27.05.1968

Nur ohne Silver Lady

dürfen seit kurzem fabrikneue Rolls-Royce-Automobile in den USA verkauft werden. Die in wallende Gewänder gehüllte Silber-Dame (Werksjargon: "Emily"), seit 1911 Kühlerfigur der 1906 gegründeten vornehmen britischen Automarke, mußte dem US-Gesetz über Verkehrssicherheit geopfert werden. Als "Beispiel purer, ungezügelter Romantik" hatte sie nach Ansicht des kürzlich verstorbenen Kunsthistorikers Erwin Panofsky auf dem einem Tempel im klassizistischen Stil gleichenden Kühler einen Stilbruch verkörpert. Gleichwohl waren, so Rolls-Royce, "einige Amerikaner ein bißchen traurig" über Emily's Verschwinden.

DER SPIEGEL 22/1968
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