05.02.1968

URTEILDREW PEARSON

DREW PEARSON, 70, US-Star-Kolumnist ("Washingtoner Karussell), und sein Junior-Kompagnon, Jack Anderson, 44, können -- nach der Entscheidung eines Washingtoner Gerichts -- von dem US-Senator Thomas J. Dodd (US-Bundesstaat Connecticut) auf Schadenersatz verklagt werden. Der Richter verfügte, daß Journalisten schadenersatzpflichtig sind, wenn sie gestohlene Dokumente für die Abfassung nachteiliger Artikel verwenden. Die beiden Journalisten hatten in Artikelserien in den Jahren 1965 und 1966 den demokatischen Senator beschuldigt, Gelder aus Wahlkampfspenden für private Zwecke verbraucht und Spesen für Dienstreisen doppelt kassiert zu haben. Pearson und Anderson hatten ihre Informationen aus Akten und Korrespondenzen, die Dodds Bürochef, James Boyd, und die Privatsekretärin Marjorie Carpenter heimlich photokopiert hatten. Folge der Artikelserien: Dodd wurde im Juni 1967 von einem Senats-Untersuchungsausschuß gerügt, nachdem erzugegeben hatte, 116083 Dollar aus Wahlkampfspenden privat ausgegeben zu haben.

DER SPIEGEL 6/1968
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DREW PEARSON

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