06.11.1963

Tran Le Chi

Tran Le Chi, 35, Schwester der südvietnamesischen Schattenregentin Madame Ngo Dinh Nhu, enthüllte in ihrem Washingtoner Exil die Hintergründe des Tanzverbots, mit dem Madame die Südvietnamesen belegt hat: "Einer ihrer Freunde war irgendein Botschafter, der jetzt nicht mehr in Saigon lebt. Er war oft ihr Gast im Sommerpalast Dalat und in ihrer Strandvilla in Long Hai. Als er das Interesse an ihr verlor und sich mit einem Tanzmädchen abgab, erließ Madame Nhu das Anti-Tanz-Gesetz." Sie selbst, so klagt die Nhu -Schwester, sei vor ihrer Emigration von der heimlichen Herrscherin wegen einer Romanze mit einem Franzosen in eine Nervenklinik eingesperrt worden und habe vor Kummer einen Selbstmordversuch unternommen. Tran Le Chi: "Sie schien sehr betrübt darüber zu sein, daß es nicht geklappt hatte."

DER SPIEGEL 45/1963
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