13.05.1964

DEUTSCHLANDDDR-ANSPRÜCHE.

Die Sowjetzone erhebt Anspruch auf große Teile des Ostseegrundes. Der DDR-Geophysiker Haalck hat gefordert, die Zone solle ihren Anteil am Hoheitsrecht über den Ostseegrund durch vertragliche Abmachungen sichern. Die DDR will damit einen Teil der Erdgas- und Erdölfelder annektieren, die vor der mecklenburgischen Küste außerhalb der Dreimeilenzone entdeckt worden sind. Haalck meint, notfalls könne Pankow auch auf vertragliche Abmachungen verzichten und seine Ansprüche aufgrund des "Völkergewohnheitsrechts" erheben. Er berief sich auf das von der Genfer Seerechtskonferenz 1958 festgelegte Mittellinienprinzip für den Festlandssockel, wonach die DDR den Ostseegrund bis zur Mittellinie zwischen den angrenzenden Staaten beanspruchen könne.

DER SPIEGEL 20/1964
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