23.06.1965

DDR-REISEN.

Westdeutsche Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes dürfen künftig ohne Erlaubnis ihrer Dienstherren in die DDR reisen. Vier Bundesländer haben - einem Beschluß der Ministerpräsidenten-Konferenz folgend - die Meldepflicht für private Besuchsreisen in den Ostblock bereits abgeschafft, die übrigen Länder wollen die einschränkenden Vorschriften demnächst aufheben; lediglich Bundesbeamte, Polizeibeamte und "Geheimnisträger" müssen sich Ostreisen auch in Zukunft genehmigen lassen. Die Länder entsprechen damit einem Appell des Kuratoriums "Unteilbares Deutschland". Das Kuratorium hatte gerügt, daß Beamte nach Reisen in die Sowjetzone bei der Beförderung behindert worden seien und "jeder Studienrat, der in die Zone fährt, bei der Rückkehr gleich den Verfassungsschutz am Halse hat".

DER SPIEGEL 26/1965
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