05.02.1968

Luftsicherheit

Das US-Verteidigungsministerium will fortan darauf verzichten, ständig atomar bewaffnete Düsenbomber in der Luft zu halten. Bis zum Absturz eines Atombombers vor der spanischen Küste bei Palomares im Januar 1966 flogen ständig zehn bis zwölf H-Bomben-Flugzeuge umher; nach Bergung der Palomares-Bombe (Kosten der Aktion: 70 Millionen Dollar) ließ Verteidigungsminister McNamara nur noch zwei bis drei Maschinen fliegen. Den Absturz einer B 52 mit vier H-Bomben über Grönland (siehe Seite 89) nahm das Pentagon zum Anlaß, die Bereitschaftsflüge einzustellen. Washingtons Strategen glauben, daß die Bereitschaft der USA zum sofortigen Gegenschlag auch bei einem völligen Verzicht auf die Bomberflüge nicht gefährdet werde; denn die Amerikaner können bei einem feindlichen Angriff in 15 Minuten 1656 Atomraketen auf Ziele in aller Welt abfeuern.

DER SPIEGEL 6/1968
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