06.11.1963

AUSLANDÖLKRIEG.

Mit Hilfe eines Propagandatricks
versucht der staatliche italienische Ölkonzern "Eni", die internationale Konkurrenz aus dem Afrika-Geschäft auszubooten. Die Italiener, deren Tankstellenorganisation "Agip" bereits von zwanzig afrikanischen Staaten Verkaufslizenzen bekommen hat, verteufeln ihren farbigen Verhandlungspartnern gegenüber die amerikanischen, britischen und belgischen Mitbewerber als Strohmänner "der Kolonialisten". Den größten Erfolg erzielten die Eni -Emissäre mit ihrer Anti-Kolonial -Kampagne im Kongo: Sie erhielten das Monopol, Öl zu raffinieren und zu verkaufen. Der US-Botschafter in Elisabethville hat Kongo-Premier Adoula bereits eine Kürzung der Entwicklungshilfe angedroht, falls nicht der Eni-Vertrag rückgängig gemacht und auch den amerikanischen Gesellschaften Esso, Texaco und Mobil der Öl-Markt geöffnet wird.

DER SPIEGEL 45/1963
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AUSLAND:
ÖLKRIEG.

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