25.04.1966

Thea Burauen

Theo Burauen, 59, Oberbürgermeister von Köln (SPD), der - nachdem mehrfach Bundeswehr-Düsenjäger über Köln die Schallmauer durchbrochen hatten - dem Standortältesten in Köln schrieb, er werde an keiner Bundeswehrveranstaltung mehr teilnehmen, "wenn die geradezu gemeingefährlichen Tiefflüge über Teile unserer Stadt" nicht eingestellt werden, und daraufhin vom Befehlshaber im Wehrbereich III, Generalmajor Günther Pape, einen Beschwerdebrief mit der Schlußfloskel "Ohne freundliche und kameradschaftliche Grüße" erhielt, traf sich in der vorletzten Woche mit Luftwaffen-Offizieren, um über die Einstellung der Flüge zu diskutieren. Burauen bei der Begrüßung: "Meine Herren, damit Sie sich darüber im klaren sind: Sie dürfen nicht versuchen, mir etwas vorzumachen. Ich war nämlich während des Krieges fünf Jahre in einer Luftnachrichtengruppe als Funker tätig." Zum Beweis legte Burauen seinen alten Wehrpaß vor, den er "als Souvenir aufbewahrt" hatte.

DER SPIEGEL 18/1966
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