stellten Fernmeldetechniker trotz Streik die Transatlantikverbindung wieder her, "im Hinblick auf die wichtigen Ereignisse in den Vereinigten Staaten".
In der Vatikanstadt zog sich Papst Paul VI. zum Gebet in seine Privatkapelle zurück; in Berlin sagte Rudi Dutschke: "Tief erschüttert."
In Griechenland brach Homer Merlos, 70, aus Pyrgos mit einem Herzschlag zusammen; in Italien stürzte sich Domenico Zaccone, 69, aus Neapel vom Fenster seiner Wohnung in den Tod.
In Vietnam unterbrach der Rundfunksender der Amerikaner eine Nat-King-Cole-Übertragung; in New York verzichtete die kommerzielle Fernsehstation WPIX zweieinhalb Stunden lang auf Programme und Profite und strahlte nur ein Diapositiv mit Riesenlettern aus: "Schande".
Schande war von neuem über die gewaltigste und gewalttätigste Nation der westlichen Welt gekommen; wieder waren, wie vor viereinhalb Jahren in Dallas, wie vor zwei Monaten in Memphis, Meuchelschüsse gefallen; und wieder hatten sie "einen der vielversprechendsten politischen Führer der jüngeren amerikanischen Geschichte" ("New York Times") getroffen: Robert F. Kennedy, der Bruder des erschossenen Präsidenten, starb, als er selbst nach der Präsidentschaft griff.
Müde zwar, erschöpft von einem der aufreibenden Wahlkämpfe, den je ein amerikanischer Politiker führte, aber dennoch in euphorischer Stimmung, feierte der Senator - für die einen fast ein Heiliger, für die anderen fast ein Teufel - in der Nacht zum letzten Mittwoch den Triumph seines Vorwahlsieges in Kalifornien. Im "Embassy Room" des angestaubten "Ambassador"-Hotels am Wilshire-Boulevard in Los Angeles hatte Robert Kennedy gerade gelobt, die innerlich gespaltene, zerrissene Nation zu einen - da wurde sie durch acht Pistolenschüsse tiefer gespalten denn je zuvor, da taumelte sie in eine neue Krise.
Amerika demaskierte sich von neuem als ein Land, in dem die Macht des Colts noch immer nicht vollständig gebrochen ist und in dem der Lauf des Gewehrs den Lebenslauf der Nation noch immer mitbestimmt.
"Mein Gott, was ist dieses Land ...", stammelte der Präsident des Repräsentantenhauses, John W. McCormack, nach der Nachricht vom zweiten Attentat auf einen Kennedy. "Es ist entsetzlich, es ist unglaublich."
In fünf Jahren wurden fünf prominente Politiker und Negerführer ermordet, ein Vielfaches an Opfern forderte die Bürgerrechtsbewegung - und oft waren es gerade Propheten der Gewaltlosigkeit, die der Gewalt zum Opfer fielen.
Nach dem Gewalt-Tod des zweiten Kennedy legten die Börsen von New York zwei Schweigeminuten ein; in der Sowjet-Union deklamierte Jewgenij Jewtuschenko: "Ein zweiter Kennedy ist gefallen, und mit ihm, Amerika, hast du deine Ehre getötet."
Die Gebete, die Amerikas arme Leute am Mittwoch in ihrer Zelt-"Stadt der Auferstehung" in Washington gesprochen hatten, die Gebete, zu denen Kennedys Parteirivale Eugene McCarthy seine Anhänger aufgefordert hatte, waren nicht erhört worden.
25 Stunden und 23 Minuten lang hofften Millionen Amerikaner, das Ereignis im "Ambassador", das vor ihren Augen auf dem Fernsehschirm abgerollt war, sei nur ein Alptraum.
Sie hatten gesehen, wie Kennedy, 42, seinen eigenen Sieg verkündete, wie er zur Einheit der Nation aufrief und wie er - mit Churchills V-Zeichen des Siegers - das Rednerpult verließ.
Dann sahen sie für einen Augenblick nur unscharfe Bilder. Aus den Jubelgesängen wurden Entsetzensschreie, der Saal des Sieges verwandelte sich in ein Pandämonium.
Durch einen Küchengang des Hotels hatte Kennedy auf schnellstem Wege ins provisorische Pressezentrum gehen wollen. Die geplante Pressekonferenz fand nicht mehr statt.
Ein Kellner streckte ihm seine Hand entgegen, Kennedy wollte sie ergreifen. Der Händedruck fand nicht mehr statt.
Denn in diesem Augenblick feuerte ein schäbig gekleideter junger Mann aus einem 5,6-Millimeter-Revolver acht Schüsse ab. Es klang wie bei einem Feuerwerk, aber Kennedy und mit ihm fünf Begleiter und Journalisten sanken verletzt zu Boden.
Das rechte Auge weit geöffnet, das linke halb geschlossen, am Hinterkopf blutend, lag Robert Kennedy auf dem Zementfußboden, strich sich mit einer Hand über das Gesicht, murmelte: "Sind alle okay? Ist Paul in Ordnung?"
Paul Schrade, ein Auto-Gewerkschaftler und Kennedy-Helfer, war nicht in Ordnung - auch ihn hatte eine Kugel getroffen.
Verzweifelt rief Robert Kennedys Frau Ethel nach Eis, drängte Reporter und neugierige Gaffer beiseite und schrie: "Macht Platz, macht Platz, er braucht die Luft, die ihr atmet."
Mit Eiswürfeln kühlte sie ihrem Mann die Stirn, betupfte die Wunde hinter dem rechten Ohr, flüsterte: "Ich bin bei dir, mein Baby."
Irgend jemand zog dem tödlich Verwundeten die Jacke aus, öffnete das Hemd, ein Rosenkranz fiel auf den Brustkorb des gläubigen Katholiken - der sogar als Justizminister noch gelegentlich bei Messen ministriert hatte -, eine Stimme im Saal rief: "Laßt uns beten."
Zwei Hünen aus Kennedys Begleitung, der farbige Zehnkampf-Olympia-Sieger Rafer Johnson und der farbige Foothall-Spieler Roosevelt Grier, überwältigten unterdessen den Schützen, Sirhan Bischara Sirhan, 24, einen Einwanderer aus Jordanien, legten ihn auf eine Metalltheke, bis nach 15 Minuten die Polizei Sirhan an Armen und Beinen davonschleppte.
Auf alle Fragen verweigerte der schmächtige Araber (1,65 Meter groß, 108 Pfund schwer) die Antwort. Doch Bruder Said Sirhan identifizierte am Fernsehschirm den schweigsamen Schützen. Sirhan Bischara Sirhan, in der Altstadt von Jerusalem geboren, war als Zwölfjähriger - drei Monate nach dem Suezkrieg - mit Eltern und Geschwistern in die USA gekommen.
Er war das zweitjüngste und Musterkind der Familie. "Ich war sicher, daß er seinen Weg machen würde", so sein Vater Abu Scherif Bischara Sirhan, 52, der bald in das westjordanische Städtchen Et Taijiba zurückgekehrt war. Dort hörte er im Radio vom Attentat seines Sohnes. "Zum Teufel mit Kennedy", sagte er dem SPIEGEL, "zum Teufel mit Amerika, zum Teufel mit meinem Sohn."
Der Sohn hatte drei Wochen zuvor in sein Notizbuch geschrieben, daß "ein Attentat auf Robert Kennedy bis zum 5. Juni 1968 durchgeführt werden muß" - bis zum Jahrestag des israelisch-arabischen Krieges und mithin wahrscheinlich wegen israelfreundlicher Kennedy-Worte.
Der 5. Juni hatte gerade begonnen, da führte Sirhan seinen Vorsatz aus: Das ganze Magazin seiner Pistole vom Typ "Iver Johnson Cadet Model 55 SA" verschoß er auf sein Opfer.
Nach wenigen Augenblicken bemühten sich bereits drei Ärzte um Robert Kennedy, eine Ambulanz schaffte den tödlich Getroffenen schließlich mit dem Lastenfahrstuhl ins Erdgeschoß, dann in ein Unfallkrankenhaus.
Schon auf dem Transport mußte Robert Kennedy mit Sauerstoff versorgt werden, als er im Krankenhaus eintraf, war er klinisch tot. Eine Kugel im Nacken hatte kaum Schaden angerichtet, ein anderes Projektil war vom rechten Ohr ins Gehirn eingedrungen.
Mit Herzmassage und künstlicher Beatmung holten die Ärzte den Toten noch einmal ins Leben zurück. Ehefrau Ethel, die im Januar ihr elftes Kind zur Welt bringen wird, war an der Seite ihres Mannes - mit dem Stethoskop überzeugte sie sich selbst davon, daß sein Herz wieder schlug.
Sechs Ärzte des Hospitals zum Guten Samariter, in das Kennedy anschließend gebracht wurde, versuchten drei Stunden und vierzig Minuten lang, die Kugel aus dem Gehirn zu entfernen. Ethel weinte nicht - wie vor viereinhalb Jahren Jacqueline Kennedy, kämpfte sie verzweifelt gegen den Schatten, der sich wieder über ihre Familie, über den Kennedy-Clan, legte.
Dieser Clan war angetreten, die Macht in Amerika zu übernehmen und sie innerhalb der Dynastie weiterzureichen. Seine mittlere Generation ist heute um mehr als die Hälfte dezimiert.
Von vier Söhnen des Chefs der Großfamilie, Joseph P. Kennedy, lebt nur noch einer. Von den fünf Töchtern starb eine - Kathleen - bei einem Flugzeugabsturz, eine andere - Rosemary -, schwachsinnig geboren, lebt seit fast 30 Jahren in einer Heilanstalt. Vater Joseph selbst ist seit einem schweren Schlaganfall im Dezember 1961 teilweise gelähmt und stumm.
Sein ältester Sohn, Joseph P. junior, starb, noch bevor er politisches Profil gewann: Im Zweiten Weltkrieg explodierte sein Flugzeug über England.
Der zweite, John F., im Krieg schwer verwundet, trat an seine Stelle und wurde zum Präsidenten gewählt. 31 Monate nach Amtsantritt starb sein drittes Kind, das nur 39 Stunden alt wurde. 1037 Tage nach Amtsantritt fiel der Präsident in der Texas-Stadt Dallas.
Dann traf es den jüngsten, Edward Kennedy. In der Nacht des 19. Juni 1964 stürzte seine zweimotorige Maschine ab - der Pilot starb, Edward überlebte, erlitt aber eine schwere Rückenverletzung.
Am Krankenbett seines Bruders scherzte Robert Kennedy, seit dem Mord von Dallas Kronprinz der Familie: "Wir überleben das alles nur, weil es so viele Kennedys gibt. Es gibt mehr Kennedys als Schwierigkeiten."
Doch auch Roberts Familie blieb nicht verschont: Ehefrau Ethel, deren Eltern schon 1955 bei einem Flugzeugunglück umgekommen waren, verlor 1966 auch ihren Bruder George bei einem Flugzeugunglück. 1967 erstickte die Frau von George an einem Stück Fleisch.
Und nun fiel der Kronprinz selbst. Wie sein Bruder John hatte er für die Gewaltlosigkeit gekämpft, wie sein Bruder John wurde er ein Opfer der Gewalt - aber nicht einer abstrakten, sondern einer spezifisch amerikanischen Gewalt.
"Ich bin entsetzt, daß die Gewalt so überhandnimmt", klagte Mike Mansfield. der Fraktionschef der Senats-Demokraten, und fragte seinen Präsidenten Lyndon Johnson: "Was ist das für ein Land?"
Der Staatschef, durch das erste Attentat auf einen Kennedy an die Macht gelangt, war kaum fähig zu antworten. Stockend, stammelnd gab er die Frage zurück: "Was ist das für ein Land?"
Das fragten sich auch Millionen Amerikaner, deren Hoffnung auf einen amerikanischen Traum wieder der Furcht vor einer amerikanischen Tragödie gewichen ist: Denn neben dem idealistischen, mildtätigen Amerika existiert ein böses, atavistisches, gewalttätiges Amerika.
Die Nation des Fortschritts, die Schutzmacht schwacher Staaten, das Volk der Care-Pakete und der Quäker ließ seine Verehrer immer wieder irre werden an seiner Führungsrolle: Der Anspruch, alles besser zu machen als das alte Europa und das arme Asien, wurde durch Rückfälle in halbbarbarische Sitten diskreditiert.
Immer wieder mußte sich Amerika gegen den Vorwurf verteidigen, es verbräme seine wahre Natur - die Gewalt.
Ihrer bediente sich Amerika gegen Indianer, Mexikaner und Spanier - um eine Nation zu werden; gegen Deutsche und Asiaten - um auf seinen Kreuzzügen die Demokratie zu installieren.
Gegen die Nazis kämpften die USA mit jenen Bombenteppichen die auch den letzten Unterschied zwischen Kombattanten und Zivilbevölkerung beseitigten.
Gegen die Japaner erprobten sie erstmals ohne militärische Notwendigkeit die Atombombe.
Gegen die Kommunisten verbündeten sich die USA mit Gewaltherrschern von Trujillo bis Syngman Rhee. Gegen die Kommunisten führten sie ihren Vietnam-Krieg, dessen napalmverbrannte Opfer in der ganzen Welt das Bild vom moralisch überlegenen Amerika zerstörten.
Dabei kämpfte die herangewachsene Weltmacht nicht um einen Platz an der Sonne, erweiterte sie kaum je ihre Grenzen, und dachte sie nicht daran, den Erdkreis zu erobern.
Das unnötige, politisch schädliche Gewalt-Element in Amerikas Außenpolitik ist die Kehrseite einer Ideologie, die "Freiheit" postuliert, ohne ausreichende Kontrollen und Gegengewichte zu kennen, die der Autonomie des einzelnen einen höheren Wert beimißt als sozialer Disziplin - auch wenn der einzelne sich mit Gewalt durchsetzen will.
"Wir hatten immer Gewalt in unserem Blut", stellt der Kriminalpsychologe Dr. Abrahamson vom "Institut zur Erforschung der Gewalttätigkeit" in Massachusetts fest. Die Amerikaner, so Abrahamson, entschuldigen die Gewalt nicht nur: "Wir lieben sie. Wir lieben zu kämpfen."
Wie kein anderes Volk delektieren sich die Amerikaner im Kino und vor dem Fernsehschirm am harten, brutalen Individuum. Schon ein edler Zweck oder späte Reue rechtfertigen den Killer.
Eine Untersuchung von 195 Fernsehsendungen der letzten Zeit ergab: 1430 Gewaltakte und andere Straftatbestände waren abgerollt.
Amerikas Vorliebe für die zentrale Filmfigur des Verbrechers wird von den Psychologen als ungefährlich abgetan: Der Krimi sei ein nützliches Ventil für unterschwellige Zerstörungstriebe. Gemessen am Konsum von Moritaten verfügt danach kein Volk über so viel unterschwellige Mordlust.
Amerikas Liebe zur Gewalt ist nicht die administrative Brutalität deutscher Befehlsempfänger, nicht die sanguinische Freude romanischer und slawischer Menschen an der Grausamkeit, sondern das Sozialprinzip vom Recht des Stärkeren. Und der Stärkere ist stets Amerikaner.
In dem antideutschen Kriegsfilm "Seven Miles from Alcatraz" sagt ein US-Sträfling: "Wenn wir auch Ratten, Gauner und Mörder sind -- jedenfalls sind wir Amerikaner."
In einem antisowjetischen Kinostück wirbt G-Man Edward G. Robinson einen Gangster für die amerikanische Sache: "Mord, Brandstiftung, Erpressung, Raub - das sind alles Kleinigkeiten gegen die Pläne jener Leute" - der Kommunisten.
Die Kriminalität eskaliert in der amerikanischen Gesellschaft zu Monstre-Verbrechen: 1966 ermordete Richard Speck, 25, acht Schwesternschülerinnen in Chicago; erschoß Charles Whitman, 25, vom Turm der Texas-Uni in Austin 16 Menschen und verletzte 31; killte Arthur Davis, 37, fünf Opfer mit dem Karabiner; tötete Robert Smith, 18, in einem Frisiersalon vier Frauen und ein kleines Kind.
In jedem Jahr sterben 11 000 US-Bürger durch Mord, 20 000 durch Selbstmord, 130 000 durch Unfall. Prozentual fallen in Amerika durch Gewalt doppelt so viele Menschen wie in Europa. In diesem Jahrhundert war es bisher eine Dreiviertelmillion - mehr, als Amerika in allen Kriegen verlor.
Armut und soziale Unsicherheit fördern die Brachial-Lust. Die Hälfte aller US-Mordtaten werden in den zurückgebliebenen Südstaaten begangen. In Memphis (Tennessee) - wo Martin Luther King starb - verdreifachte sich innerhalb eines Jahres die Zahl der Gewalttaten. In Kalifornien, einem der sozial unstabilsten US-Staaten - wo Robert Kennedy starb - ist die Zahl der Vergewaltigungen doppelt so hoch wie im US-Durchschnitt, zehnmal höher als durchschnittlich in Frankreich.
Von 1960 bis 1965 wuchs die Gesamtzahl der Verbrechen in Amerika um 47 Prozent. Polizei-Chef Wilson in Chicago sieht den Zeitpunkt nahen, "an dem anständige Leute sich hinter verriegelten Türen einsperren, um sich vor den Marodeuren zu schützen".
Psychologe Abrahamson: "Wir leben immer noch in der Legende des Wilden Westens, wo die Tat die einfachste Lösung war. Schießfreudigkeit ist ein amerikanischer Charakterzug."
Der Wildwestfilm wurde die Heldensage der Nation und ein Western ohne Schüsse ist kein Western.
Das Lehrstück vom Wilden Westen spielt in den heroischen Gründerjahren Amerikas, als Trapper und Digger sich nehmen konnten, was sie wollten. Da trafen sich Brave mit Banditen und handelten die Regeln des Zusammenlebens aus - meist war es die Regel des Stärkeren.
Das Gesetz vertrat der Mann mit dem Sheriff-Stern - nach Aussage der Wildwestfilme war er oft nur der brutalste, manchmal der korrupteste Bürger am Ort.
In jeder kleinen Stadt stand der Galgen, an dem die Bürger auch ohne Gerichtsverfahren ihre eigene Justiz übten. Die Hinrichtung wurde öffentlich vollzogen. Der wahre Held aber übte seine Blutrache einsam, selbständig und auf offener Straße.
Hier setzt sich die amerikanische Ideologie grenzenloser Freiheit in Gewalt um. Sie konnte entstehen unter historisch einzigartigen Bedingungen: der Neugründung einer Gesellschaft.
Deren Mitglieder waren aus allen Ländern und Nationen nach Amerika gekommen.
Die einen hatte geistiger Nonkonformismus hinausgetrieben; Unduldsamkeit, Verfolgung, Pogrom verjagte sie. Sie lieferten der Neuen Welt mit Missionsgeist und Nächstenliebe den moralischen Rigorismus, dessen guter Zweck das böse Mittel heiligt.
Andere trieb Abenteuerlust, Bankrott, Verbrechen. Die unmöglich scheinende Integration zwischen beiden Gruppen, aber auch zwischen Rassen, Klassen und Religionen setzte die Anerkennung der Individualitäten voraus -- das Höchstmaß an Freiheit.
Der Schmelzprozeß vervielfältigte die Konfliktsituationen - die bis heute nicht ausgeräumt sind. Aversionen gegen Neger, Juden, Katholiken ließen sich am leichtesten gewaltsam lösen. Deutsche, Polen, Italiener, Puertoricaner bildeten ihre Clans - zur Erinnerung an die alte Heimat, zur Abwehr nach außen, zur Aggression.
Die erste Aggression war wohl die blutigste: Die Indianer wurden fast ausgerottet, die Reste in Reservationen verbannt.
Was sich auf Indianerboden entwickelte, war eine Filiale der europäischen bürgerlichen Gesellschaft. Doch unbelastet von Traditionen konnte Amerika einen hemmungslosen Kapitalismus entfalten: die Freiheit der Bereicherung.
Der Tüchtigste stieß den minder Tüchtigen, der Starke den Schwachen beiseite, um sein Glück zu machen - nach den Gesetzen des Sozial-Darwinismus, der härtesten Auswahl, des größten Nutzens.
Amerika erreichte den höchsten Lebensstandard aller Industrienationen, aber auch das geringste Maß an sozialer Sicherheit.
"Bis in die jüngste Zeit noch versuchten Arbeitgeber, durch Anwendung stärkster physischer Gewalt die Bildung oder das Wachstum von Gewerkschaften zu verhindern", schreibt Geoffrey Gorer ("Die Amerikaner"). Heute wenden dafür die Gewerkschaften oft physische Gewalt an, um ihre Mitgliedschaft zusammenzuhalten oder zu vergrößern.
Streikende und Werkspolizisten lieferten sich von 1870 bis 1930 blutige Gefechte. Gewerkschaften und Geheimorganisationen wie die "Molly Maguires" der Bergarbeiter in Pennsylvania ermordeten Arbeiter und Unternehmer im Kampf um höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen.
Wie die Arbeiter starben Kaufleute, Politiker, Präsidenten. 1865 fiel Volksvater Abraham Lincoln einem Revolver-Attentat zum Opfer. 1881 starb US-Präsident James A. Garfield durch eine Kugel, 1901 William McKinley, 1963 John F. Kennedy. Auf vier weitere Präsidenten wurden Anschläge verübt: Andrew Jackson, Theodore Roosevelt, Franklin D. Roosevelt und Harry S. Truman.
Heute gehen im Monat etwa 7000 Morddrohungen und Hinweise auf mögliche Attentäter bei Präsident Johnson ein. Vorige Woche wurde ein Komplott gegen sein Leben aufgedeckt.
Politiker, Negerführer, Gewalttätige und Gewaltlose stehen ständig an der Meuchel-Front: 1965 wurde der Negerführer Malcolm X mit einer Salve von 30 Pistolenschüssen getötet, 1966 der Negerführer James H. Meredith verwundet, 1967 erlag Amerikas Naziführer George L. Rockwell einem Attentat.
Auf den Tag zwei Monate vor Robert Kennedy fiel Negerführer Martin Luther King. Nach dem Anschlag auf Robert Kennedy drohten vorige Woche anonyme "Revolutionäre von Quebec" Rache für Kennedy - durch Attentate auf "bekannte amerikanische Politiker".
Die Blutlinie, die sich durch Amerikas Geschichte zieht, läßt fast glauben, daß der politische Mord in den USA kein pathologischer Ausnahmefall ist, sondern ein anderes Mittel zur Lösung von Konflikten - wie einst im Wilden Westen, wie in Europa nur noch in Zeiten schwerer Krisen.
Amerikas Attentäter unterscheiden sich vom Tätertyp Europas: Sie schätzen es, vor großem Publikum zu töten - ähnlich dem Rächer im Western-Village auf der Hauptstraße: im Theater, im Blair House, bei einer Parade, vor 140 Millionen Fernsehzuschauern, nach einer Siegesfeier.
Der New Yorker Psychologe Dr. Chwast: "Offenbar reagieren politische Attentäter stark auf das Stimulans des öffentlichen Auftretens einer Persönlichkeit."
Verkörpert diese Persönlichkeit provokativ geistige, moralische, materielle Überlegenheit, antwortet der Unterlegene mit der Waffe, die seine unzulänglichen Kräfte vervielfacht.
Die Waffe aber ist seit den Tagen der Grenzer amerikanisches Symbol der Männlichkeit und hat Amerikas Gesellschaft mitgeprägt. Frühzeitig lernen die Kinder dieser Gesellschaft alle Arten von Gewaltanwendung, vor allem das Schießen. Maschinenpistolen und Kleinstguillotinen dienen als Kinderspielzeug, die Killergeschichten der Comic-strips als Bildungsmittel der Schuljugend.
National-Schriftsteller Ernest Hemingway war - so sagte es Robert Kennedy zwei Wochen vor seinem Tode dem französischen Publizisten Romain Gary - "der Begründer eines lächerlichen und gefährlichen Mythos - des Mythos der Feuerwaffe, der Männlichkeit und des Tötungsaktes".
Die amerikanische Nation hielt sich an ihre Vorbilder: Sie bewaffnete sich. Die Amerikaner bewahren in ihren Wohnungen etwa 200 Millionen private Feuerwaffen auf - mehr Schießgerät, als die Ausrüstung aller Soldaten Amerikas, der Nato-Staaten Westeuropas und der Sowjet-Union zusammen umfaßt.
In 41 der 50 US-Bundesstaaten kann sich jedermann ohne Genehmigung Handfeuerwaffen kaufen, oft, ohne auch nur seinen Namen nennen zu müssen - so in Arizona.
Die strengste Regelung besteht in New York, wo Pistoleros einen Waffenschein besitzen müssen. Mord durch Schußwaffen ist daher in New York nur ein Drittel so häufig (25 Prozent aller Fälle) wie im großzügigen Dallas (72 Prozent), dem Sterbeort John F. Kennedys.
Folge: Durch Schußwaffen kommen jährlich in den USA 21 000 Menschen ums Leben: 11 000 bringen sich selbst durch die Kugel um, 7000 sterben von fremder Hand, 3000 durch Schieß-Unfälle wie Gewehrreinigen.
"Wo bleibt der öffentliche Aufschrei nach einem Waffengesetz?" fragte Anfang dieses Jahres ein Autor der britischen Zeitschrift "Criminologist". Sein Name: Robert Kennedy.
Bruder Edward, 36, erklärte noch letzten Monat im US-Senat: "Ich verstehe nicht, warum wir weiterhin ein Rechtssystem dulden, das es jedem Verbrecher, Geisteskranken, Rauschgiftsüchtigen oder Minderjährigen so unerhört leicht macht, sich legal Waffen zu verschaffen, die dazu benutzt werden können, Gewalt und Tod über unschuldige Menschen zu bringen."
Nach der Ermordung von John F. Kennedy hatte Nachfolger Johnson versprochen: "Der Fall ist mir eine Lehre." Seither wurden 77 Gesetzentwürfe vorgelegt. Nur einer passierte das Repräsentantenhaus - am letzten Donnerstag, unter dem Eindruck des Mordes an Robert Kennedy.
Das neue Gesetz schränkt den Versandhaushandel mit Mordinstrumenten ein. Gewehre und Schrotflinten können weiterhin per Post bezogen werden - wie vom mutmaßlichen John-F.-Kennedy-Mörder Oswald. Nur Pistolen, Revolver, Handgranaten und Mörser dürfen nicht mehr vom Briefboten frei Haus geliefert werden.
Die Lobby der Waffenhändler, der Druck von 800 000 Mitgliedern des Schützenvereins "National Rifle Association' (NRA) beläßt das Volk in Waffen. Die Schießfreunde berufen sich auf Amerikas große Freiheit: Ein Verfassungszusatz von 1791 garantiert jedem freien Bürger das Recht zum Waffentragen.
In einer Propagandakampagne verbreitete die NRA ihren Slogan: "Nicht Waffen töten Menschen - Menschen töten Menschen.
In der Tat: Kein Waffenschein ändert die Mentalität der Menschen, verdrängt die Gewalt aus der Gesellschaft.
"Wir sind ein gewalttätiges Volk, mit einer gewalttätigen Geschichte. Und der Hang zur Gewalt pulst im Blutstrom unseres nationalen Lebens", so richtete Arthur Schlesinger, der Historiker und Freund der Kennedys, im Angesicht des Attentats seine Nation. "Wir sind das erschreckendste Volk dieses Planeten ... weil die begangenen Gewalttaten so wenig unsere Selbstgerechtigkeit erschüttern, die unüberwindliche Überzeugung von unserer moralischen Unfehlbarkeit."
Die Kennedys und King wollten ihr Land von den Ursachen der Gewaltsamkeit befreien: die Unterprivilegierten einordnen in die Gesellschaft, die Armut beseitigen, Frieden verbreiten.
Sie wollten Amerika ändern, denn sie glaubten an ihre Mission. Der gläubigste von allen war Robert Kennedy.
Er glaubte an das Recht und die Pflicht des Kennedy-Clans, mitzuwirken bei der Führung des Landes: 1952, gerade 27, gab der junge Anwalt seine Stellung im Justizministerium auf und verhalf Bruder John als Wahlkampfleiter zum Einzug in den Senat.
Er glaubte an die Gefahr des Kommunismus: 1953 schloß er sich dem Ausschuß des militanten Kommunisten-Jägers Joseph McCarthy an - und lernte zum erstenmal, daß Glaube blind machen kann. Aus Protest gegen McCarthys Methoden verließ er den Ausschuß wieder.
Er glaubte an die demokratische Funktion der Gewerkschaften: 1957 begann er seinen langen Kampf gegen kriminelle Praktiken der Transportarbeitergewerkschaft, deren Chefs Dave Beck und Jim Hoffa ins Gefängnis gehen mußten.
Als Wahlkampfleiter half Missionar Robert seinem Bruder John 1960 ins Weiße Haus; als Johns Justizminister wurde er der überzeugteste Vorkämpfer der Rassengleichheit: 1961, schon kurz nach seinem Amtsantritt, lehnte der Staat Alabama einen telephonischen Appell des Ministers zur Beachtung der Rassengesetze ab.
Gouverneur Patterson zu Robert Kennedy, der sich während des Gesprächs mit den Füßen auf dem Schreibtisch photographieren ließ (siehe Seite 74): "Für die Sicherheit dieses Pöbels kann ich keine Garantie übernehmen." Sogleich ließ Robert Kennedy 300 Bundesbeamte in Alabama einrücken.
1963, als Bruder John F. Kennedy fiel, bevor er Amerika verändern, zu "neuen Grenzen" führen konnte, übernahm Robert Kennedy die politische Mission des Clans: Er ließ sich zum Senator von New York wählen. Seine Gedanken aber waren schon bald auf das höchste Amt im Staat gerichtet.
Am 16. März 1968 forderte er schließlich den Mann heraus, der nur durch die Ermordung seines Bruders ins Weiße Haus gelangt war: Lyndon B. Johnson.
15 Tage nach der Herausforderung verzichtete Johnson auf eine Wiederwahl - und am letzten Dienstag erfüllte Robert Kennedy die für eine Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten wichtigste Voraussetzung: Er gewann die Vorwahl in Kalifornien.
Doch im Augenblick des Sieges fielen die tödlichen Schüsse - und die Rivalen Johnson, Humphrey und McCarthy überboten sich mit Gesten.
McCarthy ließ sich ins Hospital zum Guten Samariter fahren, wo Kennedy operiert wurde. Dort spendete er einem Mann Trost, den er im Wahlkampf als "nicht mehr ganz frisches Gesicht in der amerikanischen Politik" verhöhnt hatte: Kennedys weinendem Freund Pierre Salinger.
Hubert Humphrey überging den Instanzenweg und beorderte zwei Regierungsflugzeuge nach Los Angeles: das eine für den Heimtransport von sechs Kennedy-Kindern, das andere - ein riesiges Düsen-Tankflugzeug vom Typ KC-135 - für die Anreise eines renommierten Gehirnchirurgen aus Boston.
Doch Dr. James L. Poppen von der Lahey-Klinik konnte nichts mehr retten: Am letzten Mittwoch verkündete Kennedys Pressechef Frank Mankiewicz mit zitternder Stimme: "Ich habe eine kurze Erklärung abzugeben, die ich jetzt verlesen werde: Senator Robert Francis Kennedy starb heute, am 6. Juni 1968, um 1.44 Uhr."
Als Lyndon Johnson die Meldung vom Tod seines politischen Gegners erhielt, seufzte er, aschgrau im Gesicht: "Dies ist ein Augenblick der Tragödie und des Verlustes."
Mit einem nationalen Trauertag für John F. Kennedy hatte er seine Amtszeit begonnen. Nun, kurz vor dem Ende seiner Amtszeit, verordnete er zum zweiten Mal für einen Kennedy einen nationalen Trauertag.
Zum zweiten Mal setzte Lyndon Johnson nach einem Kennedy-Mord eine Kommission ein - diesmal soll sie nach den Wurzeln der Gewalt forschen.
Zum zweiten Mal auch ließ Lyndon Johnson einen toten Kennedy in einer Regierungsmaschine heimholen.
Und zum zweiten Male schließlich ergab eine Autopsie, daß die Todesursache bei einem ermordeten Kennedy ein Schuß ins Gehirn war.
Doch es gab noch mehr Parallelen, die möglicherweise für die Zukunft der Nation noch ungleich bedeutungsvoller sein werden.
Wie der Tod des ersten Kennedy vor viereinhalb Jahren wurde auch der Tod des zweiten Kennedy zu einer Demonstration der Stärke jener Familie, an deren beiden ermordeten Söhnen künftig "jeder Politiker gemessen wird, der sich in Amerika um ein hohes Amt bewirbt oder es bekleidet" ("New York Times").
Es war dasselbe Bild wie vor viereinhalb Jahren, nur mußte diesmal der jüngste, der letzte Sohn von Joseph P. Kennedy, übernehmen, was 1963 Bruder Robert übernommen hatte: Edward ("Teddy") Kennedy stand an der Spitze derer, die den Sarg in die riesige Maschine trugen, Edward tröstete seine Schwägerin Ethel, so wie 1963 Robert Schwägerin Jacqueline getröstet hatte.
Wird jetzt Edward - auch er schon ein Senator der Vereinigten Staaten - nach der Präsidentschaft greifen?
Ursprünglich hatte Vater Kennedy gehofft, daß sein ältester Sohn Joseph eines Tages als Staatschef Amerikas in das Weiße Haus einziehen würde.
Nach dessen Tod im Zweiten Weltkrieg nahm John F. den Platz des gefallenen Bruders ein. Und schon als Senator prophezeite der spätere Präsident: "So wie ich einsprang, weil Joseph gefallen war, so würde mein Bruder Bobby sich um meinen Sitz bewerben, wenn mir morgen etwas zustoßen sollte."
So geschah es: Nachdem die Schüsse von Dallas das Leben John F. Kennedys ausgelöscht hatten, war Robert angetreten, sich um das Erbe des toten Bruders zu bewerben. Nun ist auch er gewaltsam gestorben. Nur der vierte und letzte Bruder kann das Gesetz der Sippe noch erfüllen.
Der ehemalige Postminister Farley hatte schon 1964 erklärt: "Teddy wird eines Tages Präsident sein".
Heute, da der Name Kennedy endgültig zum Mythos geworden ist, scheint dieser Tag näher denn je.
Zehntausende defilierten am Freitag in der St. Patrick's Kathedrale von New York am Sarge Robert Kennedys vorbei, an dem Familienmitglieder und Freunde die Totenwache hielten, knieten nieder, strichen zaghaft über den Schrein, küßten weinend das Mahagoniholz.
Zehntausende folgten auch am Sonnabendnachmittag dem Trauerzug der Familie, als Robert Kennedy auf dem Heldenfriedhof von Arlington beigesetzt wurde - neben seinem Bruder, das zweite Kennedy-Opfer der amerikanischen Gewalt.
"Wenn es überhaupt einen Hoffnungsschimmer in der Düsternis der Trauer gibt", so schrieb die "New York Times", "dann ist es die Tatsache, daß die Amerikaner wieder einmal nach einem Pfad aus der Wildnis der Gewalt suchen.
* Am 26. Mal 1988 auf einer Wahlveranstaltung in der Grover Cleveland High School in Portland, Oregon.

DER SPIEGEL 24/1968
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