23.06.1965

ISRAEL-BOTSCHAFTER.

Das Bundeskabinett hat den Vorschlag von Außenminister Schröder einstimmig gebilligt, den AA-Ministerialdirigenten Rolf Pauls trotz der Pressekampagne in Israel als deutschen Botschafter in Tel Aviv vorzuschlagen; israelische Zeitungen hatten Pauls vorgeworfen, daß er als Berufsoffizier - zuletzt im Rang eines Generalstabsmajors - am Zweiten Weltkrieg teilgenommen und das Ritterkreuz bekommen habe. Dazu Schröder: "Es ist unmöglich, daß wir einem deutschen Diplomaten vorwerfen lassen, er habe im letzten Krieg als Soldat Waffen und Dekorationen getragen." Das Kabinett stimmte außerdem Schröders Anregung zu, bei der Erteilung der Agréments "Zug um Zug" zu verfahren. Erst wenn Pauls von den Israelis anerkannt ist, soll der als Botschafter für Bonn vorgeschlagene, nach Ansicht des Auswärtigen Amtes aber keineswegs bequeme frühere Staatssekretär im israelischen Verteidigungsministerium, Ascher Ben -Nathan, von der Bundesregierung akzeptiert werden.

DER SPIEGEL 26/1965
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