06.05.1964

RÜSTUNG / PANZER-SKANDALESerie „M“

Die Sonnenbrille, die zu seinem Habitus gehört, machte es den Kriminalbeamten leicht, ihn beim Kanzler-Gastmahl der niedersächsischen CDU herauszufinden.
Als Fritz-Aurel Goergen in dem hannoverschen Gästehaus Büntehof für einen Augenblick die Festtafel verließ, verglichen seine Häscher nur kurz das dunkel-bebrillte Fabrikanten-Antlitz mit den verstohlen unter den Rockschößen gehaltenen Photos; dann ging es ab nach Kassel.
Der Generaldirektor und Mehrheitsaktionär der Henschel-Werke AG landete im Untersuchungsgefängnis an Kassels Leipziger Straße 11 - vom Volksmund "die Elwe" genannt. Ungebeugt und kratzbürstig (Goergen: "Ich bin in jeder Lage selbstbewußt") wehrte er sich dort die ganze Woche hindurch gegen den im Haftbefehl erhobenen Vorwurf, er habe
- "durch das Zusammenwirken mit leitenden Angestellten der Henschel -Werke das Bundesverteidigungsministerium geschädigt und Untreue gegenüber der Gesellschaft begangen".
Vorwürfe dieser Art werden zur Zeit in solcher Zahl erhoben, daß entweder die für das Bundeswehr-Beschaffungsamt Koblenz zuständige Staatsanwaltschaft übertreibt oder aber die Rüstungsindustrie in den Jahren unter Franz-Josef Strauß in einem unglaublichen Maße korrumpiert worden ist.
Als Erkenntnis ihres zähen Arbeitsfleißes jedenfalls meinen die Beschaffungs-Staatsanwälte in Koblenz: "Bei Bundeswehraufträgen betrügt fast jeder. Was wir davon aufdecken, sind allenfalls zwei Prozent."
In Koblenz zitiert man dazu gern den römischen Staatsmann Cato (234 bis 149 v. Chr.): "In Gold und Ehren stirbt, wer
den Staat, in Schande, wer seinen Nachbarn betrügt."
Der Pessimismus scheint durch einschlägige Berufserfahrung bestätigt zu sein. Allein während der letzten neun Monate assistierte die Staatsanwaltschaft Koblenz bei
- der Verhaftung von sieben Verantwortlichen der Braunschweiger Maschinenfabrik Luther & Jordan KG, darunter dem Komplementär und Geschäftsführer Walter Jordan (Juli 1963),
- der Verhaftung von drei Managern der Bremer Flugzeugfirma Focke -Wulf GmbH, darunter dem Geschäftsführer Arthur Rothe (Dezember 1963),
- der Verurteilung des ehemaligen
Panzerketten-Fabrikanten Erwin Backhaus zu acht Monaten Gefängnis und 50 000 Mark Geldbuße (Dezember 1963) und
- der Verhaftung von zwei leitenden Angestellten des Telefunken-Zweigwerks Eiweiler bei Saarbrücken (Januar 1964).
Bis auf Backhaus, der wegen Bestechung des Beschaffer-Majors Bastigkeit verurteilt wurde (SPIEGEL 1-2/1964), traf alle Opfer des staatsanwaltlichen Eifers die gleiche Beschuldigung wie im Falle Henschel: Sie sollten überhöhte Preise berechnet haben. Bei Luther & Jordan und Backhaus ging es überdies, wie bei Henschel, um die Lieferung von Panzer-Ersatzteilen.
Der Fall Bastigkeit brachte den Koblenzer Staatsanwalt Fritz J. Rath auf eine Spur, von der er die Nase nicht mehr hob, bis er am Mittwoch vorletzter Woche 14 Beamte in Goergens Landsitz Hösel bei Düsseldorf einmarschieren lassen konnte (SPIEGEL 18/1964).
Major Bastigkeit nämlich hatte sich nicht nur von Backhaus, sondern auch von der Kölner Firma Emka bestechen lassen. Und dieser Betrieb für Elektro - und Autozubehör, so fand Rath beim Aktenstudium heraus, hatte mit einer New Yorker Firma namens Norca Geschäfte über die Lieferung von Panzerersatzteilen abgeschlossen, die Rath voll Mißtrauen näher untersuchte.
Ihm kam bald der Verdacht, die Emka habe Ersatzteile für die amerikanischen Panzer der Bundeswehr zu absichtlich überhöhten Preisen in den USA erworben, dem Koblenzer Beschaffungsamt die überhöhten Preise berechnet und sich den Aufschlag später mit den amerikanischen Lieferfirmen geteilt.
Gegen den Emka-Chef Herbert Krüger senior, dessen Sohn Herbert und den Betriebsberater der Firma, Dr. Franz Berrendorf, wurde deshalb vor der 4. Großen Strafkammer des Landgerichts Koblenz inzwischen Anklage erhoben. Auch Josef Trippen, ehemals Angestellter der Preisüberwachungsstelle Köln, der die Rechnungen nachzuprüfen hatte, muß mit einem Verfahren rechnen.
Die Emka-Krügers zahlten eine Kaution von rund 900 000 Mark und wurden aus der Haft entlassen. Eine Hauptverhandlung steht noch aus.
Die Vorbereitungen für das Verfahren hatten genügt, um dem Staatsanwalt Rath zu einer wichtigen Erkenntnis zu verhelfen: Nicht nur die kleine Firma Emka in Köln, sondern auch Fritz-Aurel Goergens Henschel-Werke haben von der im Empire State Building residierenden Norca Machinery Corporation Ersatzteile für Bundeswehrpanzer eingekauft.
Rath schloß daraus, daß auch Goergen und die Norca Überpreise vereinbart und beide sich den Gewinn zum Schaden der Bundeswehr geteilt haben könnten.
Am 2. April landete auf dem Flugplatz München-Riem ein Mann namens Raffael Friedländer, von dem die Koblenzer Staatsanwälte sich weiteren Aufschluß versprechen konnten. Friedländer ist Agent der Norca, und in Kassel wird vermutet deutsche Konkurrenten der Henschel-Werke hätten die Staatsanwälte von Friedländers Anreise verständigt. Er wurde sofort verhaftet und einem ausgiebigen Verhör unterzogen.
Friedländer mußte auspacken - zunächst mündlich und dann auch eine Reisetasche mit Akten. Was die Korruptions-Jäger aus Koblenz von ihm erfuhren, hielten sie für ausreichend, um loszuschlagen: In einer Großaktion durchsuchte ein Stoßtrupp von Beamten Goergens Landhaus, ihre Kollegen schwärmten nach Kassel aus.
Haftbefehle für den Henschel-Einkaufschef Herbert (Gundlach, 52, und seinen Spezialisten für Rüstungsware, Fritz Hieser, 55, trugen die Beamten schon in der Tasche. Als Goergen selbst keineswegs klein beigab, sondern sich die Verdächtigungen und Geschäftsschädigung für sein Unternehmen verbat, hielten die Staatsanwälte die Verdunkelungsgefahr für gegeben und ließen ihn an Erhards Tafel schnappen.
Die inkriminierten Geschäfte sind alle vorn selben Typ; es handelt sich um Aufträge, die von Bonn in sogenannter freihändiger Vergabe erteilt worden waren. Bei dieser Beschaffungsmethode, die für hochspezialisiertes Rüstungsmaterial angewandt wird, vereinbart das Verteidigungsministerium nicht einen festen Lieferpreis, vielmehr ersetzt Bonn hinterher die entstandenen Kosten zuzüglich einer Gewinnmarge von etwa fünf Prozent.
Um jeden Anreiz zu kalkulatorischer Unternehmer-Phantasie zu dämpfen, hat
Bonn "Leitsätze zur Preisermittlung auf Grund von Selbstkosten" aufgestellt, an die der Vertragspartner gebunden ist. Rabatte oder Preiszugeständnisse, wie sie die Norca gewährte, müssen bei den Selbstkosten abgezogen werden. Läßt ein Vertragspartner des Koblenzer Beschaffungsamtes das außer acht, so macht er sich einer betrügerischen Vertragsverletzung schuldig. Er kann bis fünf Jahre nach der Abrechnung gezwungen werden, seine Kalkulationen offenzulegen.
Die USA lieferten für die Bundeswehr bis heute mehr als 3000 Kampfpanzer verschiedener Typen, von denen beispielsweise die Muster M 41 und M 47 schon seit 1956 in Amerika nicht mehr hergestellt werden. Produktionsunterlagen dafür waren dürftig oder nicht vorhanden, Ersatzteile
schwierig zu beschaffen Westdeutsche Firmen mußten solche Teile entweder mit beträchtlichen Kosten selbst nachbauen oder sie bei ausländischen Lieferanten aufspüren; dabei konnten sie naturgemäß oft nur schwer beurteilen, ob der geforderte Preis korrekt war.
Mit Rücksicht auf solche Handikaps rief das Verteidigungsministerium nicht nach dem Staatsanwalt, wenn es eine Preisüberhöhung von nicht mehr als fünf Prozent entdeckt zu haben glaubte: Es forderte dann lediglich die Differenz zurück. Jedoch gab es im Wundergarten der Selbstkosten auch prächtigere Blüten. Sie schienen immer besonders gut zu gedeihen, wo es um Panzerteile ging.
So hatte Panzer-Ketten-Schmied Erwin Backhaus noch ehe er für die Bundeswehr - und Major Bastigkeit für ihn
- tätig wurde, ein bislang unbekannt gebliebenes Geschäft mit der belgischen Armee abgezogen, bei dem nach den bisherigen Ermittlungen der Koblenzer Staatsanwälte die westdeutsche Staatskasse erheblich geschädigt wurde.
Backhaus waren bereits im Jahre 1953 Panzerketten lukrativer erschienen als die Waffel- und Bügeleisen, die er in seinem Kleinbetrieb bis dahin herstellte. Er fand, wie die Koblenzer ermittelten, mit Hilfe eines Zwischenträgers kubanischer Nationalität Verbindung zum Kommandeur einer belgischen Armee-Beschaffungssteile und ließ es sich angelegen sein, zunächst ein freundschaftliches Verhältnis herzustellen.
Der Kettenaspirant schickte einen Lastwagen voll Spielsachen nach Belgien, mit denen sein neuer Freund arme Waisenkinder erfreuen sollte. Die Ehefrau des Belgiers, Vorsitzende eines Rotkreuz-Komitees, erhielt von Backhaus
5000 Mark. Die Stiftung erreichte zwar nie das Rote Kreuz, aber Backhaus konnte die Summe von der Steuer absetzen. Den beiden technischen Offizieren der Dienststelle erfüllte der Fabrikant Wünsche nach einem Fernsehgerät und einer Musiktruhe.
Auf dem so gedüngten Boden gedieh das Kettengeschäft. Backhaus erhielt einen Auftrag zur Lieferung von 85 000 Kettengliedern zu je 172 Mark; dieser Preis lag um etwa 80 Mark über den Selbstkosten.
Backhaus mußte seinen Profit zwar um rund eine Million Mark für den Kubaner und die belgischen Kontaktleute schmälern, aber noch schlechter erging es der Bundeskasse: Da Bonn die Kettenlieferung im Rahmen der Besatzungskosten zu begleichen hatte, zahlte es ahnungslos auch den Überpreis von fast sieben Millionen Mark an den Unternehmer aus Remscheid.
Als später die Bundeswehr zum Backhaus-Kunden geworden war, fand der alerte Industrielle sogar einen Weg, auch noch Teile der für den Belgien -Auftrag ausgelegten Schmier-Million dem Bund in Rechnung zu stellen.
Zu jener Zeit war Backhaus immer noch damit beschäftigt, seinen Kubaner ratenweise zu entlohnen. Das geschah mittels monatlicher Zahlungen für einen Beratungsvertrag, den Backhaus aus Tarngründen mit einem Strohmann des Kubaners abgeschlossen hatte. Insgesamt 385 000 Mark dieser Monatsschecks führte der Remscheider unter den Selbstkosten auf, die er in Bonn für die Bundeswehr-Ketten präsentierte.
Die eigenwillige Kostenberechnung in der Remscheider Firma hörte auch dann
nicht auf, als sie unter kräftiger Nachhilfe des Onkel Aloys von Backhaus an den Diehl-Konzern übergegangen war (SPIEGEL 39/1962).
Die Staatsanwaltschaft widmete sich dem Backhaus-Komplex mit großer Sorgfalt. Gegen den ehemaligen Juniorchef, der für seine Zuwendungen an Major Heinrich Bastigkeit bereits verurteilt wurde, ist in Koblenz sowohl wie in Belgien ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden.
Am roten Backhaus-Faden haspelten sich die Koblenzer zu immer neuen Entdeckungen. Sie stießen nicht nur auf die Kölner Emka, sondern auch auf das Braunschweiger Maschinenbau-Unternehmen Luther & Jordan. Auch hier sollen für Panzerreparaturen betrügerisch überhöhte Preise in Höhe von mehreren Millionen Mark gefordert worden sein.
Zwar haben die Ermittlungen noch nicht zu einer Anklage, dafür aber zu anderen drastischen Folgen geführt.
Mitinhaber und Geschäftsführer Walter Jordan verkaufte, noch ehe er im Juli 1963 verhaftet wurde, seinen Firmenanteil und gab die Leitung des Unternehmens ab. Die Firma änderte ihren Namen in Luther GmbH & Co. Ein vom Bund gepachtetes Werk in Ichendorf bei Köln, in dem Luther & Jordan Panzer gewartet hatte, mußte das Unternehmen wieder hergeben.
Im November vergangenen Jahres nahm sich Walter Jordan, 62, der seit 1935 der Firma angehört hatte, als schwerkranker Mann in Braunschweig das Leben.
Gemessen an den voraufgegangenen Panzerskandalen geht es bei Henschel um kleinere Beträge. Um so mehr wird der Ruf der Firma geschädigt, die sich unter Goergens Leitung wieder, als deutsches Weltunternehmen bestätigen konnte.
Gelingt es dem Staatsanwalt Rath und seinen Kollegen, die Henschel -Werke des Betrugs zu überführen, so hätte Goergen um relativ kleiner Münze willen seine amerikanischen Aktionäre verprellt und sein Prestige als Erfolgsmanager lädiert.
Selbst der ausgeschiedene Vorgänger Goergens, Oscar R. Henschel ("Ich bin in Kassel heute eine Quantité négligeable"), der sich von dem hemdsärmeligen heutigen Henschel-Chef stark unterscheidet, beklagt das "spektakuläre Trara" der staatsanwaltschaftlichen Aktionen gegen Goergen.
Dem letzten Chef der Industriellen-Dynastie war es nicht vergönnt gewesen, das 1810 gegründete Unternehmen aus den Nachkriegsschwierigkeiten herauszubringen. Bestellungen der Bundesbahn auf Lokomotiven kamen nur schleppend herein, so daß auch Oscar Henschel bemüht war, Anschluß an die westdeutsche Wiederaufrüstung zu gewinnen.
Er verhandelte beispielsweise mit der Firma Martin in Baltimore, die Raketen des Typs TM 76 herstellte. Zu dieser Zeit jedoch war der Lizenzbau durch deutsche Firmen noch nicht wieder freigegeben.
Naturgemäß reflektierte Oscar Henschel, in dessen Werken während des Zweiten Weltkrieges der "Tiger" für die Wehrmacht gebaut worden war, auch auf neue Panzer-Bestellungen aus der Bonner Ermekeilkaserne.
Die junge Truppe sollte damals so schnell wie möglich Schützenpanzerwagen (SPW) erhalten - mit Schnellfeuerkanonen bestückte Kettenfahrzeuge, die jeweils zwölf Panzergrenadiere aufnehmen und unmittelbar ins Gefecht transportieren können. Die rollenden Panzerwannen schützen die Besatzung vor Infanteriefeuer und Atomstrahlen.
Selbst um diesen ersten Großauftrag des neuen Heeres aber rankte sich bereits ein Rüstungsskandal - der erste in der Bundesrepublik überhaupt. Beim
SPW-Wettlauf nach Bonn und nach Koblenz preschte ein adeliger Standesherr - Freiherr Jesco von Puttkamer - weit voraus.
Der Baron vertrat damals den spanisch schweizerischen Rüstungskonzern Hispano-Suiza und erreichte durch seine Beziehungen zu dem früheren Chef des Bundeskanzleramtes, Globkes Vorgänger Otto Lenz, daß die Hispano-Suiza mit der Entwicklung eines modernen Schützenpanzer-Typs beauftragt wurde. Sobald das von dem Starkonstrukteur Fürst Poniatowski skizzierte Modell serienreif war, sollten etwa 5000 SPW gebaut werden.
So spontan, wie der Auftrag erteilt worden war, wurde auch Vorkasse geleistet. Der aus Polen stammende Fürst experimentierte jedoch mehrere Jahre lang mit unzulänglichem Ergebnis. Seine Versuchsmodelle enttäuschten die bundesdeutschen Kontrolloffiziere, und die für den Bau der Panzer ausersehenen Firmen Hanomag und Henschel mußten warten.
In Bonn wurde unterdes das Weltrüstungsunternehmen Hispano-Suiza verdächtigt, es habe sich von Staatssekretär Lenz oder von einflußreichen Politikern protegieren lassen. Der Geschäftsführer der Bonner Hispano -Suiza-Filiale, Baron von Puttkamer, erlitt eine Herzattacke und wanderte aus, nach Kanada.
Auch der damalige CDU-Bundestagsabgeordnete und Oberst außer Diensten Fritz Berendsen hatte sich um den Bau der Schützenpanzerwagen bemüht. Berendsen - im Privatberuf Prokurist der Firma Klöckner & Co in Duisburg - mußte sich wegen seiner Lobby-Tätigkeit in einem Untersuchungsverfahren vor dem Bonner Verteidigungsausschuß verantworten.
Daß der fette Auftrags-Brocken aus Bonn so lange auf sich warten ließ, nannte Oscar R. Henschel später in einem Brief an ehemalige Geschäftspartner als den wichtigsten Grund für die Finanzkatastrophe, die seiner Firma drohte:
"Das schlimmste war, daß unerwarteterweise Bonn einen Auftrag auf Schützenpanzer im Werte von etwa 180 Millionen Mark sistierte. Diesen Auftrag hatte ich in der Hauptsache deshalb hereingenommen, um die Zeit zu überbrücken, die für die Umstellung der Dampflokomotiv-Abteilung auf allgemeinen Maschinenbau benötigt
wurde."
Als Henschel bei seinen Lieferanten mit 45 Millionen Mark verschuldet war, machten seine Gläubigerbanken mit ihm kurzen Prozeß. Während einer Aufsichtsratssitzung eröffneten die Vertreter der Banken - Deutsche Bank, Commerzbank, Frankfurter Bank - dem Firmeninhaber, daß er ihnen gegen Übernahme der Schulden sämtliche Firmenanteile abzutreten habe. Henschel fügte sich.
Im Auftrage der Banken laborierte dann der Münchner Wirtschaftsprüfer Dr. Johannes Semler an der Lok- und Lkw-Firma herum. Der Umsatz fiel im Jahre 1958 auf 193 Millionen Mark. Zum Jahresende 1957 holten sich deshalb die Banken Fritz-Aurel Goergen nach Kassel, um das Unternehmen endlich wieder flottzumachen.
"Prinz Aurel" wurde zunächst Aufsichtsratsvorsitzender, dann Vorsitzender der Geschäftsführung der Henschel -Werke GmbH. Als zum Jahresanfang
1962 Henschel in eine AG umgewandelt wurde, setzte sich Goergen als Generaldirektor an die Spitze.
Mit Brachialgewalt, Ideenreichtum und Glück sanierte er die Firma, deren Belegschaft bald von 8000 auf 13 000 anwuchs. Goergen entließ eine Reihe leitender Angestellter und gliederte neue Unternehmensbereiche, so den Bau von Maschinen und Kunststoffanlagen, an. Seine Lastwagen, denen er in Zusammenarbeit mit dem Karosseriewerk Karmann ein modernes Gesicht gab, sicherten sich in der westdeutschen Konkurrenz einen der vordersten Plätze.
Die Etappen der Sanierung waren an den jährlichen Umsätzen abzulesen:
- 1959: 250 Millionen Mark,
- 1960: 413 Millionen Mark,
- 1961: 461 Millionen Mark,
- 1962: 473 Millionen Mark,
- 1963: 456 Millionen Mark.
Der Umsatz je Beschäftigten war 1959 noch mit nur 20 500 Mark angegeben worden. Goergen rationalisierte so straff, daß diese Meßzahl der Produktivität 1963 auf 35 000 Mark kletterte.
Goergen war sich seines Erfolges so sicher, daß er mit eigenem Geld 27,5 Prozent des Henschel-Stammkapitals von damals 45 Millionen Mark erwarb. Angesichts der katastrophalen Geschäftslage konnte Goergen seinen Anteil zu einem Viertel des Nominalwertes, für insgesamt 3,1 Millionen Mark, erstehen.
Bereits drei Jahre nach seinem Einzug war die Überschuldung des Unternehmens beseitigt, und in diesem Jahr werden die Henschel-Werke erstmals eine Dividende von sechs Prozent auswerfen. Zugleich sollen die Henschel-Aktien an der Börse eingeführt werden.
Heute gehören Goergen, der einst mit 3,1 Millionen Mark bei Henschel eingestiegen ist, 54,9 Prozent des Aktienkapitals im Nennwert von 59,7 Millionen Mark.
Letztlich hat ihn der Erwerb seines Mehrheitsanteils - er repräsentiert heute einen Wert von mindestens 80 Millionen Mark - keinen Pfennig gekostet. Durch Kursaufschläge bei seinen Aktienmanipulationen holte der Henschel-Chef von den amerikanischen Gesellschaftern nicht nur seinen 3,1-Millionen-Einstand wieder heraus; überdies verdiente er bei dem Geschäft nach Abzug der Steuern noch zwei Millionen Mark hinzu.
Kein deutscher Industrieller kommt dem in den Staaten geprägten Boß-Typ so nahe wie der Gelsenkirchener Sohn eines Süßwarenhändlers. Der dominierende Zug des Herrischen in dem Gesicht mit dem harten Mund und dem Kinn, das einer eisernen Schublade ähnelt, wird noch verstärkt durch die dunkle Brille, hinter der Goergen auf ärztliches Anraten hin seine lichtempfindlichen Augen verbirgt.
Der Sohn der Ruhr verdaute selbst den schmerzhaftesten Niederschlag seines Manager-Daseins: Die Großaktionärin des Stahlkonzerns Phoenix-Rheinrohr AG, Amélie Thyssen, setzte ihren Generaldirektor Goergen, der das Werk aus Schutt und Trümmern in die Spitzengruppe der europäischen Stahlwerke geführt hatte, mit 2,6 Millionen Mark Abfindung vor die Tür. Im Kampf um die Macht an der Ruhr war der Emporkömmling am Widerstand der arrivierten Manager-Generation gescheitert.
Vom Umgang mit der Bluts- und Geld -Society hält Prinz Aurel so wenig wie von gezierter Konversation. Eine besondere Freude bereiteten ihm seine Mitarbeiter, als sie ihm vor Jahren zum Geburtstag eine holzgeschnitzte Miniaturausgabe des Kasseler Herkules-Denkmals mit eingebautem Lautsprecher schenkten. Aus dem Inneren des keulenschwingenden Herkules ertönt der Ruhrgebiets-Gassenhauer:
Haut se, haut se, haut se
vor die Schnauze.
Haut se, haut se, haut se
vor'n Ballon ...
Markanter Schmuck seines Kasseler Büros, das der Schreibstube eines Bataillonschefs mehr ähnelt als einer Generaldirektoren-Zuflucht, ist ein Fußball mit
Widmung des FC Schalke 04. Nach seinem Abgang von der Ruhr hat der Chef auch als Fußballer eine neue Heimstatt gefunden: beim KSV Hessen Kassel, dem Goergen den Einkauf mehrerer erstklassiger Kicker erleichterte.
Indes hält die Kasseler Diaspora Goergen davon ab, seinen anderen beiden Hobbys, der Brieftaubenzucht und dem Besuch von Box-Arenen, die nötige Aufmerksamkeit zu widmen. Er bezeichnet sich deshalb gern als "Industrie-Mönch". Nur das Wochenende verbringt Goergen bei seiner Frau Dagmar, 31, und seiner vierjährigen Tochter Aurelia ("Püppi") in Hösel.
Seinen Vorstand, den er täglich zu eingehenden Rapporten zusammentrommelt, traktiert er mit polternder Offenheit. Hin und wieder bezeichnet er seine Führungskräfte schlicht als "doof".
Den hohen Anforderungen des Henschel-Chefs an seine Vorstandsmitglieder - Arbeitsbeginn 7.30 Uhr, Feierabend frühestens um 20.00 Uhr - sind nur junge Leute gewachsen. Tatsächlich wird kaum ein deutsches Großunternehmen von so jungen Managern geführt wie die Henschel-Werke. Mittdreißiger mit Jahreseinkünften um 150 000 Mark sind bei Goergen keine Seltenheit.
Sein technisches Vorstandsmitglied, der Diplomingenieur und Amateur-Jäger Gerhard Hollmann, den Goergen von Phoenix-Rheinrohr mit nach Kassel nahm, ist erst 38 Jahre alt. Sein kaufmännischer Direktor Günter Nawrath hat gerade das vierzigste Lebensjahr vollendet.
Bei der Auswahl seiner Führungskräfte demonstrierte Goergen Talent für effektvolle Improvisation.
Den heutigen Hauptvertriebschef, Dr. Mummert, 32, etwa, der die Abteilung Lastwagenverkauf (mit 53 Prozent des Konzernumsatzes Henschels erfolgreichste Sparte) leitet, lernte Goergen in New York auf der Straße kennen. Dort schlug sich Mummert mit dem Verkauf von Zeitungen recht bescheiden durch.
Nach des Tages Mühen gibt der Herr des Hauses Henschel seinen Mitarbeitern hin und wieder im Henschel-Gästehaus auf dem Dachsberg, Goergens Kasseler Wochendomizil, Gelegenheit zu zwangloser Aussprache.
Zu vorgerückter Stunde fordert der Konzernherr gelegentlich zum Tarock nach Art des Hauses auf: Beim Kartenspiel "Schwarze Sau", einer Art negativem Skatspiel, bei dem der verliert, dem ein Stich mit der Pik-Dame zufällt, erreicht der Abend seinen Höhepunkt. Sodann drängt der Hausherr seine Gäste zum Aufbruch: "Schluß jetzt, ihr sauft mir hier den ganzen Sekt aus."
Der Sanierer in Kassel war als Soldat mit schweren Verwundungen aus dem Zweiten Weltkrieg heimgekehrt und hielt nicht viel vom Militär. Er hatte deshalb zunächst nicht die Absicht, die Kasseler Rüstungsproduktion wieder anzukurbeln.
Goergen gab die Parole aus, die neue Rüstungsproduktion in Kassel solle fünf Prozent des Jahresumsatzes nicht übersteigen. Da jedoch im Lastwagen-, Lokomotiv- und Maschinen-Geschäft die Konkurrenz immer stärker wurde, wich auch er mehr und mehr auf das risikofreie Rüstungsgeschäft aus.
Die Tochterfirma Henschel-Flugzeugwerke AG übernahm die Wartung amerikanischer und französischer Hubschrauber für die Bundeswehr. Die Mutterfirma schloß mit Bonn einen Panzerbetreuungsvertrag, den "PZBV 087".
Danach wurden in Kassel amerikanische Bundeswehrpanzer der Serien -Typen M 41, M 42, M 47, M 48 und M 74 gewartet. In regelmäßigem Turnus mußten die Tanks auseinandergenommen und alle defekten Teile erneuert werden.
Mit einigen Jahren Verspätung gab das Bundesverteidigungsministerium schließlich auch den Produktionsbefehl für den nunmehr vollendeten Hispano -Schützenpanzerwagen. Die Henschel -Werke bauten nach schWeizerischer Lizenz insgesamt 510 Fahrzeuge des Typs HS 30 zum Stückpreis von rund 400 000 Mark. Im Jahre 1962 lief die Produktion aus.
Zu diesem Zeitpunkt hatte das Rüstungsteam in Kassel sogar einen Panzerwagen eigener Konstruktion, den Typ HWK 11, konzipiert. Das Kettenfahrzeug aus Goergens Werkstatt ähnelt dem Schützenpanzer HS 30 von Hispano-Suiza. Es wird inzwischen gebaut und exportiert. 40 Exemplare gingen Anfang dieses Jahres nach Mexiko.
Mit Genehmigung des Bundeswirtschaftsministeriums wird der Typ HWK 11 als "gepanzerter Schützenwagen" ausgeliefert. Zusätzliche Vorrichtungen jedoch erlauben es, daß die Empfänger etwa Granatwerfer oder Raketenlafetten aufmontieren. Die dafür geeigneten Aufbauten werden vor dem Versand in Kassel nur mit einer Rostschutzfarbe angestrichen.
In Kassel wird überdies demnächst die Serienproduktion des neuen deutschen Panzers aufgenommen. Von insgesamt 710 Fahrzeugen bauen die Firmen Henschel und Hanomag je die Hälfte. Preis: 500 000 Mark pro Stück.
Für die Henschel-Werke bedeuteten die Bundeswehr-Projekte eine sichere Sache, aber sie gaben für den Aufschwung unter Goergen nicht den Ausschlag. Die gesamte Rüstungsproduktion in Kassel betrug während der Jahre
- 1959: 16 Millionen Mark,
- 1960: 65 Millionen Mark,
- 1961: 86 Millionen Mark,
- 1962: 63 Millionen Mark,
- 1963: 52 Millionen Mark.
Immerhin stieg damit die Rüstung am Henschel-Umsatz über Goergens Fünf-Prozent-Klausel auf durchschnittlich 13 Prozent pro Jahr. 1960 und 1961 schwoll der Anteil sogar auf 16 und 19 Prozent an.
In jenen beiden Jahren ("Bild am Sonntag": "Die Geschäfte sind größtenteils während der Amtszeit von Minister Strauß abgewickelt worden") machte Goergen auch die Geschäfte mit Panzerersatzteilen, derentwegen er und seine Mitarbeiter verhaftet wurden.
Im Rahmen des sogenannten Bir-Vertrages (Betreuungs- und Instandsetzungs-Rahmenvertrag) hatten die Henschelaner bei der Inspektion der US -Panzer schadhafte Teile zu ersetzen. War das Werk nicht in der Lage, die Teile selbst zu bauen, so mußten sie auf dem Rüstungsmarkt beschafft werden.
Dabei wurden - so Goergens Mitarbeiter - jeweils mindestens drei Firmen im Bundesgebiet und in Amerika zur Abgabe von Preisangeboten aufgefordert. Der "nach Preis und Lieferzeit wirtschaftlichste Anbieter" habe dann den Zuschlag erhalten.
Goergens Direktoren dementieren, daß ihnen etwa Panzerersatzteile zum Stückpreis von 40 Mark angeboten worden seien und sie oder Goergen von
sich aus den Preis auf mehrere hundert Mark erhöht hätten. Auch der Vorwurf, gebrauchte Ersatzteile als neue berechnet zu haben, wird in Kassel heftig bestritten. Chef-Techniker Hollmann: "Wir haben hier im Werk ständig sechs Zivilbeamte des Beschaffungsamts; alles Ingenieure, die auch ausgewechselt werden. Die sind päpstlicher als der Papst."
Für insgesamt 16 Millionen Mark hat Henschel während der letzten Jahre Panzerersatzteile von fremden Firmen gekauft. Daran wiederum war mit fünf Millionen Mark das New Yorker Handelshaus Norca Machinery Corporation beteiligt. Die Firma lieferte nicht nur Ersatzteile nach Kassel, sie vertritt überdies Henschels Interessen in Amerika.
Goergens Mitarbeiter Herbert Gundlach, 52, der es vom Volksschüler und Stift in 26jähriger Betriebszugehörigkeit zum Einkaufschef brachte, betont, auch die Preise der amerikanischen Norca seien stets auf das Niveau des niedrigsten Anbieters heruntergehandelt worden.
Mindestens bei zwei Abschlüssen über Ersatzteile jedoch hat die Firma Henschel dennoch dem New Yorker Lieferanten und Geschäftsfreund Zuschläge von zusammen 50 000 Mark gewährt und das Geld bei der Abrechnung dem Haushalt des Bundesverteidigungsministeriums vorenthalten.
Unter anderem darauf basiert die Erklärung des Oberstaatsanwalts Karl Schäfer, Leiter der Staatsanwaltschaft Koblenz: "Es besteht der Verdacht, daß die Beschuldigten bei der Preisgestaltung von Bundeswehraufträgen den Fiskus rechtswidrig zur Zahlung wesentlich überhöhter Preise veranlaßt haben."
Eine ungerechtfertigte Preiserhöhung zum Nachteil des Bundeshaushalts wird auch in einem Geschäft mit sogenannten Lenzpumpen vermutet, die für den Panzertyp M 47 verwendet werden. Das Fahrzeug kann durch Wasser waten, und die Pumpen werden benötigt, um eingedrungenes Wasser wieder herauszupumpen. Angeblich erwarb Henschel solche Pumpen von einer deutschen Firma zum Preis von etwa 80 Mark pro Stück und lieferte sie später für rund 200 Mark direkt an die Bundeswehr weiter.
Der Vorwurf der Untreue gegen Goergen zielt auf eine Transaktion, bei der immerhin schon ein Betrag von 392 000 Mark im Spiel war. Fritz-Aurel Goergen gab in der vergangenen Woche von sich aus zu, daß ein Betrag in dieser Höhe auf dem Konto einer Bank in Zürich ruht.
Das Geld war in New York angewiesen worden, nachdem Goergen von der Norca eine nachträgliche Gewinnbeteiligung am Geschäft mit den Panzerersatzteilen verlangt hatte. Im Jahre 1962 überwies Norca-Chef Caminor zunächst 50 000
Dollar und später noch einmal 48 000 Dollar in die Schweiz.
Fritz-Aurel Goergen ließ das Konto bei der Züricher Bank mit "Norca" bezeichnen. Seit zwei Jahren harren die rund 400 000 Mark dort ihrer Verwendung.
Durch die um 50 000 Mark erhöhten Preise für die Norca und die 98 000 Dollar auf einem Schweizer Konto handelte sich der reiche Goergen - sein Gesamtvermögen wird auf rund 100 Millionen Mark geschätzt - die Verhaftung ein. Denn in Paragraph 4 Absatz 4 des 1959 zwischen Henschel und dem Ministerium geschlossenen Vertrages heißt es:
"Soweit der Auftragnehmer Fremderzeugnisse bezieht, ist er verpflichtet, beim Einkauf nach den Regeln eines ordentlichen Kaufmanns alle marktwirtschaftlichen Mittel zur Erlangung des günstigsten Preises anzuwenden."
Gegen diese Regel hat Goergen nach Ansicht der Staatsanwälte mindestens zweimal verstoßen: Einmal, indem er unnötigerweise 50 000 Mark Preiszuschlag für Panzerersatzteile an die Norca zahlte; zum zweiten dadurch, daß er den als Gewinnanteil kaschierten Preisnachlaß in Höhe von 392 000 Mark bei seiner Selbstkostenberechnung unterschlug. Nach dem Kalkül, daß sich die amerikanischen und deutschen Partner in der Regel die Sondererlöse teilten, vermutet man in Bonn aus den verschiedenen Kasseler Preismanipulationen einen Schaden für die Bundeswehr in Höhe von 1,2 bis 1,6 Millionen Mark.
Bei seiner Vernehmung wies Goergen darauf hin, daß er mit dem Preiszugeständnis von 50 000 Mark die Norca-Geschäftsführung über die hartnäckige Methode der Firma Henschel, zu niedrigsten Preisen einzukaufen, habe hinwegtrösten und sie bei guter Laune halten wollen.
Goergens Angaben darüber, was er mit dem Dollar-Sparbatzen in der Schweiz vorgehabt habe, setzten die Koblenzer Staatsanwälte einigermaßen in Erstaunen. Der Henschel-Chef erläuterte, er habe diesen Betrag "als Trumpf" in der Hand haben und in Verhandlungen mit dem Bundesverteidigungsministerium ausspielen wollen, sobald der Panzerbetreuungsvertrag ausgelaufen sein würde. Er habe das Geld keineswegs für sich verwenden, sondern bei Gelegenheit "mit dem Ministerium darüber verhandeln" wollen.
Der Vorwurf der gesellschaftsrechtlichen Untreue - Paragraph 81a des GmbH-Gesetzes - läßt den stets selbstbewußten Goergen kalt.
Seine Argumentation: Wenn er die 98 000 Dollar, die er der Norca abgeknöpft habe, in die Firmenkasse gesteckt hätte, wäre das den Bonner Prüfern beziehungsweise den Preisprüfungsbehörden in den Bundesländern aufgefallen. Diese würden ihm die Summe - da Henschel den vertraglich zugesicherten Gewinn von fünf Prozent bereits kassiert hatte - sofort abgenommen haben.
Bei Henschel wäre der Betrag demnach in diesem Falle, so Goergen, ein "durchlaufender Posten" gewesen, den weder die Henschel-Werke noch ihre Gesellschafter hätten beanspruchen können.
Nach Ansicht der Staatsanwälte aber wären sowohl die rund 400 000 Mark als auch die 50 000 Mark als Geld der Steuerzahler im Bonner Rüstungshaushalt besser aufgehoben gewesen denn als "durchlaufender Posten" auf dem Konto in der Schweiz.
* Weitere 40,9 Prozent hält eine amerikanische Gruppe unter Führung der Morgan Guaranty Trust Company. In den Rest teilen sich verdiente Henschelaner, unter ihnen Fritz-Aurels Bruder Willi und sein technischer Direktor Gerhard Hollmann.
Reparatur von Bundeswehrpanzern (M 48) in den Kasseler Henschel-Werken: Aus Ersatzteil-Geschäften mit Amerika ...
Mit Verteidigungsminister Strauß
Mit BDI-Chef Berg, Ministerpräsident Zinn
Mit Kanzler Erhard
Henschel-Chef Goergen, Prominente
... ein Dollar-Konto in der Schweiz
Haussuchung bei Goergen: Vom Kanzler-Tisch in die Zelle
Rüstungs-Fabrikant Jordan
Aus der Chronik der Panzer-Skandale ...
Rüstungs-Beschaffer Bastigkeit
... führte eine Spur ins Henschel-Werk
Henschel-Panzer Tiger (1943), HWK 11, von Henschel gewarteter US-Panzer M 41: Die Regeln eines ordentlichen Kaufmanns ...
Henschel-Direktor Hollmann
... im Rüstungsgeschäft verletzt?
Industriekurier
Der allmächtige Staatsanwalt

DER SPIEGEL 19/1964
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 19/1964
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

RÜSTUNG / PANZER-SKANDALE:
Serie „M“

Video 03:25

UFO-Berichterstattung "Natürlich sind das UFOs!"

  • Video "Video aus Hongkong: Marsch der Millionen im Zeitraffer" Video 01:02
    Video aus Hongkong: Marsch der Millionen im Zeitraffer
  • Video "Golanhöhen: Siedlung Beruchim heißt jetzt Trump Heights" Video 00:53
    Golanhöhen: Siedlung "Beruchim" heißt jetzt "Trump Heights"
  • Video "Video aus Frankreich: Hagel zerstört Windschutzscheibe" Video 01:02
    Video aus Frankreich: Hagel zerstört Windschutzscheibe
  • Video "Massive Störung: Ganz Argentinien und Uruguay ohne Strom" Video 00:57
    Massive Störung: Ganz Argentinien und Uruguay ohne Strom
  • Video "Putin, der Eismann: Geschenk für Xi Jinping" Video 00:59
    Putin, der Eismann: Geschenk für Xi Jinping
  • Video "Protest gegen Bienensterben: Imkerin macht sich selbst zum Bienenstock" Video 01:22
    Protest gegen Bienensterben: Imkerin macht sich selbst zum Bienenstock
  • Video "Politisches Statement: Riesen-Kunstwerk unter dem Eiffelturm" Video 02:15
    Politisches Statement: Riesen-Kunstwerk unter dem Eiffelturm
  • Video "Filmstarts: Ich tippe auf... Zombies!" Video 06:53
    Filmstarts: "Ich tippe auf... Zombies!"
  • Video "Videoanalyse zum Iran-Konflikt: Die Gefahr wächst" Video 01:19
    Videoanalyse zum Iran-Konflikt: "Die Gefahr wächst"
  • Video "Abgang von Sara Sanders: Trumps Lautsprecher ist verstummt" Video 04:02
    Abgang von Sara Sanders: Trumps Lautsprecher ist verstummt
  • Video "Hongkong zieht umstrittenes Gesetz zurück: Die Angst wechselt die Seiten" Video 01:23
    Hongkong zieht umstrittenes Gesetz zurück: "Die Angst wechselt die Seiten"
  • Video "US-Vorwürfe: Video soll iranischen Angriff auf Tanker beweisen" Video 00:59
    US-Vorwürfe: Video soll iranischen Angriff auf Tanker beweisen
  • Video "Hybrid aus Fahrrad und Motorrad: Mit der Tretmühle auf die Autobahn" Video 01:07
    Hybrid aus Fahrrad und Motorrad: Mit der Tretmühle auf die Autobahn
  • Video "Besetzte Kreuzung in Berlin: Am liebsten 'ne Fahrradstraße" Video 03:26
    Besetzte Kreuzung in Berlin: "Am liebsten 'ne Fahrradstraße"
  • Video "UFO-Berichterstattung: Natürlich sind das UFOs!" Video 03:25
    UFO-Berichterstattung: "Natürlich sind das UFOs!"