25.02.2006

POPDemokratie à la Rose

Diese Platte ist längst ein Klassiker, obwohl sie in keinem Laden steht. Weil sich die US-Rocker Guns N' Roses zwölf Jahre Zeit ließen und angeblich über 13 Millionen US-Dollar in die Produktion ihres neuen Albums "Chinese Democracy" investierten, kürte die "New York Times" das Werk schon mal zur "teuersten Platte, die nie gemacht wurde", und der amerikanische "Rolling Stone" ernannte es zur "wohl am dringendsten erwarteten Platte der Rock'n'Roll-Geschichte". Die für solche Superlative verantwortliche Band wurde Ende der achtziger Jahre weltberühmt mit Hits wie "Sweet Child o' Mine" oder "Paradise City". Aber seit 1994 herrscht weitgehend Funkstille. Bekannt ist nur, dass der als exzentrisch und aggressiv verschriene Sänger und Chef Axl Rose, 44, alle anderen Original-Mitglieder vergrault, sich aber die Rechte am Bandnamen gesichert hat. In diesem Jahr scheint möglicherweise Bewegung in die Sache zu kommen. Kürzlich erzählte Slash, der ehemalige Gitarrist der Band, im britischen Rundfunk, "Chinese Democracy" solle im März in den Handel kommen. Dazu passt, dass einige der geheimnisumwobenen neuen Guns-N'-Roses-Nummern nun als illegale Kopien im Internet aufgetaucht sind und dass sich Rose zurzeit auffällig oft in der Öffentlichkeit blicken lässt. Jüngst verklagte er einen Luxuswagenhändler in Beverly Hills, der ihn um mehr als 150 000 Dollar geprellt haben soll. Vielleicht braucht der Künstler auch einfach nur Geld.

DER SPIEGEL 9/2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 9/2006
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

POP:
Demokratie à la Rose

  • Filmstarts: Kinder mit Kanonen
  • Zu viele Verletzungen: NFL-Star Andrew Luck beendet mit 29 Karriere
  • Im Autopilot-Modus: Tesla-Fahrer schläft hinter dem Steuer ein
  • Brände im Amazonas: "Wir verlieren ein wesentliches Ökosystem unserer Erde"