06.11.1963

DEUTSCHLANDANNÄHERUNGSVERSUCHE.

Das Auswärtige Amt propagiert eine juristische Konstruktion, die es der Bundesrepublik gestatten würde, Beziehungen mit der DDR-Regierung aufzunehmen. In einer Broschüre mit dem Titel "Gibt es zwei deutsche Staaten?" entwickelt der Bonner Staats- und Völkerrechtler Professor Fritz Münch eine "Lehre, von der Teilbesetzung". Laut der Außenamts -Publikation könnte die Bundesrepublik als einzig rechtmäßiger deutscher Staat "durchaus Beziehungen mit der Zentralverwaltung im (sowjetisch) besetzten Gebiet entstehen lassen, ohne die Rechtslage im - mindesten anzutasten, solange klar bleibt, daß die DDR nichts anderes ist als die örtliche Verwaltung eines fremdbesetzten deutschen Gebietes. Die Bundesrepublik selbst hätte die weiteste Würdigungs- und Bewegungsfreiheit für ihre Beziehungen zu ihrem besetzten Gebiet. Die Maxime ihres Handelns bräuchte nur der größte Vorteil jenes Gebietes und seiner Bewohner zu sein".

DER SPIEGEL 45/1963
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